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Galopp Dortmund: Riesenaußenseiter Rainmaker sorgt für Toto-Beben

Achtjähriger Wallach gewinnt auf schneenasser Bahn zum Totokurs 708:10.
Außenseitersiege sind gerade bei den Sandbahn-Rennen im deutschen Galopprennsport keine Seltenheit. Doch der Erfolg von Rainmaker am Sonntag auf der schneenassen Galopprennbahn in Dortmund-Wambel war eine echte Sensation. Das spiegelte sich in der außergewöhnlichen Siegquote von 708:10 wider.

Es blieb allerdings der einzige „Toto-Schocker“ am zweiten Renntag des Jahres, der sechs Leistungsprüfungen im Sinne der Vollblutzucht unter strengen Corona-Regeln vorsah. „Es war ein Renntag unter schwierigen äußeren Bedingungen“, sagte der Präsident des Dortmunder Rennvereins, Andreas Tiedtke. „Leider gab es beim Wettanbieter pferdewetten.de einen zweistündigen Ausfall. Wir hoffen sehr, dass es beim nächsten Renntag am kommenden Sonntag wieder besser läuft.“

Yasmin Almenräders Sioux nach Kampf erfolgreich

Der sportliche Höhepunkt des Tages, das „Prince Khalid bin Abdullah“-Rennen, war eine mit 5.000 Euro dotierte Prüfung über 2.500 Meter. Nach einem packenden Finale siegte der sechsjährige Sioux (37:10) aus dem Mülheimer Quartier von Trainerin Yasmin Almenräder nach Kampf gegen den lange führenden Lauberhorn Rocket. Im Sattel des Siegers, der dem Dortmunder Rennbahn-Fotografen Marc Rühl gehört, saß die Niederländerin Anna van den Troost. „Sioux ist unkompliziert und ein Supertyp, der Liebling im Stall“, sagte die Belgierin.

Im „Preis der Viererwette“ über 1.950 Meter triumphierte die 57:10-Mitfavoritin Jolene, trainiert von Romy van der Meulen (Rijkevoort/NL), geritten von Nachwuchsreiter Leon Wolff (Köln). Dahinter kamen mit Power Bullet und Zenith weitere Formpferde ins Ziel, der Außenseiter Hemmingway vervollständigte die Viererwette, die 11.429:10 zahlte. Zum Auftakt des Renntags holte der 36:10-Mitfavorit Taurus mit Lilli-Marie Engels (Langenhagen) das Rennen über 1.800 Meter nach Iffezheim. Trainer ist dort Manfred Weber.

Erster Sieg für Trainer Gerhard Prodöhl

Danach gab es in einem weiteren Rennen über 1.800 Meter die Sensation durch den achtjährigen Wallach Rainmaker. „Er ging immer weiter und weiter“, sagte Siegreiter Concetto Santangelo, der ein großes Lob von Trainer Gerhard Prodöhl bekam. „Ich muss Concetto auch noch einmal danken, dass er mir Mut machte auf die weitere Distanz zu gehen“, so der Dortmunder Prodöhl, der den ersten Sieg seiner Karriere feierte. Zuletzt war Rainmaker zweimal über 1.200 Meter gelaufen.

Den Sieg über die Sprintstrecke von 1.200 Meter schnappte sich Nachwuchsreiter Shuichi Terachi auf dem fünfjährigen Latino (35:10), der von Ralf Rohne in Düsseldorf vorbereitet wird. Der japanische Jockey war kurzfristig für den irischen Auszubildenden Sean Byrne eingesprungen – ein sogenannter Kistenritt.

Im Rennen über 2.500 Meter ließ die fünf Jahre alte Stute Aljondra (66:10) dem klaren Favoriten Wikileaks keine Chance. Unter Robin Haedens siegte sie für Trainer Axel Kleinkorres (Mülheim). Wegen einer Behinderung des Drittplatzierten All Prince gab es eine Überprüfung durch die Rennleitung, doch die Reihenfolge blieb unverändert. Am Ende hatte Aljondra elf Längen Vorsprung auf Wikileaks.

Foto-Quelle: Marc Rühl/DRV

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