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Bocholt-Stürmerin Sarah Grünheid: Tore und Zwillinge

Interview über bevorstehendes Duell mit RB Leipzig und Mutterrolle.
Deutlich mehr als 100 Tore hat Sarah Grünheid in der 2. Frauen-Bundesliga bereits erzielt. Seit Saisonbeginn stürmt die 31-Jährige für Borussia Bocholt. Die Zwischenbilanz kann sich sehen lassen: Sechs Tore in sechs Ligaspielen. Wir sprechen mit der Stürmerin über die Torjägerkanone für alle und das anstehende Duell gegen RB Leipzig.

FUSSBALL.DE: Mit Ihren drei Treffern hatten Sie entscheidenden Anteil am wichtigen 4:2-Auswärtserfolg beim Aufsteiger SV Henstedt-Ulzburg. Wie groß waren Freude und Erleichterung, Frau Grünheid?
Sarah Grünheid:
Riesig, denn es waren drei ganz wichtige Punkte für uns. Wir hatten deshalb auch spontan im Bus getanzt und eine Party gefeiert. Wir waren auf der Rückreise aus Schleswig-Holstein insgesamt sieben Stunden unterwegs, aber die Zeit verging wie im Flug. Es war wie bei unserem ersten Auswärtserfolg beim FC Ingolstadt 04. Auch da hatten wir eine schöne Rückfahrt. (lacht)

Mit jetzt sechs Saisontreffern liegen Sie in der Torjägerliste aktuell an zweiter Stelle hinter der Nürnbergerin Nastassja Lein, die bislang achtmal erfolgreich war. Wie viele Treffer haben Sie sich für diese Spielzeit vorgenommen?
Grünheid:
Ganz ehrlich: Mir ist viel wichtiger, dass wir als Mannschaft funktionieren. Ich habe mir auch in der Vergangenheit nie eine gewisse Toranzahl vorgenommen und werde es auch so beibehalten. Klar ist, dass ich so viele Treffer wie möglich erzielen und der Mannschaft damit helfen möchte. Wenn es für das Team gut läuft, ist mir mein persönlicher Erfolg so etwas von egal. Mir war das noch nie wichtig.

Am Sonntag kommt in der Liga mit RB Leipzig ein ambitionierter Gegner, der zuletzt aber eine überraschende 0:1-Heimniederlage gegen die SG 99 Andernach hinnehmen musste. Mit welcher Erwartungshaltung gehen Sie in diese Partie?
Grünheid:
Schon in der abgelaufenen Saison hatte unsere Mannschaft gegen RB Leipzig gewonnen. Das würden wir natürlich gerne wiederholen. Bei unseren Gästen läuft es aktuell nicht ganz so rund, wir wollen diese Verunsicherung ausnutzen. Ich weiß, dass RB Leipzig eine gute Mannschaft hat. Aber wir werden auf Sieg spielen.

Sie sind jetzt 31 Jahre. Wie sieht es mit der Karriere nach dem Fußball aus?
Grünheid:
An ein Karriereende denke ich auf jeden Fall noch lange nicht, wenn Sie das meinen. (lacht) Dafür fühle ich mich noch viel zu fit. Momentan bin ich beruflich im Vermögensmanagement bei unseren Geschäftsführern tätig, befinde mich aber bis im Juni 2022 in Elternzeit.

Wie verbinden Sie den Fußball mit der Betreuung Ihrer Zwillinge Luisa und Phil?
Grünheid:
Auf meine Frau Tanja, mit der ich bei Arminia Bielefeld noch zusammengespielt habe, und mich kommt in der Tat viel Arbeit zu. Unsere Zwillinge sind inzwischen 14 Monate und halten uns mächtig auf Trab. (lacht) Unser Zeitmanagement ist sehr ambitioniert, aber wir bekommen das bisher ganz gut unter einen Hut.

Das komplette Interview lesen Sie hier.

Foto-Quelle: Borussia Bocholt/Evangelisches Klinikum Bethel/privat

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