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Fast sicher: Preußen Münster darf sich auf DFB-Pokal freuen

Nach Saisonabbruch der drei NRW-Fußballverbände ohne Wertung.


Nichts geht mehr. Die drei NRW-Fußballverbände Mittelrhein (FVM), Niederrhein (FVN) und Westfalen (FLVW) haben einmütig das vorzeitige Ende der Spielzeit 2020/2021 wegen der Corona-Pandemie beschlossen. Die Saison, die bereits seit Anfang November wegen der behördlichen Anordnungen unterbrochen war, endet damit von der Oberliga bis zur Kreisliga C ohne Wertung, das heißt ohne Meister, ohne Auf- und Absteiger. Grund: Die für eine Wertung der Saison notwendige Mindestanzahl von 50 Prozent aller absolvierten Partien, lässt sich bis zum Saisonende am 30. Juni auch rechnerisch nicht mehr erreichen.

„Angesichts der bundesweiten Notbremsen-Regelung sowie weiter stark steigenden Infektions- und Inzidenzzahlen ist ein realistischer Zeitpunkt für die flächendeckende Wiederaufnahme des Spielbetriebes nicht absehbar“, sagt FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders. FVN-Präsident und DFB-Vize Peter Frymuth ergänzt: „Es ist deutlich geworden, dass auch die Vereine eine Fortsetzung der Saison nicht für realistisch und vor allem sinnvoll halten. Der Wunsch nach Planungssicherheit stand im Vordergrund.“

Die Entscheidung der drei Verbände hat auch für die Regionalliga West erhebliche Auswirkungen. Weil es aus den drei Oberligen statt vier diesmal keine Aufsteiger geben wird, reduziert sich nach Angaben des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV) der Abstieg aus der Regionalliga West entsprechend. Das bedeutet: Statt der ursprünglich vorgesehenen fünf Klubs muss nur noch der Tabellenletzte absteigen.

Freuen darf sich voraussichtlich auch der SC Preußen Münster, der die Saison wohl als bester westfälischer Regionalligist (aktuell elf Punkte vor dem SV Rödinghausen) abschließen wird (U 23-Teams zählen nicht mit). Da es keinen Oberliga Westfalen-Meister gibt, dürfte sich der SC Preußen „kampflos“ für den DFB-Pokal qualifizieren. In der nächsten Saison geht das Pokalticket dafür direkt an den Oberliga-Titelträger.

Sportlich sollen dagegen die Sieger in den drei Verbandspokal-Wettbewerben ermittelt werden. Favorisierte Lösung, die in Westfalen bereits bestätigt ist und sich am Niederrhein abzeichnet: Die verbliebenen Dritt- und Regionalligisten, die als einzige Vereine in NRW trainieren und spielen dürfen, machen die Teilnehmer am DFB-Pokal unter sich aus. So soll gewährleistet werden, dass am „Finaltag der Amateure“ am Samstag, 29. Mai, auch die drei West-Verbände ihre Pokalsieger ausspielen können. Die (mehr oder weniger freiwillig) ausgeschiedenen Amateurklubs erhalten eine kleine finanzielle Entschädigung und/oder einen direkten Startplatz im Verbandspokal 2021/2022.

Autor: Ralf Debat/MSPW für „kicker

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