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Galopp Köln-Weidenpesch: Zerrath-Stute krönt Klug-Festival

153:10-Außenseiterin Belcarra gewinnt sensationell „Schwarzgold-Rennen“.
Die 153:10-Außenseiterin Belcarra hat am Sonntag auf der Galopprennbahn in Köln-Weidenpesch das mit 33.000 Euro dotierte „Karin Baronin von Ullmann-Schwarzgold-Rennen“ gewonnen. Die Traditionsprüfung für dreijährige Stuten führte über 1.600 Meter und gilt als eines der wichtigsten Vorbereitungsrennen für den ersten deutschen Klassiker, die „German 1000 Guineas“, am 28. Mai in Düsseldorf.

Dabei lieferte die in Köln-Heumar von Markus Klug vorbereitete Belcarra unter Jockey Martin Seidl (Köln) nach Einschätzung von Beobachtern eine Glanzvorstellung. Auf den Plätzen landeten Wismar (Bauyrzhan Murzabayev/Köln) und Marlar (Maxim Pecheur/Lohmar). Die Favoritin Noble Heidi endete nur auf Rang fünf.

Die Überraschungssiegerin Belcarra steht im Besitz des Insolvenzverwalters Ulrich Zerrath aus Münster, der zuletzt unter anderem das Verfahren beim Fußball-Viertligisten Wuppertaler SV erfolgreich abgewickelt hat. Zerrath kaufte Belcarra im englischen Doncaster für 15.000 Pfund (umgerechnet ca. 17.200 Euro). Das hat sich definitiv gelohnt. Allein für den Sieg in Köln gab es jetzt eine Siegprämie von 19.000 Euro.

Martin Seidl, Jockey von Belcarra, erklärte nach dem Rennen: „Wir hatten einen super Rennverlauf. Ich lag an dritter, vierter Stelle hinter der Favoritin. In der Zielgeraden ging dann im richtigen Augenblick eine Lücke auf. Danach hatte sie alles schnell geregelt. Belcarra ist eine Stute mit einigem Potenzial.“ Trainer Markus Klug meinte: „Was soll ich sagen, ich bin einfach nur sprachlos. Die Leistung von Belcarra ist kaum in Worte zu fassen. Marlar hatte an der Innenseite ein sehr unglückliches Rennen.“

Fünf aus fünf und Jubiläumstreffer: Markus Klug jubelt

Auch beim dritten Saisonrenntag veranstaltete der Kölner Renn-Verein ohne Besucher. Elf Leistungsprüfungen fanden auf der Galopprennbahn in Weidenpesch statt. Eine beeindruckende Fünferserie landete dabei Trainer Markus Klug (Köln-Heumar), der in fünf Rennen Pferde sattelte und auch fünfmal den Sieger stellte.

Gleich mit einem Paukenschlag begann der Renntag. In der Auftaktprüfung für die dreijährigen Stuten auf der 1.850 Meter-Strecke überraschte mit Gestüt Röttgens Well Protected zum Toto-Kurs von 146:10 eine gänzlich unterschätzte Teilnehmerin. Gleich im Anschluss punktete das Erfolgsdoppel Klug/Pecheur gleich noch zweimal. Mit Stall Dipolis Divio (30:10) bezwang man dabei sogar den Favoriten Redford (Trainer Henk Grewe, Köln/Jockey Andrasch Starke, Langenfeld).

Und auch im „Ito-Rennen“ über 2.200 Meter, bei dem sechs der neun Protagonisten noch über eine Derby-Nennung verfügen, gab es einen Klug-Erfolg auf der ganzen Linie. Denn mit Aff un zo (24:10) und der Debütantin Kiss from Greta (Martin Seidl) machten die Stallgefährten das Rennen unter sich aus. Dabei zündete Aff un zo mit Maxim Pecheur den Turbo und gewann gegen die bereits auf fünf Längen enteilte Kiss from Greta am Ende noch deutlich. Neben dem Hauptrennen sattelte Markus Klug auch den Sieger Flitsch, der unter der Mülheimer Nachwuchsreiterin Amina Mathony als 600. Sieger des Röttgener Erfolgstrainers zurückkehrte.

Die nächste Veranstaltung auf der Galopprennbahn in Köln-Weidenpesch findet am Pfingstmontag, 24. Mai, statt. Im sportlichen Mittelpunkt steht dann das klassische „Mehl-Mülhens-Rennen“, eine Prüfung über 1.600 Meter, dotiert mit 100.000 Euro.

Foto-Quelle: Sabine Effgen/Kölner Renn-Verein

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