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Galopp Berlin: Schiergens Quian ist „König“ der Langstrecke

Vierjähriger Hengst gewinnt nach St. Leger auch 49. Oleander-Rennen.
Deutschlands Langstrecken-Star der Galopper ist Stall Hornoldendorfs Quian (Foto): Der von Peter Schiergen in Köln für den Rennstall von Arend Oetker (Berlin) trainierte vierjährige Mastercraftsman-Sohn aus der Zucht der Stiftung Gestüt Fährhof (Sottrum) gewann nach dem St. Leger jetzt auch am Sonntag das 49. Oleander-Rennen (100.000 Euro, 3.200 Meter) beim Saisonfinale auf der Galopprennbahn in Berlin-Hoppegarten.

Mit Championjockey Bauyrzhan Murzabayev (Gütersloh) verwies der 28:10-Favorit im „Berlin-Marathon der Galopper“ den Außenseiter Rip Van Lips in sicherer Manier auf Rang zwei vor Aircraft Carrier, einem von fünf Pferden von Sponsor Luke Comer aus Irland, der als Dritter an einem sehr unglücklichen Rennverlauf scheiterte.

Murzabayev servierte Quian an fünfter Position eine günstige Lage, während Kaiserperle vor dem Co-Favoriten Windstoß, Aircraft Carrier innen und Rip Van Lips an der Außenseite das moderate Tempo diktierte. Lips Queen sah man an letzter Position. Diese Reihenfolge hatte lange Bestand. Auf der Geraden musste Kaiserperle bald zurückstecken. Auch Windstoß tat sich früh nicht mehr leicht und kam in vorentscheidender Phase nicht weiter – der frühere Derbysieger wurde schließlich Fünfter. Aircraft Carrier fand mit Andrasch Starke mehrfach keinerlei Lücke, als er in bestechender Haltung ging. Anders Rip Van Lips und Quian, der außen immer zwingend wurde.

Je weiter es wurde, desto mehr spielte der Favorit seine Ausdauer und Klasse aus und kam noch sehr sicher mit einer dreiviertel Länge Vorsprung zum fünften Saisonsieg und siebten Karrieretreffer beim zwölften Start. Mit der Siegprämie von 60.000 Euro steigerte Quian seine Gewinnsumme auf 134.550 Euro.

Siegjockey Bauyrzhan Murzabayev in einem ersten Statement: „Wir hatten sofort eine Super-Position. Das Rennen war aber etwas langsam, dadurch gerieten wir eingangs der Geraden in eine etwas schwierige Lage. Auf den letzten Metern haben wir alles sicher geschafft. Es war ja auch ausländische Konkurrenz am Start. Ich bin sehr glücklich.“

Trainer Peter Schiergen sagte: „Wir hatten gedacht, Quian sei ein Derby-Pferd, aber er hatte einige Probleme. In diesem Jahr holte er einiges nach. Wir haben immer an ihn geglaubt.“

Rip Van Lips lief als Zweiter, der sich bis zuletzt wehrte, bestens vor Aircraft Carrier, der der große Pechvogel war. Denn bei einem glatten Rennverlauf wäre mehr als Rang drei möglich gewesen. Erwartungsgemäß war er aber das beste der fünf Pferde von Luke Comer, der von Hoppegarten-Eigentümer Gerhard Schöningh für seine Sponsorship mit einer Figur von Namensgeber Oleander ausgezeichnet wurde. „Mir ist es ein großes Vergnügen, dieses Rennen zu sponsern. Ich hoffe, dass ich das auch in den nächsten ein, zwei Jahren machen kann“, versicherte Luke Comer.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Deutscher Galopp

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