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Galopp Köln-Weidenpesch: Best of Lips jetzt auch Derby-Favorit

Dreijähriger Suborics-Hengst gewinnt 186. Union-Rennen eindrucksvoll.
Best of Lips (Foto) heißt der Sieger im 186. Union-Rennen auf der Galopprennbahn in Köln-Weidenpesch. Der mit 65.000 Euro dotierte Klassiker für dreijährige Pferde gilt als die wichtigste Derbyvorprüfung für das „Blaue Band“ in Hamburg. Dabei lieferte der vor Ort von Andreas Suborics vorbereitete Best of Lips (34:10) unter seinem französischen Jockey Lukas Delozier, der Kusshände ins Kölner Publikum warf, eine Galavorstellung ab und avancierte damit zum neuen Derby-Favoriten.

Best of Lips, als Zweijähriger bereits „Winterfavorit“, gewann im Stile eines Klassepferdes überlegen mit 4 3/4 Längen. Auf den Plätzen folgten Dolcetto (Michael Cadeddu/Trainer Henk Grewe, Köln) und Sky Out (Alexander Pietsch/Trainer Markus Klug, Köln-Heumar). Favorit Virginia Storm (Trainer Henk Grewe) mit Andrasch Starke im Sattel endete nur auf Rang fünf.

Sieger Best of Lips steht im Besitz des Stalles Lintec. Dahinter firmiert Hans-Dieter Lindemeyer (67) aus Taucha bei Leipzig. Der Münchener Gast Mendocino und der Ittlinger Sampras wurden kurzfristig abgemeldet. Zum traditionsreichen Union-Renntag 2021 veranstaltete der Kölner Renn-Verein erstmals in diesem Jahr mit 1.000 Besuchern. Zehn Prüfungen fanden auf der Galopprennbahn in Köln-Weidenpesch statt.

Erfolgstrainer Andreas Suborics: „Hoch emotional für uns alle“

Andreas Suborics, Trainer von Best of Lips, erklärte: „Ich habe immer an das Pferd geglaubt. Best of Lips hat eine unbeschreibliche Vorstellung abgeliefert. Danke an mein gesamtes Team. Das war hoch emotional für uns alle.“

Hans-Dieter Lindemeyer, Besitzer von Best of Lips: „Das war mal ein Ausrufezeichen auf die Frage, ob Best of Lips über die Distanz von 2.200 Meter kommt. Eindrucksvoller konnte er nicht laufen. Mit dieser Art und Weise habe ich nicht gerechnet.“ Im Derby ist die Distanz mit 2.400 Metern noch ein wenig länger.

Naida holt den Weidenpescher „Marathon“

In einem schnell gelaufenen zweiten Tageshöhepunkt, dem Weidenpescher Steher Cup (15.000 Euro Preisgeld) über 3.000 Meter gewann Gestüt Niederrheins Naida in überlegener Manier. Unter ihrem Reiter Michael Cadeddu zeigte die fünfjährige Stute aus dem Mülheimer Quartier von Trainerin Yasmin Almenräder eine erstaunliche Leistung in diesem Rennen. Ida Alata (Andrasch Starke) und Memphis (Sibylle Vogt) hatten auf den Plätzen das Nachsehen.

Gleich zum Auftakt sahen die 1.000 Besucher einen imponierenden Debütsieger (17:10) mit dem zweijährigen Hengst Arano (Gestüt Auenquelle, Rödinghausen). Dabei servierte ihm Jockey Andrasch Starke einen ungefährdeten Start-Ziel-Erfolg. Auch in einer Zielfotovergrößerung des anschließenden „Private Banking Cups“ waren die Protagonisten The Conqueror (19:10) und Gestüt Röttgens Wilma (16:10) nicht voneinander zu trennen. Beide endeten deshalb im „toten Rennen“. Somit standen mit Eduardo Pedroza und Martin Seidl zwei Siegjockeys sowie mit Andreas Wöhler und Markus Klug zwei Erfolgstrainer auf dem Siegertreppchen.

Sechster Sieg in Serie für Ralph Schaafs Dervonotti

Einen besonderen Erfolg landete auch der aus Mülheim angereiste Seriensieger Dervonotti. Der von Ralph Schaaf am dortigen Raffelberg trainierte Hengst des Stalles Berotti gewann sein sechstes Rennen in Folge. Im Sattel saß seine ständige Reiterin Steffi Koyuncu.

Philipp Hein, Geschäftsführer des Kölner Renn-Verein, freute sich über eine stimmungsreiche Veranstaltung und zog ein positives Fazit: „Mir ist wie vielen Aktiven ein Stein vom Herzen gefallen. Endlich gab es wieder eine Veranstaltung mit Zuschauern. Diese Atmosphäre hat uns so gefehlt.“

Die nächste Galopprennveranstaltung im Weidenpescher Park findet am Mittwoch, 23. Juni, mit einem dazu gehörigen EM-Tippspiel statt. Der Vorverkauf für den ersten After Work-Renntag der Saison hat bereits begonnen.

Foto-Quelle: Kölner Renn-Verein/Sabine Effgen

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