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VfL Bochum nach Heimpremiere: Großes Lob an Stadion-Besucher

3.421 Fans beim ersten Heimspiel nach mehr als sechs Monaten dabei.


Fußball-Zweitligist VfL Bochum hat nach mehr als sechs Monaten sein erstes Heimspiel vor Zuschauern absolviert. 3.421 VfL-Fans sahen das 2:2 gegen den FC St. Pauli. Es war das erste VfL-Spiel in Bochum seit Beginn des Sonderspielbetriebs in der Bundesliga und 2. Bundesliga, das wieder vor Publikum ausgetragen werden durfte. Das organisatorische Fazit fällt überwiegend positiv aus, auch wenn das Konzept an der einen oder anderen Stelle noch nachjustiert wird. Besonderes Lob verdient das Verhalten der Fans – nicht nur im, sondern auch außerhalb des Vonovia Ruhrstadions.

Die gesamte Castroper Straße in Blau-Weiß – was sonst nur beim Maiabendfest gute Bochumer Tradition ist, erlebte zum Heimspielauftakt gegen den FC St. Pauli eine (farben-)prächtige Renaissance. Die in jeder Hinsicht gelungene Aktion ist auf die Initiative von 36 VfL-Fanclubs zurückzuführen. Zahlreiche Bochumer Anhänger schlossen sich ihr an, so dass nicht nur die „Castroper“, sondern auch andere Straßenzüge im Bochumer Stadtgebiet in blau-weißen Farben erstrahlten. Außerdem wurde der Mannschaft im Vorfeld der Partie gegen St. Pauli ein von den Fanclubs unterzeichneter Brief überreicht, der Unterstützung und Zusammenhalt dokumentiert. Die VfL-Fans, die für die Mannschaft rund ein halbes Jahr „unsichtbar“ waren, haben sich so auf beeindruckende Art zurückgemeldet. Und das nicht nur ums, sondern auch im Stadion.

„Ein großes Lob an unsere Fans und Zuschauer, die sich jederzeit verständnisvoll gezeigt und die vorgegebenen Spielregeln größtenteils beachtet haben“, sagt Knut Keymer, Direktor Organisation beim VfL Bochum 1848. „Besonders hervorgehoben wurde sowohl vom Ordnungsamt als auch von der Polizei das äußerst besonnene Verhalten während der Auslassphase, die völlig reibungslos verlief.“ Weitgehend positive Rückmeldungen gab es außerdem in den wieder geöffneten Hospitality-Bereichen, wo die Umsetzung des Hygienekonzepts einige logistische Veränderungen erforderte. Auch seitens der BOGESTRA gab es positives Feedback: Die mit dem ÖPNV anreisenden Fans hätten sich ruhig, diszipliniert und regelkonform verhalten, die bereitgestellten Fahrzeuge waren nicht überfüllt.

Dennoch haben sich noch einige Aspekte ergeben, die einer Anpassung bedürfen. So kam es zum Beispiel am Einlass zur Zone NORD rund eine Dreiviertelstunde vor Spielbeginn zu einer längeren Schlangenbildung; hier gilt es zukünftig, die Situation zum Beispiel durch eine andere zeitliche Staffelung zu entzerren. Zudem überlegt der VfL, den Wünschen der Fans nachzukommen, indem man Bereiche schafft, in denen sowohl Einzel- als auch Doppelplätze buchbar sind. Allerdings wird das die Gesamtzahl der verfügbaren Plätze im Vonovia Ruhrstadion reduzieren. Außerdem ist geplant, die Anzahl der maximal erwerbbaren Tickets auf vier je Person auszuweiten, sodass sich auch geschlossene Vierer-Gruppen problemlos Plätze nebeneinander kaufen können.

Der Vorverkauf für das kommende Heimspiel gegen den VfL Osnabrück am Freitag, 2. Oktober, 18.30 Uhr, startet voraussichtlich am Montag, 28. September, um 18 Uhr.

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