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Galopp Düsseldorf: Sascha Smrczeks Wonnemond überrascht

211:10-Außenseiter gewinnt 100. Großen Preis der Landeshauptstadt.
Überraschender Heimsieg beim großen Jubiläum zum Saisonfinale 2020 auf der Galopprennbahn in Düsseldorf: Im 100. Großen Preis der Landeshauptstadt (55.000 Euro, 1.700 Meter) am Sonntag triumphierte mit dem von Sascha Smrczek vor Ort für den Stall Frohnbach trainierten Wallach Wonnemond (Foto) nicht nur das mit sieben Jahren älteste Pferd, sondern einer der größten Außenseiter.

Zur Quote von 211:10 fing der diesmal stets im Vordertreffen gehende Areion-Sohn nach einem Klasseritt von Jockey Dennis Schiergen noch die mächtig aufdrehende und kurz in Sicherheit geglaubte dreijährige Stute Schwesterherz mit einer Länge ab. Trotz der guten jüngsten Platzierung in Mailand hatten nur wenige mit solch einem Erfolg von Wonnemond gerechnet, der sich jedoch nun wieder an seine Bestform erinnerte und beim insgesamt 39. Start seinen elften Sieg feierte, der mit 32.000 Euro honoriert war. Damit steigerte Wonnemond seine Gewinnsumme auf 583.574 Euro.

Wonnemonds Siegreiter Dennis Schiergen meinte: „Ich hatte selbst nicht mit solch einer Steigerung des Pferdes in diesem Alter gerechnet, uns hat aber die flaue Pace geholfen und die Umstellung auf eine offensivere Taktik.“

Schwesterherz gefiel auch als Zweite sehr, sie ging lange kaum schlechter als der Sieger. Song of Life hielt sich als Dritte sehr gut, sie gehörte immer dem Vordertreffen an. Aviateur kam spät noch auf Rang vier vor Ninario, doch mehr war nicht drin. Der Favorit Stormy Antarctic baute aus bester Lage auf der Geraden enttäuschend früh ab und blieb als Vorletzter nur vor Near Poet. Los Campanos war vom Start verwiesen worden.

Französische Stuten dominieren

Einen französischen Doppelerfolg gab es im Stutenpreis (12.500 Euro, 1.400 Meter). Mit einem eindrucksvollen Antritt dominierte die von Francois Rohaut trainierte vierjährige Oasis Dream-Tochter Cloud Surfing für Al Asayl Bloodstock vor ihrer „Landsfrau“ Light Blush.

Jockey Jack Mitchell beschleunigte schon in der vorentscheidenden Phase die Fahrt und setzte sich früh an die Spitze des Neunerfeldes, und der Vorsprung der bei einer Quote von 100:10 sträflich unterschätzten Stute, die 2020 erst zweimal zuvor gelaufen war, wurde auf der Geraden schnell so groß, dass ihr leichter Sieg weit vor der Ziellinie feststand.

Aber nicht nur die 7.000 Euro Gewinnprämie gingen nach Frankreich, sondern auch die 3.250 Euro Preisgeld für die noch stark anpackende Favoritin Light Blush auf Platz zwei. Belle Anglaise schob sich als beste Deutsche mit schönem Speed noch auf Rang drei vor der stets prominenten Lips Eagle.

Packendes Duell bei den Zweijährigen

Ein packendes Duell zweier offenbar hochtalentierter Youngster gab es in der über 1.700 Meter führenden Auftaktprüfung. Der im Besitz des Gestüts Auenquelle (Rödinghausen) stehende und von Henk Grewe in Köln vorbereitete Soldier Hollow-Sohn Virginia Storm (22:10) hatte mit Andrasch Starke (Langenfeld) genau im Ziel eine Nase Vorsprung gegen den schon in Front gewesenen Novellini. Miraval belegte weiter zurück Platz drei.

Der Sieger Virginia Storm, der Nennungen für das Ratibor-Rennen im November in Krefeld und das Derby 2021 besitzt, ist kein Geringerer als der rechte Bruder der Gruppesiegerin Virginia Joy, die am Samstagabend bei der Arc Sale in Saint-Cloud/Frankreich für 975.000 Euro verkauft worden war. „Er hatte schon gut gearbeitet. Wir dachten, dass er leichter gewinnen würde, aber ihm fehlte noch etwas Routine, doch hat der Hengst immer zurückgekämpft. Im nächsten Jahr ist das ein tolles Pferd“, berichtete Trainer Henk Grewe, dem wenig später ebenso wie Jockey Andrasch Starke noch ein weiterer Treffer gelang. Der Wettumsatz nach insgesamt neun Prüfungen betrug 269.944 Euro.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Deutscher Galopp

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