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DFL: „Taskforce Zukunft Profifußball“ kommt erstmals zusammen

Arbeitsgruppen diskutieren sieben Themenfelder ergebnisoffen.
Die „Taskforce Zukunft Profifußball“ nimmt ihre Tätigkeit auf. Nach der im September durch das DFL-Präsidium erfolgten Benennung der insgesamt 36 Expertinnen und Experten aus Sport, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft findet das erste Treffen in dieser Woche statt. In drei Arbeitsgruppen werden sich die Teilnehmenden in den kommenden Monaten ergebnisoffen mit folgenden Themen und Fragestellungen auseinandersetzen:

Berücksichtigung von Fan-Interessen: Wie kann der clubübergreifende Dialog mit Fans sinnvoll intensiviert werden? Welche Voraussetzungen gibt es dabei zu beachten?

Ethik-Richtlinie/Wertekatalog/„Code of Conduct“: Wäre es sinnvoll und praktikabel, über die in den Statuten festgehaltenen Grundsätze hinaus gewisse Leitplanken für Verantwortliche, Spieler und Fans (z.B. Verhaltenskodex) einzuführen? Was spricht dafür/dagegen?

Förderung von Frauenfußball: Sollte es für die Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga verpflichtend werden, sich noch stärker im Frauenfußball zu engagieren? Wenn ja: Welche Schritte erscheinen sinnvoll?

Gesellschaftliche Verankerung: Welche Maßnahmen könnten die Liga und die Clubs ergreifen mit Blick auf die gesellschaftliche Verankerung des Profifußballs in Deutschland (z.B. aus sozialen oder ökologischen Gesichtspunkten)? Was spricht für/gegen entsprechende Maßnahmen?

Wettbewerbsbalance im Profifußball: Welche Argumente sprechen für/gegen eine gezielte Förderung von Wettbewerbsbalance in der Bundesliga und 2. Bundesliga? Welche Ziele und Maßnahmen zur Optimierung der Wettbewerbsbalance erscheinen sinnvoll?

Wirtschaftliche Stabilität im Profifußball: Sind weitere Maßnahmen zum Aufbau finanzieller Rücklagen – bei den Clubs oder der DFL – wünschenswert? Wenn ja, welche könnten dabei sinnvoll sein? Welche Vor- und Nachteile hätten diese konkreten Maßnahmen?

Zahlungsströme im Profifußball: Was spricht dafür/dagegen, bestimmte Zahlungsströme innerhalb des Profifußballs zu begrenzen (z.B. Salary Cap oder Beraterhonorare)? Welche Möglichkeiten der Umsetzung gibt es?

Die drei Arbeitsgruppen werden sich unabhängig voneinander mit diesen vom DFL-Präsidium formulierten Ausgangsfragestellungen befassen. Im Zuge der inhaltlichen Beschäftigung können sich dabei selbstverständlich weitere Punkte ergeben. Der grundsätzliche Ansatz der Taskforce ist es, Entwicklungen der Vergangenheit zu reflektieren, zu diskutieren und gegebenenfalls gangbare Wege für die Zukunft zu entwerfen. Die Moderation der Sitzungen wird jeweils Prof. Dr. Heidi Möller übernehmen. Die Diplompsychologin und Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Psychologie der Universität Kassel hat dort die Professur für „Theorie und Methodik der Beratung“ inne. Zudem ist beabsichtigt, dass jeweils zwei DFL-Präsidiumsmitglieder die Sitzungen begleiten.

„Einen so breit gefächerten Dialog über Grundsatzthemen des deutschen Profifußballs hat es noch nie gegeben“, sagt Christian Seifert, Sprecher des DFL-Präsidiums und DFL-Geschäftsführer: „Die Arbeitsgruppen werden sich mit Fragestellungen zu einigen äußerst relevanten Aspekten an der Schnittstelle von Sport, Wirtschaft und Gesellschaft beschäftigen. Vor diesem Hintergrund ist die Zusammensetzung mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus verschiedensten Bereichen sehr wichtig, um unterschiedliche externe Perspektiven zu berücksichtigen und damit einen interdisziplinären Austausch zu diesen komplexen Fragestellungen zu ermöglichen.“

Es ist vorgesehen, dass sich das gesamte DFL-Präsidium und die DFL-Mitgliederversammlung mit den 36 Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga als zuständige Gremien mit den Erkenntnissen der Arbeitsgruppen befassen.

Quelle: DFL

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