Startseite / Pferderennsport / Traben / Traben Berlin: Henk Grift bringt zwei „Geldschränke“ an den Start

Traben Berlin: Henk Grift bringt zwei „Geldschränke“ an den Start

Sechsjähriger Wallach Prosperous tritt in der „Gold-Serie“ als Favorit an.
Auf Zuschauer muss die Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf bei ihrer Veranstaltung am Sonntag aufgrund der bundesweiten Corona-Maßnahmen erstmals seit dem 5. Juli leider wieder komplett verzichten. Dafür zeigen die Aktiven umso mehr Präsenz. In den zwölf Rennen treten nicht weniger als 112 Pferde an und es geht bereits um 11.10 Uhr los.

Im sportlichen Mittelpunkt der Veranstaltung steht der mit 10.000 Euro Preisgeld dotierte sechste Lauf der „Gold-Serie“. Er wird als 11. Rennen ausgetragen und es gibt einen klaren Favoriten. Nämlich den vom Niederländer Jaap van Rijn gesteuerten Prosperous. Der schwedische Wallach, der zunächst von Marcus Lindgren betreut wurde, hat seine von Anfang an erfolgreiche Karriere ab Herbst letzten Jahres unter der Regie von Henk Grift (Foto) imposant fortgesetzt. Seine bisherige Gewinnsumme beträgt 191.954 Euro. Prosperous scheint außerdem ungemein flexibel zu sein, denn er kam mit einer Vielzahl von Fahrern bestens zurecht.

Nahezu unglaublich, mit wem Prosperous neben Jaap van Rijn und Marcus Lindgren schon auf eine Siegerparade ging – die Namen sind so prominent, dass man sie einfach mal aufzählen muss: Örjan Kihlström, Björn Goop, Johnny Takter, Johan Untersteiner, Christoffer Eriksson und Jörgen Sjunnesson. Mit Erik Adielsson sowie Birger Jörgensen holte der Rappe lukrative Platzierungen. Und mit Dominik Locqueneux gelang ihm im Februar ein besonders großer Wurf, denn er gewann in Vincennes den mit 43.000 Euro dotierten Prix de Bracieux. Dass Prosperous, der über ein gewaltiges Stehvermögen verfügt, zwei Monate später in Aby bei seinem dritten Rang gegen einen Euro-Crack wie Moni Viking sogar favorisiert war, sagt eigentlich alles aus und wiegt genauso schwer wie seine kürzlichen Volltreffer im Bahrenfelder Banks-Rennen, dem Mariendorfer Derby-Marathon und dem Wiener Graf-Kálmán-Hunyady-Gedenkrennen. Keine Frage: Der kleine Bruder des Überfliegers Disco Volante (rund 420.000 Euro Gewinnsumme) ist ein echter Star.

Seine sieben Gegner sind allerdings zu beachten. Volcan de Bellande, der von Trainer Henk Grift selbst gesteuerte Trainingsgefährte von Prosperous, hat schon 556.501 Euro auf der Uhr. Er präsentierte sich in seiner weit über 100 Starts umfassenden Karriere aber stets als ausgesprochener Monté-Spezialist. Seine vier vor dem Sulky erzielten Erfolge datieren auf die Jahre 2014 und 2013 zurück. Eine stramme Kilometerzeit ist dem vom Rekord her schnellsten Teilnehmer im achtköpfigen Feld aber ebenso zuzutrauen wie Major Ass (Victor Gentz), der über eine eiserne Moral verfügt. Die wird Major Ass diesmal allerdings auch benötigen – denn gegen die beiden „trabenden Geldschränke“ aus dem Quartier Grift muss der Fünfjährige ebenso wie TomN Jerry Diamant (Robbin Bot), Tyrolean Dream (Michael Larsen), Tell Me No Lies (Thomas Buley), Nelly Pepper (Franz-Josef Stamer) und Orkan von Haithabu (Thorsten Tietz) an seine Grenzen gehen, um etwas zu reißen.

Das könnte Sie interessieren:

Traben Dinslaken: Holländische Fahrer gewinnen alle zwölf Rennen

Robbin Bot und Jaap van Rijn siegen immerhin für deutsche Farben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.