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Galopp Dortmund: Liberty London triumphiert für Gestüt Ittlingen

Besitzer Manfred Ostermann lässt Stute demnächst in Frankreich starten.
Die Stute Liberty London (Foto) hat am Sonntag auf der Galopprennbahn in Dortmund-Wambel mit einer überzeugenden Leistung den „Dortmund Grand Prix“ gewonnen – ein internationales Rennen über 1.750 Meter. Rund 800 Menschen verfolgten den Renntag vor Ort. Bei angenehmen Sommertemperaturen herrschte wieder „ein Hauch von Normalität“, freute sich der Präsident des Dortmunder Rennvereins, Andreas Tiedtke. „Wir hoffen natürlich, dass es im September bei unserem Saisonhighlight, dem St. Leger-Renntag, noch deutlich mehr Besucher sein werden.“

Im „Dortmund Grand Prix“ traten sieben Pferde um die Gesamtdotierung von 40.000 Euro an, doch für die Siegprämie von 23.000 Euro kam nur die fünfjährige Liberty London im Besitz des Gestüts Ittlingen (Werne) von Manfred Ostermann in Frage. Als Jockey Andrasch Starke in der Zielgeraden das Tempo anzog, war das Rennen schnell entschieden. „Das ging spielend leicht und war schon beeindruckend“, sagte der mehrfache Championjockey. „Ich glaube das war noch nicht alles für diese Jahr.“

Besitzer Manfred Ostermann, auch Vizepräsident des Dortmunder Rennvereins, sagte: „Ich bin überglücklich. In Deutschland haben wir nicht mehr viele Optionen mit ihr. Deshalb tendiere ich zu einem Start während des Sommermeetings im französischen Deauville.“ Die 34:10-Siegerin, die von Waldemar Hickst (Köln) trainiert wird, gewann leicht mit knapp drei Längen vor Sahib’s Joy und Wildfang. Der favorisierte dreijährige Mythico enttäuschte als Vierter ein wenig, während der bereits zehnjährige Potemkin – zweimaliger Gewinner dieser Prüfung aus dem Mitbesitz von Ex-Fußball-Nationalspieler Klaus Allofs (Düsseldorf) – überhaupt nicht ins Rennen kam und auf dem vorletzten Platz landete.

Starke, de Vries und Murzabavey Doppelsieger

Andrasch Starke ritt noch eine zweite Siegerin: Whizzair holte sich nach zwei zweiten Plätzen ein Rennen über 2000 Meter für dreijährige Stuten. „Whizzair ist noch sehr grün, als wir vorne waren, fing sie sofort an zu gucken“, so Starke über die von Markus Klug in Köln-Heumar für das Bergheimer Gestüt Schlenderhan trainierte Stute. Am Totalisator gab es 20 Euro für zehn Euro Einsatz auf Sieg.

Auf zwei Treffer brachte es auch der Niederländer Adrie de Vries: Zuerst für Geert van Kempen mit Fox Kasper (85:10) in einem Rennen über 1.750 Meter, dann iüber 2000 Meter mit der von Claudia Römer vorbereiteten Lady Charlotte (36:10). Und  auch der amtierende Championjockey Bauyrzhan Murzabayev (Köln) durfte in der Siegerliste nicht fehlen: Er gewann auf Epatant (29:10) über 2400 Meter für den niederländischen Trainer Henk Grift. Und zum Abschluss auch mit dem „Dauerbrenner“ Gamgoom (15:10) im Verkaufsrennen über 800 Meter. Es war bereits der 23. Sieg für den zehnjährigen Wallach aus dem Quartier von Mario Hofer (Krefeld) und dem Besitz des Düsseldorfers Guido Schmitt.

Zum Auftakt des Renntags holte sich Trainer Andreas Wöhler (Gütersloh) mit Monteverdi ein Rennen für dreijährige Pferde über die Derbydistanz von 2400 Meter. Im Sattel des 87:10-Siegers war Stalljockey Eduardo Pedroza im Einsatz. Eine eindrucksvolle Vorstellung legte die vierjährige Stute Tangut von „Darius Racing“ (Dr. Stefan Oschmann/Darmstadt) über die extreme Distanz von 3200 Metern ab. Die von Bohumil Nedorostek (Hannover) trainierte 19:10-Favoritin gewann unter Nachwuchs-Champion Leon Wolff (Köln) hochüberlegen mit zehn Längen vor Coriolan.

Eine faustdicke Überraschung brachte der „Preis der Viererwette“ über 1600 Meter. Es gewann der von Maike Riehl (Neunkirchen-Seelscheid) gerittene 299:10-Außenseiter Dark Road, in den Niederlanden von Roy van Eck vorbereitet, vor North Soldier, One Too Many und Kingsbury. Die Quote der Viererwette betrug 401.704:10.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Dortmunder Rennverein

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