Startseite / Pferderennsport / Galopp / Dr. Michael Vesper: „Wir müssen neu denken und Alternativen verfolgen“

Dr. Michael Vesper: „Wir müssen neu denken und Alternativen verfolgen“

Galopprennbahnen in Hoppegarten und Iffezheim kooperieren doch nicht.


Das Projekt einer gemeinsamen Betreibergesellschaft der beiden traditionsreichen Rennbahnen in Berlin-Hoppegarten und Iffezheim bei Baden-Baden wird für das kommende Jahr 2021 nicht realisiert. Gerhard Schöningh, Vizepräsident des Dachverbandes „Deutscher Galopp“ und Eigentümer der Rennbahn Hoppegarten, ist nach gründlicher Prüfung zu dem Schluss gekommen, ein solches Engagement aktuell nicht einzugehen. Dafür waren für ihn Entscheidungen zur strategischen Entwicklung und Zukunftssicherung der Rennbahn Hoppegarten ausschlaggebend, die gerade in der nächsten Zeit alle dortigen Ressourcen binden. „Wir bedauern diese Absage sehr, denn wir hätten mit der ersten gemeinsamen Betreibergesellschaft zweier Bahnen gern ein neues Kapitel des Rennsports in Deutschland aufgeschlagen“, so Schöningh.

Damit ist ein nahtloser Übergang der existierenden Strukturen („Baden Racing“) auf eine neue Betreiberkonstellation nicht möglich. Dr. Michael Vesper (Foto), Präsident des Dachverbandes „Deutscher Galopp“, erklärt dazu: „Wir müssen nun neu denken und Alternativen verfolgen. Den Rennbetrieb auch im kommenden Jahr auf dieser wunderbaren Rennbahn aufrechtzuerhalten, bedeutet für uns alle eine große Herausforderung. Das ist nicht einfach. Unser Ziel und unser unbedingter Wunsch ist es, hier weiterhin hochwertige Rennen zu ermöglichen. Ich selbst werde mit meinen Kollegen in den nächsten Wochen dazu Gespräche vor Ort führen. Gerade die Komplexität der anstehenden Themen macht es notwendig, die Zukunftssicherung des Standortes mit allen Beteiligten kurzfristig zu klären. Wir können nur erfolgreich sein, wenn sich – das ist meine herzliche Bitte – die Kräfte in Bürgerschaft und Wirtschaft vor Ort und in der Region bündeln und daran aktiv mitwirken. Angewiesen sind wir vor allem auch auf die Unterstützung der Politik, mit der wir in einem guten, sehr hilfreichen Dialog stehen. Wir ermuntern alle, denen an der Zukunft des Galopprennsports liegt, sich an der Rettung der Rennen in Iffezheim zu beteiligen.“

Manfred Ostermann, Vizepräsident von „Deutscher Galopp“ und Präsident der Besitzervereinigung, ergänzt: „Iffezheim ist für den Gesamtrennsport von großer Bedeutung – ja, systemrelevant. Der ganzen Rennsportgemeinde und auch mir liegt diese besondere Rennbahn sehr am Herzen. Wir müssen nun alles tun, den Rennbetrieb für das kommende Jahr sicherzustellen.“

Foto-Quelle: DOSB

Das könnte Sie interessieren:

Galopp Düsseldorf: Albrecht Woeste wechselt in Verwaltungsrat

86-jähriger Unternehmer als Vize-Präsident offiziell verabschiedet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.