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Galopp Köln: Glanzvorstellung von Peter Schiergens Ass Nerium

Vierjähriger Hengst aus dem Stall Nizza gewinnt „Carl Jaspers Preis“.
Nerium (Foto) heißt der imponierende Sieger im „Carl Jaspers Preis 2021“. Das mit 44.000 Euro dotierte Rennen für vierjährige und ältere Pferde wurde am Sonntag auf der Kölner Galopprennbahn als sportlicher Höhepunkt des Tages entschieden. Dabei lieferte der in Weidenpesch von Lokalmatador Peter Schiergen vorbereitete Mitfavorit Nerium (31:10) unter dem seit wenigen Monaten für Schiergen tätigen zweimaligen deutschen Jockeychampion und gebürtigen Kasachen Bauyrzhan Murzabayev eine Glanzvorstellung.

Der vierjährige Hengst Nerium gewann im Stile eines Klassepferdes leicht mit zweieinhalb Längen. Auf den Plätzen folgten Mitfavorit Kaspar (Trainer Markus Klug, Köln-Heumar/Jockey Maxim Pecheur, Lohmar) und Sunny Queen (Trainer Henk Grewe, Köln/Jockey Andrasch Starke, Langenfeld). Sieger Nerium steht im Besitz des Stalles Nizza von Privatbankier Jürgen Imm (Freiburg) und stammt auch aus dessen Zucht.

Trainer Peter Schiergen erklärte: „Wir waren nach dem Grand Prix-Aufgalopp von Neriums Laufen etwas enttäuscht. Der Start hat ihn jedoch gefördert, so dass er leicht gewinnen konnte. Kompliment auch an den Jockey, der die Aufgabe mit aller Delikatesse gelöst hat.“

Jockey Bauyrzhan Murzabayev: „Ich hatte sehr viel Mumm auf Nerium. Schon in der Arbeit hat er seine Klasse angedeutet. Er ist ein sehr gutes Pferd, das einiges laufen kann.“

Filip Minarik überreicht Ehrenpreise nach „Hein Bollow-Memorial“

Am 20. April jährt sich der Todestag der Kölner Turf-Legende Hein Bollow. Mit dem „Hein Bollow-Memorial“, einem Stutenrennen für Dreijährige über 2.200 Meter, erinnerte der Kölner Renn-Verein am Sonntag an den großen Sportsmann, der im letzten Jahr im Alter von 99 Jahren verstorben war. Es gewann für das Kölner Gestüt Röttgen die große Außenseiterin Anna Jolie (193:10) unter Jockey Maxim Pecheur.

Bei seinem ersten Auftritt auf der Kölner Galopprennbahn seit seinem Unfall und dem Ende seiner Karriere überreichte der frühere Championjockey Filip Minarik die Ehrenpreise an das siegreiche Team um Sieg-Trainer Markus Klug. Filip Minarik betonte: „Ein herzliches Dankeschön an alle Fans, die mir geholfen haben, wieder ins Leben zurückzukehren. Das ist ein hoch emotionaler Tag für mich.“

Klassische Hoffnungen in Weidenpesch im Fokus

Mit Sejana (14:10) ging die Auftaktprüfung von drei Dreijährigen-Prüfungen an den Kölner Championstall von Henk Grewe. Die im Besitz und der Zucht des Stalles Lucky Owner von Klaus Hofmann (Wiesbaden) stehende Sejana wurde von Andrasch Starke zu einem sicheren Erfolg geritten. Sejana besitzt eine Nennung für die klassischen „1.000 German Guineas“ in Düsseldorf am 30. Mai.

Richtung Deutsches Derby zeigt der Weg von Vallando (18:10) aus dem Gestüt Auenquelle (Rödinghausen) von Karl-Dieter Ellerbracke und Peter Michael Endres. Mit dem Franzosen Lukas Delozier im Sattel imponierte der Schützling von Trainer Marcel Weiß aus Mülheim an der Ruhr im „Sauren Nachhaltigkeit-Rennen“ über 1.850 Meter, der zweiten Dreijährigen-Prüfung des Tages. Für den Lord of England-Sohn geht es jetzt im Hoppegartener „Derby-Trial“ weiter.

Geschäftsführer Philipp Hein: „Sehr emotionaler Renntag“

Auch bei der zweiten Saisonveranstaltung 2021 veranstaltete der Kölner Renn-Verein ohne Besucher. Zwölf Leistungsprüfungen fanden erneut nach den Abstands- und Hygienevorschriften des Dachverbandes „Deutscher Galopp“ auf der Bahn in Köln Weidenpesch statt.

Geschäftsführer Philipp Hein: „Es war ein sehr emotionaler Renntag für uns alle mit dem Wiedersehen von Filip Minarik. Ein besonderes Dankeschön gilt unserem Sponsor Ralf Berger, der uns in diesen schwierigen Zeiten zur Seite steht.“

Die nächste Veranstaltung auf der Galopprennbahn in Köln-Weidenpesch findet am Sonntag, 2. Mai, statt. Im sportlichen Mittelpunkt steht dann mit dem „Karin Baronin von Ullmann-Schwarzgold-Rennen“, eine Prüfung über 1.600 Meter, dotiert mit 33.000 Euro.

Foto-Quelle: Kölner Renn-Verein/Klaus-Jörg Tuchel

 

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