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RWE-Torjäger Simon Engelmann: „Das nehmen wir mit“

West-Regionalligist konzentriert sich nach Pokal-Aus auf die Liga.
Nach dem Aus im Viertelfinale des DFB-Pokals (0:3 gegen Holstein Kiel) richtet sich beim West-Regionalligisten Rot-Weiss Essen die Konzentration wieder auf die Liga und den ersehnten Aufstieg in die 3. Liga. „Wir haben eine super Pokalserie gespielt und liegen auch in der Liga sehr gut im Rennen“, so RWE-Torjäger Simon Engelmann (Foto), der zuvor in allen drei Pokalrunden für die Rot-Weissen getroffen hatte. „Wir haben viel Selbstvertrauen getankt. Das können wir mitnehmen wollen am Sonntag gegen Fortuna Köln wieder einen Sieg einfahren.“

Auch die zumindest unglückliche Elfmeter-Entscheidung vor dem 0:1, als Schiedsrichter Markus Schmidt (Stuttgart) ein vermeintliches Foul von Dennis Grote am Kieler Finn Porath geahndet und der Video-Schiedsrichter nicht eingegriffen hatte, wollte Engelmann nicht als alleinige Begründung für aus Ausscheiden anführen: „Wir hatten auch danach noch genug Zeit, das Spiel zu drehen. Leider haben wir das diesmal nicht geschafft.“

Ex-Partner Dr. Michael Kölmel kassiert 288.000 Euro

Unter dem Strich bleibt für den Viertligisten eine herausragende Pokalsaison mit Siegen gegen Arminia Bielefeld (1:0), Fortuna Düsseldorf (3:2) und Bayer 04 Leverkusen (2:1 nach Verlängerung). Dadurch flossen TV-Gelder in Höhe von 1,92 Millionen Euro in die Vereinskasse. 15 Prozent dieser Einnahmen (288.000 Euro) gehen allerdings an den früheren Vermarktungspartner Dr. Michael Kölmel (München), der noch bis 2030 an TV-Einnahmen des Traditionsvereins partizipiert.

Kölmel hatte RWE Ende der 1990er-Jahre vor dem drohenden Aus bewahrt und einen zweistelligen Euro-Betrag in den Klub investiert. Der Verein hatte die Hoffnung, sich durch das Insolvenzverfahren von 2010/2011 komplett von Kölmel lösen zu können. Dagegen klagte der Sportrechte-Händler vor Gericht.

Weitere Stimmen zum Spiel:

Christian Neidhart (Cheftrainer Rot-Weiss Essen): „Wir sind gut ins Spiel gekommen und waren bei Standards sehr präsent. Wir standen ordentlich, haben das gut gemacht und uns auch Möglichkeiten erspielt. Zur Situation vor dem Strafstoß: Während des Spiels habe ich von meiner Position aus nichts gesehen. Im Nachhinein würde ich sagen, dass es kein Elfmeter war. Finn Porath macht das clever und knickt schon vorher ein. Ich hätte ihn nicht gegeben. Es ist nicht einfach für die Schiedsrichter, aber wenn man im Pokal die Möglichkeit hat, so eine Situation zu prüfen, sollte man das auch tun. Wenn das erste Gegentor nicht fällt, fällt das zweite Tor auch nicht. Ich bin stolz auf die Jungs und stolz auf die Pokalsaison, die wir gespielt haben. Alles, was vorher gelaufen ist, war überragend. Jetzt ist die Enttäuschung groß. Nun liegt der Fokus auf der Meisterschaft. Es gilt, die drei Punkte gegen Fortuna Köln am Sonntag hier zu Hause zu holen.“

Ole Werner (Cheftrainer Holstein Kiel): „Das Ergebnis war klarer, als es der Spielverlauf war. Es war erwartet schwer, wir sind nicht gut reingekommen. Der Elfmeter und dann direkt nachzulegen, das hat uns natürlich gut getan. Ich habe mir die Situation, die zum Strafstoß führte, nicht mehr angeschaut. Am Ende ist es in der einen oder andere Szene brenzlig geworden. Ich hatte mir phasenweise schon mehr Aktivität gewünscht, dennoch haben wir nicht viele Chancen zugelassen. Wir haben hier bestanden, wo schon ganz andere Mannschaften gestrauchelt sind.
Wir sind stolz. Wir haben etwas geschafft, was für den Verein einmalig ist.“

Dennis Grote (Mittelfeldspieler Rot-Weiss Essen): „Vor dem Elfmeter rutschen wir eher aneinander vorbei. Ich ziehe noch zurück. Von ihm ist es clever, von mir ein bisschen dumm. Ich habe mit dem Schiedsrichter gesprochen, er hat mir aber auch sofort die Gelbe Karte gegeben. Er sagte, dass sich der Video-Schiedsrichter das anschauen würde. Mehr kann ich nicht tun. Das ist ärgerlich und sehr bitter, weil wir sehr gut im Spiel waren, viel Ballbesitz hatten, viele Standards bekommen haben – bis eben zum unglücklichen Elfmeter.“

Simon Engelmann (Torjäger Rot-Weiss Essen): „Klar, wir sind enttäuscht, aber wir können erhobenen Hauptes aus dem Wettbewerb gehen. Der Trainer hat uns in der Halbzeit gesagt, dass wir ruhig bleiben sollen. Wenn wir ein Tor machen, sind wir wieder im Spiel. Leider ist uns das nicht geglückt. Ich glaube, wir haben eine super Pokalserie gespielt und auch in der Liga sind wir super drauf. Das können wir mitnehmen, haben Selbstvertrauen und wollen am Wochenende in der Liga wieder einen Sieg einfahren.“

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