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RWE-Trainer Christian Neidhart: „Art und Weise hat gepasst“

52-Jähriger mit Leistung beim 0:0 in Wiedenbrück nicht unzufrieden.
Trotz des Punktverlustes zum Rückrundenstart (0:0 beim SC Wiedenbrück) war Christian Neidhart, Trainer von Spitzenreiter und Aufstiegsfavorit Rot-Weiss Essen, keineswegs sauer. „Die Art und Weise unseres Auftritts hat gepasst. Nur das Ergebnis war enttäuschend“, so der 52-jährige Fußball-Lehrer im kicker– und MSPW-Gespräch.

Die Ostwestfalen ärgerten den Herbstmeister damit schon zum zweiten Mal. Hatte im Hinspiel an der Hafenstraße (1:1) noch Wiedenbrücks Linksverteidiger Daniel Latkowski (29) den Essenern mit einem sehenswerten Last-Minute-Treffer den greifbar nahen Auftakterfolg verdorben, war es diesmal vor allem der bärenstarke SCW-Torhüter Marcel Hölscher (29), der den Rot-Weissen „den Sieg nicht gegönnt hat“, wie es Neidhart formulierte: „Mindestens vier Bälle hat er überragend gehalten.“

So scheiterte RWE-Torjäger Simon Engelmann (31) schon in der Anfangsphase mit einem Foulelfmeter am gut reagierenden Hölscher und verpasste so die Chance, die Begegnung schon früh in Richtung des Ligaprimus zu lenken. Auch gegen Isaiah Young (22), einen Kopfball von Abwehrspieler Alexander Hahn (27) und in der Schlussphase gegen den eingewechselten Marcel Platzek (30) zeigte der Wiedenbrücker Schlussmann glänzende Paraden und hielt damit das Remis für seine Mannschaft fest.

Christian Neidhart legte dennoch in erster Linie den Fokus auf die positiven Aspekte. „Die Jungs haben bis zur letzten Minute alles versucht, da gab es nichts zu meckern“, so der RWE-Trainer. Außerdem bewährte sich die Systemänderung vom gewohnten 4-1-4-1-System zu einer 3-4-3-Formation. Dafür rückte der etatmäßige Sechser Dennis Grote (34) zwischen die beiden Innenverteidiger Daniel Heber (26) und Hahn, um eine Dreierkette in der Abwehr zu formieren. Gleichzeitig rückten die beiden Außenverteidiger Sandro Plechaty (23) und Kevin Grund (33) ins Mittelfeld vor, während Joshua Endres (23) und Young mit Engelmann einen Dreiersturm bildeten.

„Durch unsere Systemänderung konnten uns die Wiedenbrücker nicht so anlaufen, wie sie es gewohnt sind, und bekamen so keinen Zugriff“, stellte Neidhart zufrieden fest. „Deshalb haben sie schnell umgestellt und sich hinten eingeigelt.“ Das funktionierte schließlich dank Torhüter Hölscher.

Auf ein ähnliches Geduldspiel stellt der Essener Trainer seine Mannschaft auch schon für die kommende Heimpartie gegen Schlusslicht Bonner SC (Samstag, 14 Uhr) ein. „Der BSC steckt im sportlichen Überlebenskampf und wird alles versuchen, um uns das Leben so schwer wie möglich zu machen“, warnt Christian Neidhart und hofft, dass der angeschlagene Flügelstürmer Endres (Schlag auf den Fuß) rechtzeitig fit wird. Gutes Omen: Seit dem Remis zum Saisonstart gegen Wiedenbrück gab RWE im eigenen Stadion keinen Zähler mehr ab, holte neun Heimsiege hintereinander.

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