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Galopp Baden-Baden: Nach „Silber“ auch „Gold“ für Namos

Deutsche Dreierwette im bedeutendsten Sprintrennen der Saison.
Deutschlands bedeutendstes Kurzstreckenrennen, die 150. „Goldene Peitsche“ (27.500 Euro, 1.200 Meter), stand am Sonntag, dem zweiten Tag der „Großen Woche“ auf der Galopprennbahn in Iffezheim bei Baden-Baden, im Zentrum der elf Leistungsprüfungen. Der Sieg in diesem Höhepunkt blieb zum ersten Mal seit dem Jahr 2016 wieder im Lande – dank Namos (44:10). Das erste Pferd der in Berlin lebenden Petra Stucke triumphierte mit Jockey Wladimir Panov nach der „Silbernen Peitsche“ im Frühjahr auch hier und gewann sein viertes Rennen der höchsten Kategorie.

Der von Dominik Moser in Hannover trainierte vierjährige Medicean-Sohn gab eine atemberaubende Vorstellung, denn aus dem Vordertreffen entfernte sich Namos bei seinem mit 16.000 Euro honorierten Karrieretreffer beim zwölften Start nach Platz vier im Vorjahr in großem Stil von den Gegnern. Auf der Zielgeraden ließ der führende Zargun schnell nach. Dann tauchten Zerostress und vor allem die Favoritin Sunday Star aus England vorne auf. Doch als Namos von Wladimir Panov eingesetzt wurde, war die Entscheidung sofort gefallen. Souverän entfernte sich Deutschlands bester Sprinter mit zwei Längen von Majestic Colt und K Club, die noch stark nachsetzten, während Sunday Star am Ende mit Platz vier vorlieb nehmen musste. Damit gab es sogar eine „deutsche Dreierwette“.

„Diesmal hat Namos noch eine ganz andere Vorstellung gegeben als sonst, denn normalerweise war er immer etwas phlegmatisch“, sagte Wladimir Panov. „So geflogen ist er noch nie, er ist der Liebling unseres Stalles.“ Trainer Dominik Moser berichtete: „Das war ein Highlight in meinem Leben. Ich hoffe, dass Namos die 95 Kilo als Rating bekommt, damit er Deckhengst werden kann. Er war schon mehrfach dicht bei der Elite in Europa dran.“

Besitzerin Petra Stucke, die bei der „Silbernen Peitsche“ wegen der Corona-Pandemie nicht vor Ort hatte sein können und nun mit einer vergoldeten Peitsche den begehrtesten Ehrenpreis hierzulande an sich brachte, meinte: „Eigentlich macht es Namos immer spannend. Diesmal hat er die Nerven seiner Besitzerin geschont. Ich bin sehr erleichtert.“ Der Prix de la Foret beim Arc-Wochenende könnte ein Ziel sein.

Majestic Colt zog als Zweiter noch stark an. „Ich bin sehr zufrieden. 1.400 Meter mit Bogen sind noch besser für ihn“, verriet Jockey Bauyrzhan Murzabayev (Gütersloh). Auch K Club als Dritte verkaufte sich glänzend. „Das war eine tolle Leistung einer tollen Stute“, versicherte Trainerin Erika Mäder (Krefeld), die als Fernziel ein Rennen am 31. Oktober in Frankreich im Auge hat.

Sunday Star schien lange mehr als Rang vier zu erreichen. „Auf dem letzten Stück kam sie nicht mehr weiter, aber das Laufen war dennoch gut“, bilanzierte Reiter Gerald Mossé, dem der Goldene Peitsche-Hattrick nach zwei Siegen in den Vorjahren versagt blieb.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Deutscher Galopp

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