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Galopp Köln-Weidenpesch: Sea Bay überlegener „Winterfavorit“

Zweijähriger Grewe-Hengst siegt in Weidenpesch mit neun Längen Vorsprung.
Was für eine Vorstellung! Mit neun Längen Vorsprung gewann der zweijährige Hengst Sea Bay (Foto) hochüberlegen den prestigeträchtigen „Preis des Winterfavoriten“ am Sonntag vor 6.000 Besuchern auf der Galopprennbahn in Köln. Damit avancierte Sea Bay, der zum lohnenden Totokurs von 79:10 erfolgreich war, zum aktuellen Favoriten für das Deutsche Derby 2022. Im Sattel des Siegers saß der Niederländer Adrie de Vries. Auf den Plätzen folgten in der mit 155.000 Euro dotierten Meilenprüfung der Außenseiter Schwarzer Peter (Andreas Helfenbein) und See Hector (Clement Lecoeuvre). Der Favorit Antero (Andrasch Starke) enttäuschte auf der ganzen Linie und endete als Letzter.

Der Sieger Sea Bay wird in Köln-Weidenpesch von Trainer Henk Grewe vorbereitet. Besitzer ist Gerd Mosca (Gestüt Winterhauch, Eberbach am Neckar), Züchter das Gestüt Etzean aus dem hessischen Oberzent. Mit der Veranstaltung endete am Sonntag auf der Galopprennbahn im Weidenpescher Park die Turfsaison 2021. Neun Galopprennen fanden beim Kölner Saisonabschluss statt.

Stimmen zum „Preis des Winterfavoriten“:

Henk Grewe, Trainer von Sea Bay und Millionaire: „Wir haben bewusst die Außenbox beantragt, so dass unsere Pferde auf der besseren Außenbahn unterwegs waren. Ich hatte schon nach der Arbeit am Montag Riesenmumm auf Sea Bay. Das war eine Demonstration. Jetzt können wir über Winter vom Derby träumen.“

Adrie de Vries, Reiter von Sea Bay: „Mein Pferd war hochüberlegen. Ich kam mit vollen Händen in die Zielgerade und dachte nur noch: Ab die Post!“

Überlegene Siegvorstellung des Torquator Tasso-Bruders Tünnes

Das Auftaktrennen gewann in eindrucksvoller Manier der kölsche Hengst Tünnes (18:10) für seinen Besitzer Holger Renz. „Den habe ich bei der BBAG-Auktion in Iffezheim aus Quatsch am Telefon gekauft“, kommentierte Renz den ersten Erfolg des Fuchshengstes. Asterblüte-Trainer Peter Schiergen war dann auch voll des Lobes über die sehenswerte Siegvorstellung des „kleinen Bruders“ von Arc-Sieger Torquator Tasso.

Einen souveränen Start-Ziel-Erfolg erlebten die 6.000 Besucher in der zweiten Tagesprüfung. Der dreijährige Lajoscha (34:10) hatte unter Jockey Michael Cadeddu keine Mühe, das „Ilse und Heinz Ramm-Erinnerungsrennen“ für sich zu entscheiden. „Für ihn geht es jetzt auf höherer Ebene weiter“, strahlte Siegtrainer Miltcho Mintchev. Auch die dritte Tagesprüfung ging mit dem Favorit Why’s Wyoming (28:10) an ein Kölner Pferd. Liubov Grigorieva kam trotz Startverlust mit dem Wallach aus dem Schiergen-Stall noch sicher hin.

16-jähriger Azubi Konstantin Philipp sorgt für Furore

Der Münchner Gast Ballindinas (42:10) gewann für Trainer John David Hillis das Viererwetten-Rennen des Tages. Im Sattel saß der erst 16-jährige Schüler Konstantin Philipp. Für den talentierten Nachwuchsreiter war es bereits der dritte Sieg beim zehnten Ritt.

Neben den neun Galopprennen gab es bei einem stimmungsvollen Saisonfinale auch einen Rückblick auf den Prix de l’Arc de Triomphe in Paris-Longchamp. In einem launigen Interview gab der Züchter des deutschen Siegers Torquator Tasso, Paul Vandeberg, unterhaltsame Einblicke in sein Seelenleben.

Foto-Quelle: Klaus-Jörg Tuchel/Kölner Renn-Verein

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2 Kommentare

  1. Das Pferd heißt Sea Bay, Grüße Frank Schmitz

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