Startseite / Fußball / 1. Bundesliga / DFL verzeichnet Umsatzminus im Profifußball von 5,7 Prozent

DFL verzeichnet Umsatzminus im Profifußball von 5,7 Prozent

Auswirkungen der Corona-Krise treffen Bundesliga und 2. Bundesliga.
Die Auswirkungen der Corona-Krise haben in der Saison 2019/2020 für einen erheblichen Umsatzrückgang des deutschen Profifußballs gesorgt. Die Folgen der Pandemie zeigen sich erwartungsgemäß auch in den kumulierten wirtschaftlichen Kennzahlen von Bundesliga und 2. Bundesliga – vor allem weil sämtliche Begegnungen ab dem 26. Spieltag ohne Stadionbesucher stattfinden mussten. Dies hat allein in der Bundesliga zu einem entsprechenden Rückgang des Ticketabsatzes in Höhe von 30 Prozent auf 363,5 Millionen Euro geführt. Das gab die Deutsche Fußball-Liga (DFL) am Dienstag bekannt.

Insgesamt haben die 18 Bundesliga-Klubs in der Saison 2019/2020 rund 3,8 Milliarden Euro erlöst – das ist ein Rückgang um etwa 5,4 Prozent. Die 2. Bundesliga erzielte einen Gesamtumsatz von 726 Millionen Euro und lag damit etwa 7,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. In Summe bedeutet dies einen Umsatzrückgang von 5,7 Prozent bezogen auf beide Spielklassen. Dies geht aus dem veröffentlichten „DFL Wirtschaftsreport 2021“ hervor, der die kumulierten ökonomischen Kennzahlen der Bundesliga und 2. Bundesliga für die Saison 2019/20 abbildet.

Die volkswirtschaftliche Bedeutung des deutschen Profifußballs bleibt unverändert: 52.786 Personen waren während der letzten Spielzeit direkt oder indirekt rund um die Bundesliga und 2. Bundesliga beschäftigt. 1,4 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben haben die 36 Klubs an die Finanzbehörden sowie die Sozial- und Unfallversicherungen entrichtet. Über die letzten zehn Spielzeiten betrachtet liegt die Summe der abgeführten Steuern und Abgaben bei 10,6 Milliarden Euro.

Corona-Pandemie wird Saison 2020/2021 noch stärker treffen

„Die Corona-Krise hat weltweit mit ihrem gewaltigen Ausmaß alle Lebensbereiche unvorbereitet getroffen, so auch den deutschen Profifußball“, sagt Christian Seifert, Sprecher des DFL-Präsidiums: „Bundesliga und 2. Bundesliga haben in den letzten 20 Jahren eine ökonomische Basis gebildet, auf der beide Ligen ihre künftige Entwicklung aufbauen können. Angesichts der enormen Auswirkungen der Pandemie ist aber für alle Klubs weiterhin ein diszipliniertes und weitsichtiges wirtschaftliches Handeln zwingend erforderlich.“

Der Gesamtumsatz in der Saison 2019/2020 bedeutet für die Bundesliga dennoch den dritthöchsten Wert aller Zeiten – die 2. Bundesliga erlöste nur einmal mehr als in der Spielzeit 2019/2020. Klar ist allerdings auch, dass für die Saison 2020/2021 noch wesentlich stärkere Corona-Auswirkungen zu verzeichnen sein werden. Dies gilt beispielsweise mit Blick auf den internationalen Transfermarkt. Vor allem aber ist ein zusätzlicher Einbruch der Erträge aus dem Ticketabsatz gewiss: 24 Spieltage der Saison 2020/2021 sind zum jetzigen Zeitpunkt bereits absolviert – größtenteils gezwungenermaßen ohne Stadionbesucher.

Quelle: Deutsche Fußball Liga (DFL)

Das könnte Sie interessieren:

SC Paderborn 07: Angreifer John Iredale ist im Anmarsch

21-Jähriger aus Australien unterschreibt Zwei-Jahres-Vertrag.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.