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Galopp Mülheim: Sauren-Stute Schwesterherz siegt mit Starke

Im Auktionsrennen für Dreijährige ging es am Raffelberg um 52.000 Euro.
Auf der Galopprennbahn am Mülheimer Raffelberg hatte am Nikolaus-Tag der Kölner Fondsmanager und Rennvereins-Präsident Eckhard Sauren (Foto), der auch noch als Vize-Präsident beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln fungiert, großen Grund zur Freude. Seine dreijährige Stute Schwesterherz, trainiert von Champion Henk Grewe (Köln) und geritten von Andrasch Starke (Langenfeld), gewann das mit 52.000 Euro dotierte „BBAG Auktionsrennen“ über 2.000 Meter.

Die schon in auf höchster Ebene platzierte Stute, die mit einem Rating von 91 Kilo die Nummer eins im 13-köpfigen Aufgebot war, fand an vierter Position hinter Palm Springs, Twilight‘s Baby und dem Toto-Favoriten Inaugural ein ideales Rennen vor. In bester Haltung erreichte die 39:10-Chance Schwesterherz die Zielgerade und eroberte schnell von Palm Springs die Spitze. Innerhalb weniger Galoppsprünge machte sie sich leicht mit eineinviertel Längen von den Gegnern frei und parierte auch den immens starken Schlussakkord des Außenseiters Dorazio. Es war beim zwölften Start ihr dritter Erfolg für Schwesterherz, die ihre Gewinnsumme auf 106.640 Euro steigerte.

Palm Springs hielt vorne gut stand und verteidigte Rang drei vor Sister Lulu. Anselm und Inaugural konnten sich aus bester Lage nicht steigern und mussten bereits im Schlussbogen passen. Diese stärker gewetteten Pferde belegten die Plätze fünf und sechs.

Siegjockey Andrasch Starke in einem ersten Statement: „Schwesterherz ist so eine tolle, ehrliche Stute. Sie mag weichen Boden sehr gerne. Im Mai und Juni hatten wir uns von ihr mehr erhofft, es hat dann etwas gedauert, bis sie wieder in Schwung kam, in Baden-Baden gewann und dann Zweite in Düsseldorf hinter Wonnemond war und sich auch in Italien gut hielt. Die Distanz von 2.000 Metern war weiter als normalerweise, aber sie war stark auf dem Posten und ja auch vor einem Jahr im Ratibor-Rennen Zweite hinter Wonderful Moon. Ich wusste, dass ich mich auf sie verlassen kann. Sie hat die Aufgabe spielerisch leicht gelöst. Ich wollte nicht zu früh nach vorne gehen, da ich mir die Strecke einteilen musste. Aber wenn ein Pferd genug Klasse besitzt, kommt es auch über diesen Weg. Ich habe Schwesterherz im Schlussbogen an vierter Stelle noch einmal eingeparkt, auf der Geraden hat sie dann einen Satz gemacht und war leicht voraus.“

Besitzer Eckhard Sauren, der sich über eine Siegprämie von 25.000 Euro freuen durfte, erklärte: „Die Stute hat sich sehr gut wiedergefunden. Mein Dank gilt dem Rennclub Mülheim, dass man im Dezember so ein hochdotiertes Rennen durchgeführt hat. Das war eine tolle Bescherung am Nikolaus-Tag.“

Trainer Henk Grewe ergänzte: „Schwesterherz ist völlig unkompliziert und hat ein großes Kämpferherz. Sie kann auch 2.000 Meter, ich hatte da nicht die geringsten Zweifel. Die Stute stand weit über dem Feld, sie hatte schon ganz andere Gegner gesehen. Schwesterherz bleibt 2021 in Training. Wir peilen dann einen Gruppesieg an. Ich freue mich auf die nächste Saison.“

Sophie Katharina mit Kurs auf bessere Aufgaben

Bereits um 9.55 Uhr hatte der vorletzte Mülheimer Renntag der Saison 2020 begonnen, als die Görlsdorferin Sophie Katharina als 30:10-Favoritin in einem 2.000 Meter-Rennen für zweijährige Galopper aus dem Vordertreffen groß beschleunigen konnte und mit dem Schlenderhaner Sky Out ein weiteres Pferd aus dem Stall von Markus Klug (Köln-Heumar) sowie den früh in Front gezogenen American Fly hinter sich ließ.

Der Henkel-Preis der Diana 2021 in Düsseldorf könnte das Fernziel 2021 der Siegerin sein. Jockey Wladimir Panov sagte: „Sophie Katharina ließ sich erst etwas bitten, dann ging alles noch ziemlich leicht. Sie hat am Ende ihre Aufgabe gut gelöst und ist eine tolle Stute.“

Mülheimer Dreierwette beim Sieg von Toscano

Eine Mülheimer Dreierwette gab es in einem 2.000 Meter-Rennen für dreijährige Pferde, als der von Jean-Pierre Carvalho für das Gestüt Höny-Hof aufgebotene Toscano (36:10) mit Lukas Delozier die Favoritin Agenda (Trainer Marcel Weiß) knapp hinter sich ließ, während der lange führende Lucky In The Sky (Yasmin Almenräder) Platz drei hielt.

„Wir hatten Anfang des Jahres einige Hoffnungen mit Toscano, aber er ist nicht der größte Kämpfer. Endlich hat er nun sein erstes Rennen gewonnen. Ich denke, dass im nächsten Jahr noch ein paar folgen werden“, versicherte Jean-Pierre Carvalho.

Auch im anschließenden 1.500 Meter-Rennen für dreijährige Stuten gab die Mülheimer Trainingszentrale den Ton an, denn Marcel Weiß betreut die siegreiche 20:10-Favoritin Romexa auf dem Raffelberg. Jockey Martin Seidl (Köln) zog mit der Exceed And Excel-Tochter auf der Zielgeraden bald an Reventa vorbei, die sich aber bis zuletzt vehement gegen die Niederlage stemmte. Die Außenseiterin Olidaya kam spät noch auf Rang drei. „Es war etwa schwerer als gedacht, aber ich war mir meiner Sache immer sicher“, schilderte Seidl.

Der Jockey machte gleich im anschließenden Rennen über 2.100 Meter ein schnelles Doppel perfekt. Auf dem von Andreas Suborics trainierten Dreijährigen Duke of Lips (43:10), der zuletzt in Hoppegarten sein erstes Rennen gewonnen hatte, bewies Seidl eiserne Nerven und fing ganz zuletzt noch die stark laufenden Außenseiter Valentino Dancer und Molly le Clou ab. „Er ist ein sehr phlegmatisches, aber ein echtes Rennpferd. Mitte der Geraden hat er noch einmal die Beine gewechselt und den zweiten Wind bekommen. Genau im Ziel waren wir da“, sagte Martin Seidl.

Auenqueller Big Beat macht Musik – Hattrick für Sean Byrne

In Mülheim weiterhin ungeschlagen bleibt Gestüt Auenquelles Big Beat. Der dreijährige Soldier Hollow-Sohn gewann auch bei seinem zweiten Auftritt am Raffelberg, wobei er sich mit einer 1.200 Meter-Prüfung das zweitwichtigste Rennen des Tages holte. Sean Byrne teilte dem 38:10-Mitfavoriten alles bestens ein und schnappte am Ende noch leicht gegen den Favoriten Fair Hurricane sowie Prince Pervival zu. Damit war der zweite Tagessieg für den aufstrebenden Reiter und für Trainer Andreas Suborics perfekt. „Es war unterwegs schwer, in eine gute Position zu kommen, aber auf der Geraden hat er gut angezogen. Es ist sehr schön, einen Sieger in diesen Farben zu reiten“, schilderte Sean Byrne.

Sein Siegeshunger war damit aber noch nicht gestillt, denn der 19-jährige Reiter holte sich auf Porcupine Creek für Trainerin Helga Dewald (Dormagen) auch noch ein 1.500 Meter-Handicap und schaffte zum ersten Mal in seiner Laufbahn einen dritten Erfolg an einem Tag. Auf dem 166:10-Außenseiter ging er die Partie sehr offensiv an und wehrte mit viel Einsatz die heranstürmende Favoritin La Aluna mit Nase-Vorteil ab. Race For Fame belegte Rang drei. Der Wettumsatz nach den insgesamt zwölf Rennen belief sich auf 168.399 Euro.

Foto-Quelle: Kölner Renn-Verein

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