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Schnapszahl: Kult-Trainer und Experte Peter Neururer jetzt „66“

Seine erfolgreichste Zeit erlebte er einst beim VfL Bochum.


Kult-Trainer und „Sport1“-Experte Peter Neururer (Foto) wurde an diesem Montag (26. April) 66 Jahre. An die Rente denkt der gebürtige Marler, der zuletzt bis September 2019 als Sportdirektor bei der SG Wattenscheid 09 tätig war und in dieser Saison im Auftrag der Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV) die vertragslosen Profis trainierte, deshalb aber nicht.

Seine erste Trainerstation war von 1984 bis 1985 der TuS Haltern. Zuvor hatte Neururer einen Lehrgang unter Gero Bisanz für seinen Trainerschein absolviert. Nach Stationen bei Westfalia Weitmar und Rot-Weiss Essen (als Co-Trainer unter Horst Hrubesch) wurde Alemannia Aachen sein erster Trainerposten im Profifußball. Dieses Engagement hielt nur ein Jahr. Kurz danach durfte Neururer einen ganz großen Traditionsklub in seine Vita mit aufnehmen – den FC Schalke 04. Obwohl Neururer die „Knappen“ zunächst vor dem Abstieg aus der 2. Liga rettete und dort dann auf Platz zwei führte, wurde die Zusammenarbeit abrupt beendet. Den Bundesliga-Aufstieg schafften die Schalker, bei denen Neururer bis heute Mitglied ist, dann mit Aleksandar Ristic.

Später trainierte Peter Neururer unter anderem den 1. FC Saarbrücken, den 1. FC Köln, Hannover 96, Fortuna Düsseldorf, Kickers Offenbach, LR Ahlen und den MSV Duisburg. Es hielt ihn jedoch bei keinem der Vereine länger als zwei Jahre. Insgesamt war er seit 1984 bei 17 Klubs tätig.

Seine erfolgreichste Zeit erlebte er beim VfL Bochum. Mit dem Revierklub stieg Peter Neururer in die Bundesliga auf und führte die Bochumer sogar in den UEFA-Cup. In Bochum reifte er endgültig zur Kultfigur.

In der Bundesliga betreute er auch Hannover 96 von 2005 bis 2006 – und war vor sechs Jahren nah dran, bei 96 ein zweites Mal Trainer zu werden und die Nachfolge des entlassenen Tayfun Korkut zu übernehmen. Es kam jedoch anders. Die Verantwortlichen der Niedersachsen entschieden sich für Michael Frontzeck. So blieb Peter Neururers zweites Engagement beim VfL Bochum (April 2013 bis zu seiner Entlassung im Dezember 2014) seine vorerst letzte Trainerstation bei einem Verein.

Von 2017 bis 2019 betreute „Peter der Große“ schon einmal die VDV-Auswahl arbeitsloser Profis, ehe er für ein knappes halbes Jahr in Wattenscheid anheuerte. Dort sollte sein Vertrag eigentlich für drei Jahre gelten (bis 2022). Schon nach wenigen Monaten ging dem Klub aber das Geld aus, die Mannschaft musste sogar vom Spielbetrieb der Regionalliga West abgemeldet werden.

Mit Ehefrau Antje wohnt Neururer in Gelsenkirchen-Buer, nur einen Steinwurf von der Schalker Veltins-Arena entfernt. Das Paar hat zwei Kinder, Sohn Jörn und Tochter Kristin. 2012 erlitt der passionierte Golfer Neururer einen Herzinfarkt, kehrte aber nur wenige Monate später auf die Fußballbühne zurück.

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