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Galopp Köln: Suborics-Stute Peaches empfiehlt sich für „Winterkönigin“

86:10-Chance gewinnt letzten Test für Klassiker am 18. Oktober in Iffezheim.
Der letzte große Test für das bedeutendste Rennen für zweijährige Stuten, das „Winterkönigin Trial“ (17.000 Euro, 1.500 Meter), das am Sonntag auf der Galopprennbahn in Köln-Weidenpesch im Zentrum der zehn Leistungsprüfungen stand, wurde zu einem „Thriller“ der besonderen Art. Bis weit in die Zielgerade führte die Röttgenerin Alaskasonne, dann setzte Kaliyah nach, doch die beiden finalen Protagonistinnen kamen ganz an der Außenseite. Mit einer grandiosen Aufholjagd schnappte die von Andreas Suborics (Köln) vorbereitete Lord of England-Tochter Peaches (auf dem Foto rechts) zur Quote von 86:10 trotz Höchstgewichts unter dem französischen Jockey Clement Lecoeuvre noch knapp die Wende gegen die Favoritin Amazing Grace, die kurzzeitig alles für sich zu haben schien.

Beim vierten Start war es der erste Erfolg für Peaches, der mit einem Preisgeld von 10.000 Euro auch sehr lukrativ und sportlich hochwertig war. Die Stallform von Trainer Suborics bleibt weiter glänzend. „Sie hatte ein gutes Rennen und gab im Finish alles. Es war zwar knapp, aber wir haben gewonnen. Ich traue ihr den Sieg auf höherer Ebene zu“, erklärte Clement Lecoeuvre. Dabei dachte der Jockey sicherlich an den „Preis der Winterkönigin“ am 18. Oktober in Iffezheim bei Baden-Baden.

Amazing Grace ging nicht schlechter als die Siegerin, auch Kaliyah mischte als Dritte groß mit vor der gut dabeibleibenden Außenseiterin Lucky Amal und Alaskasonne, die an der Spitze noch deutlicher nachließ.

Peter Schiergens Nerium siegt immer weiter

Auf dem Weg nach oben dürfte auch der von Peter Schiergen (Köln) für den Stall Nizza (Jürgen Imm/Freiburg) trainierte Nerium sein. Der dreijährige Camelot-Sohn absolvierte beim vierten Sieg in Serie einen „Spaziergang“. Aus hinteren Regionen entfernte sich der 16:10-Favorit mit zunehmender Distanz locker von Sahelian und Parlan. Siegjockey Lukas Delozier sagte nach seinem 40. Saisontreffer: „Wir hatten keinen perfekten Rennverlauf, aber er ist ein richtig gutes Pferd.“

Sein Vater Protectionist hatte mit dem Melbourne Cup das bedeutendste Rennen Australiens für Deutschland gewonnen. Und im Auftaktrennen für Zweijährige über 1.600 Meter deutete Gestüt Paschbergs Sporting aus dem Quartier von Hans-Jürgen Gröschel in Hannover beim ersten Erfolg eines Nachkommen des Super-Cracks einiges Potenzial an und zeigte sich gegenüber dem Einstand in Iffezheim bei Baden-Baden stark verbessert. Mit Adrie de Vries bekam der 129:10-Außenseiter den führenden Favoriten Atraaj und den im Mitbesitz von Ex-Fußball-Nationalspieler Klaus Allofs (jetzt neues Vorstandsmitglied bei Fortuna Düsseldorf) stehenden Quizzer noch klar in den Griff. „Aus dem Start in Iffezheim hatte Sporting viel gelernt“, brachte es Adrie de Vries auf den Punkt.

Verlockende Aufgabe für Färhofer Ramazotti

Stets galt der Fährhofer Ramazotti als hoch eingeschätztes Pferd, doch lief bei ihm gesundheitlich nicht immer alles glatt. Der inzwischen von Simon Stokes trainierte ehemalige Spitzen-Zweijährige aus dem Jahr 2018 fand in einer 1.400-Meter-Prüfung nun eine verlockende Aufgabe vor. Mit Eduardo Pedroza (Gütersloh) im Sattel schob sich der 15:10-Favorit mit Reserven noch an dem im Mitbesitz von Fußball-Torhüter Timo Horn (1. FC Köln) stehenden Julio vorbei. „Auf dem Boden musste er sich etwas strecken, aber ich hatte immer ein gutes Gefühl“, kommentierte Eduardo Pedroza.

Überfällig war der erste Erfolg des Schlenderhaners Fataliste (16:10) aus dem Quartier von Markus Klug (Köln-Heumar) in einer 1.850 Meter-Konkurrenz, doch musste Michael Cadeddu schon etwas tun, um den Außenseiter Alpha Taurus abzuwehren. Byteria konnte sich als Dritte am Ende nicht mehr steigern.

Doppelpack für Gestüt Auenquelle, Weiß und Helfenbein

Gleiche zwei Siege in Serie landeten Trainer Marcel Weiß (Mülheim) und Jockey-Routinier Andreas Helfenbein (Köln) für das Gestüt Auenquelle von Karl-Dieter Ellerbracke (Rödinghausen) und Peter Michael Endres (Duisburg). Erst sicherte sich die vierjährige Stute Linaria als 81:10-Chance den Sieg in einem 5.000-Euro-Rennen über 1.400 Meter. Nur 30 Minuten später triumphierte auch die gleichaltrige Donna Xenia als 27:10-Favoritin in einer 2.200-Meter-Prüfung um 4.000 Euro für das Gestüt Auenquelle.

Zu einer großen Ehre kam am Rande der Veranstaltung Besitzertrainer-Champion Lucien van der Meulen (Rijkevoort/NL): Die Mitglieder des „Galopp Club Deutschland“, einer großen Besitzer-Gemeinschaft zeichneten ihn als „Turf-Persönlichkeit des Jahres 2019“ aus.

Foto-Quelle: Kölner Rennverein/Sabine Effgen

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