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Samed Yesil: Von der Anfield Road an den Rheindeich

26-jähriger Angreifer will mit dem VfB Homberg den Klassenverbleib schaffen.
Welcher Viertliga-Kicker kann von sich behaupten, mal für den FC Liverpool an der Anfield Road gespielt zu haben? Samed Yesil (Foto), der seit einigen Wochen in der Regionalliga West für den VfB Homberg am Ball ist, kann davon erzählen. Im FUSSBALL.DE-Interview erklärt der 26-Jährige, warum er heute nicht unter der Regie von Jürgen Klopp trainiert, sondern in der 4. Liga kickt.

FUSSBALL.DE: Wie kommt ein früherer Profi des FC Liverpool an den Duisburger Rheindeich zum VfB Homberg, Herr Yesil?
Samed Yesil:
Ich wollte nach meiner vorherigen Station bei Ankara Demirspor in der 3. Liga der Türkei zurück nach Deutschland. Mein älterer Cousin Mehmet hatte bereits vor 15 Jahren für den VfB Homberg gespielt. Ich hatte ihn deshalb gebeten, den Kontakt zu VfB-Präsident Thomas Bungart herzustellen. Danach ging alles ganz schnell. Um mir ein Bild zu machen, absolvierte ich zwei Trainingseinheiten mit dem Team und habe dann einen Vertrag bis zum Saisonende unterschrieben.

Vor knapp zehn Jahren schien Ihre Profikarriere vorgezeichnet. Schon mit 17 Jahren debütierten Sie für Bayer 04 Leverkusen in der Bundesliga. Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie für den damaligen Schweizer Nationalspieler Tranquillo Barnetta eingewechselt wurden?
Yesil:
Mit der Einwechslung ging ein Traum von mir in Erfüllung. Schon als kleines Kind wollte ich immer Profifußballer werden. Obwohl ich nur acht Minuten Spielzeit hatte, war das Gefühl damals beim 3:3 gegen Hertha BSC unbeschreiblich.

Von der „Werkself“ führte Ihr Weg nach England zum großen FC Liverpool, bei dem Sie einen Vier-Jahres-Vertrag erhielten. Was haben Sie bei den „Reds“ für Ihr Leben mitgenommen?
Yesil:
Ich bin gut erzogen worden und wusste, wie ich mich gegenüber meinen Mitmenschen zu verhalten hatte. (lacht) Aber als junger Mensch war es nicht einfach, mit den Medien umzugehen. Ich musste aufpassen, wie und vor allem was ich sage. Insgesamt ist sicher nicht alles optimal gelaufen, während der letzten Saison wurde ich auch an den FC Luzern in die Schweiz ausgeliehen. Ein Pflichtspiel durfte ich für die „Reds“ im Cup-Wettbewerb gegen Swansea an der Anfield Road absolvieren. Das bleibt unvergessen.

Wie war es für Sie, mit den Weltstars Steven Gerrard oder Luis Suarez in einer Kabine zu sitzen?
Yesil:
Ich kannte Steven Gerrard nur aus dem Fernsehen oder von der Playstation. Es hatte zwei bis drei Wochen gebraucht, bis ich das alles realisiert hatte. Am Anfang konnte ich es selbst gar nicht glauben. (lacht)

Das ganze Interview lesen Sie auf FUSSBALL.DE.

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