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SuS Niederschelden: Für Eckball das Bundesland wechseln

Grenze verläuft über das Spielfeld des westfälischen Bezirksligisten.
In Rheinland-Pfalz das Ligaspiel gucken und in Nordrhein-Westfalen die Stadionbratwurst kaufen. Gibt’s nicht? Doch, gibt es. In der Bezirksliga Westfalen ist das beim SuS Niederschelden im Siegerland möglich. Kurios: Die Bundesländer-Grenze verläuft sogar mitten über das Spielfeld. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht SuS-Pressewart Felix Winkel über die besondere Spielstätte am „Rosengarten“.

FUSSBALL.DE: Was war zuerst da: Der Sportplatz oder die Landesgrenze, Herr Winkel?

Felix Winkel: Unser Verein wurde bereits 1908 gegründet. Die Spielstätte wurde erst in de n Jahren 1925/1926 – im Rahmen der damaligen „Notstandsarbeit“ – gebaut. Auf dem Areal, auf dem sich einst die Grube Henriette befand, entstand so der „Rosengarten“. Namensgeber war der Stollen „Rosengarten“, einer der zahlreichen Stollen im Tal Richtung Giebelwald, in denen Eisenerz abgebaut wurde. Die Bundesländer in ihrer jetzigen Form gibt es erst seit der Nachkriegszeit. Die Grenze beruht auf früheren Gemarkungen. Dort war schon immer die Grenze zwischen Mudersbach und Niederschelden. Dass diese nun mitten über unsere Platzanlage führt, ist tatsächlich ungewöhnlich.

Wie verläuft die Grenze über den Platz?

Winkel: Unser Platz befindet sich zu etwa 90 Prozent in Nordrhein-Westfalen. Die Zone in Rheinland-Pfalz verläuft quasi auf der Seitenauslinie und macht im unteren Teil noch einen leichten Knick Richtung Spielfeldmitte. Für einen Eckball müssen die Spieler also teilweise das Bundesland wechseln. Die Tore fallen aber immer in NRW.

Sind die Stellen außerhalb des Rasens markiert?

Winkel: Nein, das nicht. Bei uns sind die Grenzen fließend. Besonders macht den Verein, dass auch unsere Mitglieder aus zwei Bundesländern kommen. Niederschelden in NRW und Mudersbach in Rheinland-Pfalz sind die Haupteinzugsgebiete des SuS. Beide Orte trennen nur rund vier Kilometer. In Mudersbach gibt es auch den Stadtteil Niederschelderhütte. Dort wurde zur Zeit des Eisenabbaus von Niederschelden aus eine Hütte bewirtschaftet. Der Rosengarten hat also schon immer in beiden Bundesländern seine Wurzeln.

Mit einem Augenzwinkern gefragt: In welchem Bundesland wird denn der bessere Fußball gespielt?

Winkel: Man kann nicht sagen, dass in einem der beiden Bundesländer die Pässe genauer oder die Eckbälle gefährlicher wären. (lacht) Allerdings ist es schon so, dass der Bereich in Rheinland-Pfalz durch den benachbarten Wald weniger Sonneneinstrahlung abbekommt. So bleibt dort im Winter der Schnee schon einmal ein wenig länger liegen.

Das komplette Interview über die Platzanlage des SuS Niederschelden lesen Sie auf FUSSBALL.DE.

Fotos: SuS Niederschelden

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