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Traben Gelsenkirchen: Jochen Holzschuh lässt Toto beben

Dülmener Trainer gewinnt am Nienhausen Busch mit 1.144:10-Außenseiter.
Wenige Tage vor dem Saisonfinale am 2. Weihnachtstag (Samstag, 26. Dezember) lud der Trabrennverein in Gelsenkirchen noch einmal zu einer Veranstaltung ein. Vier voll besetzte und besser dotierte Prüfungen hatte der Veranstalter am Nienhausen Busch dank der Kooperation mit dem französischen Wettvermarkter PMU im Angebot und vorab noch drei geringer dotierte „Alltagsprüfungen“ auf die Beine gestellt.

Die höchste Tagesklasse traf sich dabei ganz zum Schluss im „Preis von Duindigt“ und stellte die Wetter vor ein Rätsel, denn gleich die Mehrheit der neun Teilnehmer kam hier für den Sieg in Betracht. Die Siegerschleife entführte schlussendlich der Ditka Hanover-Sohn Napster und sorgte damit für den versöhnlichen Abschluss einer bis dahin sieglosen Saison. Der von Trainer Jochen Holzschuh (Foto/Dülmen) gefahrene Wallach fand im Windschatten des Tempo bolzenden Lordano Ass (Tim Schwarma/Weeze) diesmal alles passend vor.

Traber-Trainer Holzschuh hatte schon vor dem Erfolg mit dem eigenen Schützling bereits für Michael Kramer mit Bacardi Royal gewonnen und damit den „Vogel abgeschossen“. Den am Totalisator bei sensationellen 1.144:10 notierenden Wallach, der zuvor bei 16 Starts über einzelne Platzierungen nie hinausgekommen war, hatte kaum jemand auf der Rechnung, so dass die Dreierwette mit der ebenfalls kaum gehandelten Ondra (Jan Thijs de Jong) auf dem zweiten und dem favorisierten Lotus Joker (Tim Schwarma) auf dem dritten Rang satte 25.181:10 zahlte. Die Viererwette mit Wizzard (Katharina Kramer) wurde gar nicht getroffen.

Niederländer Jaap van Rijn siegt zweimal von der Spitze

Weiteren Grund zur Freude gab es für Holzschuh im „Preis von Wolvega“ für französisch gezogene Traber. Mit Jaap van Rijn hatte der gebürtige Schwabe hier den besten Fahrer für seinen Schützling Farlington verpflichtet, der sich von den schwachen Formen seines vierbeinigen Partners überhaupt nicht täuschen ließ, aus dem ersten Band sofort das Kommando übernahm und bei gleichbleibend zügigem Tempo mit mehr oder weniger großem Vorsprung vor dem Feld herstiefelte. Der erste Deutschland-Erfolg war Farlington so letztlich auch von dem gut nachsetzenden Dream Gibus (Anne Lehmann) nicht zu nehmen.

Von der Spitze aus war Jaap van Rijn dann auch bei seinem zweiten Tagestreffer im anschließenden „Preis von Alkmaar“ erfolgreich. Hier profitierte der Niederländer von der perfekten Vorbereitung seines Landsmanns Frans Ottersberg, der seinen Germany Attack nach mehr als einem Jahr Pause sofort in prächtiger Verfassung vorstellte und nach dem sicheren Comeback-Sieg gegen gute Gegner wie Donna Leone H (Tim Schwarma) und Henri Buitenzorg (Jeffrey Mieras) Hoffnung auf mehr haben darf.

Willicher Robbin Bot liegt weiter auf Bronze-Kurs

Zuversichtlich darf auch Robbin Bot (Willich) nach seinem Erfolg im „Preis von Joure“ Richtung Jahresende schielen. Der aktuell auf Rang drei des Berufsfahrer-Championats liegende gebürtige Niederländer punktete mit dem zuvor zweimal fehlerhaften Key West Newport und verteidigte damit seinen Vier-Punkte-Vorsprung vor Josef Franzl, der am Vormittag in Straubing den 66. Saisonsieg unter Dach und Fach gebracht hatte.

Vor diesem Hintergrund dürfte auch die Niederlage im einleitenden „Preis von Emmeloord“ gegen Stiefbruder Erwin für Robbin Bot besser zu verkraften sein. Robbin machte sich hier mit Velten von Polly nach rund 900 Metern um die Führung verdient und schien bis Mitte des Zieleinlaufs auch den Sieg nach Hause zu bringen, konnte Fehler dann jedoch nicht vermeiden, als Amon Wise As aus dem Rücken heraus den Druck sukzessive erhöhte. Der Gerrits-Traber machte damit seinen vierten Jahreserfolg perfekt.

Bei insgesamt sieben Prüfungen, die übrigens zeitgleich mit dem DFB-Pokal-Spiel des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 gegen den Südwest-Regionalligisten SSV Ulm 1846 Fußball (3:1) in der Gelsenkirchener Arena über die Bühne gingen, verzeichnete der Rennveranstalter einen Wettumsatz von 39.668 Euro (nur Außenwette). Das entspricht einem Schnitt von 5.666 Euro pro Rennen.

Der nächste Gelsenkirchener Renntag findet bereits am 2. Weihnachtstag mit zehn Rennen ab 13.45 Uhr statt. Beim traditionellen „Traben unterm Tannenbaum“, diesmal allerdings wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie ohne Publikum, bietet Gelsentrab den Wettern unter anderem Garantie-Auszahlungen in einer Gesamthöhe von 20.000 Euro.

Foto-Quelle: traberpixx.de

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