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Traben Berlin-Mariendorf: Goldy Stardust und Nimczyk favorisiert

Im Hauptlauf um die „Züchter-Krone“ der fünf- bis siebenjährigen Stuten.
Der inklusive der 15-prozentigen Züchterprämie mit 58.665 Euro Preisgeld dotierte Hauptlauf der fünf- bis siebenjährigen Hengste und Wallache steht bei der Auftakt-Rennveranstaltung um die „Züchter-Kronen“ (Breeders-Crown) am Samstag (insgesamt zehn Rennen, erster Start um 14 Uhr) auf der Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf ganz besonders im Blickpunkt. Das achtköpfige Teilnehmerfeld, das sich im 8. Rennen hinter dem Startauto versammeln wird, stellt geballte Klasse dar.

Dabei verdient es der wie stets von seinem Trainer Rudolf Haller (Vaterstetten) präsentierte Orlando Jet, zuerst genannt zu werden. Doch ob der seit vier Jahren (!) in Berlin unbezwungene Hengst tatsächlich als Sieger über die Ziellinie sprinten wird, steht angesichts der Güte seiner Gegner längst nicht fest. Eines ist jedenfalls klar: So niedrig wie gewohnt wird die Eventualquote für Orlando Jet, der bei seinen Gala-Auftritten in der Hauptstadt seit 2017 nie höher als 12:10 gehandelt wurde, diesmal nicht ausfallen.

Apropos Siegquote: Auf das richtige Pferd zu setzen, ist lukrativer denn je. Denn bei den am Wochenende stattfindenden beiden Prämienausspielungen gibt es Preise im Gesamtwert von 8.000 Euro abzuräumen und als Hauptgewinn lockt ein 50 Gramm schwerer Goldbarren nebst 500 Euro in Wettgutscheinen. Doch das ist längst nicht alles. Denn alle Breeders-Crown-Lose wandern zusammen mit den Losen aus den Prämienausspielungen der kommenden Mariendorfer Saisonrenntage bei der für den 27. Dezember geplanten Jahresabschlussveranstaltung noch einmal in den Pott und dann wird als Hauptgewinn ein MITSUBISHI Space Star im Wert von 11.500 Euro gezogen!

Wer könnte also außer dem vierbeinigen „Düsenjäger“ Orlando Jet, der mit der Startnummer 2 eine optimale Ausgangsposition besitzt, noch als Sieger in Frage kommen und auf wen sollte man geballt setzen, um an gute Quoten und Lose zu kommen? Ein besonderes Augenmerkt gilt den Schützlingen des niederländischen Erfolgstrainers Paul Hagoort, der bereits sieben Pferde zu Derby-Siegern geformt hat und zwei von ihnen in die Schlacht wirft: nämlich Mister F Daag (Micha Brouwer), der 2018 das wichtigste deutsche Rennen gewann, sowie Tsunami Diamant (Andre Bakker), der 2017 erfolgreich war.

Interessant ist aber, dass „Mr. Derby“ Robin Bakker nicht einen dieser beiden Triumphatoren, sondern den ebenfalls von Paul Hagoort vorbereiteten Ids Boko steuern wird. Während Mister F Daag zuletzt in Vincennes in einer schnellen Schlussphase nicht viel bewegen konnte, setzte Ids Boko auf der Pariser Nobelpiste zweimal hintereinander überaus starke Akzente. Auf den ersten Metern des Hauptlaufs ist also ein Höllentempo fest garantiert. Denn Rudolf Haller wird sich angesichts der Hagoort-Streitmacht auf keinen Fall auf taktische Geplänkel einlassen und alles tun, um mit Orlando Jet die Spitze zu bekommen.

Zwei Pferde tragen die Farben des Berliner Rennbahn-Besitzers Ulrich Mommert. Norton Commander (Marc Elias) verfügt mit der „3“ über eine ideale Nummer und schien sich 2019 zu einem absoluten Euro-Crack zu entwickeln. In dieser Saison lief aber nicht viel zusammen – in Axevalla ging er im Juli nach einem Rennen an der Spitze sang- und klanglos unter. Er arbeitet momentan also an seiner Rehabilitation. Die ist der zweiten Mommert-Waffe Emilion (Michael Nimczyk, Willich) indessen längst gelungen. Lange Zeit hatte der vom Äußeren und vom Geläuf her enorm beeindruckende Wallach seine zahlreichen Fans immer wieder enttäuscht. Doch nun scheint der Knoten endgültig geplatzt zu sein – seine letzten Leistungen waren voll und ganz überzeugend. Falls Emilion auf der ersten Halben nicht zu sehr den Kontakt an die Spitze verliert, darf man auf ihn gespannt sein. Das Gleiche gilt für Inspector Bros (Jaap van Rijn) und Officer Stephen (Dion Tesselaar), die in diesem Wahnsinns-Feld zwar keine Siegkandidaten sind, aber durchaus gute Platzierungen erreichen können.

Dass der Hauptlauf der Hengste und Wallache das Rampenlicht beherrschen wird, ist unbestreitbar. Aber auch der Hauptlauf der fünf- bis siebenjährigen Stuten – inklusive der der Züchterprämie sogar mit 67.160 Euro dotiert und damit die dickste Börse des gesamten Wochenendes – verdient absolute Beachtung. Die Prüfung wird als 3. Rennen ausgetragen und hat mit Goldy Stardust (Foto) eine deutliche Favoritin. Vor einer Konkurrentin muss ihr Fahrer Michael Nimczyk allerdings mächtig aufpassen: Stonewashd Diamant (Victor Gentz, Kaarst) entwickelte bei ihrem Auftritt in der Gold-Serie einen nahezu unglaublichen Speed und flog im Einlauf bis auf eine halbe Länge an den schon weit enteilten Azimut heran. Goldy Stardust und Stonewashd Diamant stehen auch von der Gewinnsumme her klar über den weiteren acht Teilnehmern des Stutenlaufs. Die Entscheidung wird nur zwischen diesen beiden Pferdedamen liegen.

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