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Galopp Iffezheim: Ebbesloh-Hengst gewinnt 200.000-Euro-Rennen

Georgios als 168:10-Außenseiter für Trainer Peter Schiergen erfolgreich.
Frauenpower zum Auftakt des Herbstmeetings vor rund 2.600 Zuschauern am Freitag auf der Galopprennbahn in Iffezheim bei Baden-Baden: Im Hauptrennen des ersten Tages sorgte Deutschlands beste Rennreiterin Sibylle Vogt für eine große Überraschung: Auf Außenseiter Georgios (Foto) gewann die 26-Jährige das mit 200.000 Euro dotierte „Ferdinand-Leisten-Memorial“. Die Siegquote betrug 168:10. Der von Peter Schiergen in Köln für das ostwestfälische Gestüt Ebbesloh trainierte Sohn von Poet’s Voice verteidigte nach seinem Kölner Erfolg seine „weiße Weste“ auch in dem starken Feld von 13 zweijährigen Nachwuchsgaloppern.

Mit eineinviertel Längen Vorsprung spurtete Georgios der Mitfavoritin La Estrellita und dem ebenfalls höher gehandelten Fire Of The Sun davon. Favorit Mister Applebee belegte nach langer Führung Platz vier.

100.000 Euro auf einen Schlag verdient

Vier Tage vor dem Rennen war Sibylle Vogt im französischen Amiens gestürzt, hatte jedoch nur einige Prellungen davongetragen. In Iffezheim vertraute sie auf die Speedqualitäten von Georgios, der 100.000 Euro auf das Konto seiner Besitzer, der Bielefelder Verleger-Familie von Schubert, galoppierte.

„Ich hatte etwas Sorge, dass die Distanz und die Zielgerade für ihn etwas zu kurz sein könnten, aber Georgios hat enorm viel Herz“, kommentierte Sibylle Vogt ihr Rennen mit dem vor einem Jahr bei der BBAG-Herbstauktion für 36.000 Euro angebotenen Hengst. Georgios, der damals nicht verkauft wurde, entschied nun das am dritthöchsten dotierte Rennen des Jahres in Deutschland für sich.

„Eigentlich hatte ich Fire Of The Sun höher eingeschätzt, aber für Georgios hat dank eines tollen Ritts von Sibylle alles gepasst“, erklärte Trainer Peter Schiergen, der den Sieger und den drittplatzierten Fire Of The Sun stellte. „Es ist gut möglich, dass Georgios in diesem Jahr noch einmal läuft. Wir werden die Route genau besprechen.“

Zu gefallen wusste auch die Zweitplatzierte, La Estrellita mit der Französin Mickaelle Michel im Sattel. „Die Stute hat nicht nur ihre Klasse, sondern auch ihren Kampfgeist bewiesen“, so ihr Betreuer Michael Figge (München). Der hoch eingeschätzte Mister Applebee bestätigte auch als Vierter seine letzten Resultate. „Die Leistung war schon in Ordnung, aber das nach seinem letzten Sieg erhöhte Gewicht hat sich auf dem schweren Boden natürlich bemerkbar gemacht“, so Jockey Adrie de Vries, der in der kommenden Woche einen Winter-Trip nach Dubai starten wird. Blass blieb Sea Hector, der als Elfter nie eine Chance besaß.

200! Jubiläumssieg für „Amazone“ Sibylle Vogt

Begonnen hatte Renntag mit insgesamt sieben Prüfungen mit einer gewaltigen Überraschung: Im Auftaktrennen konnte Arturo, 450:10-Außenseiter aus dem Reifenberger Quartier von Besitzertrainer Armin Weidler, bei seinem ersten Start überhaupt die höher eingeschätzte Konkurrenz mit großem Endspurt hinter sich lassen. Für seine Reiterin Sibylle Vogt, die später auch das Hauptrennen gewann war es der 200. Volltreffer ihrer Karriere. „Arturo brauchte seine Zeit im Rennen, hat dann aber sehr gut reagiert“, kommentierte die gebürtige Schweizerin. Die Dreierwette mit Nightdreamer und Bonarda auf Rang zwei und drei kletterte auf 30.815:10 Euro.

Mit einem Traumergebnis endete der „Preis des Champion First Season Sire Isfahan“ für Trainer Markus Klug aus Köln-Heumar: Er stellte die bei ihrem Einstand unter Andrasch Starke (Langenfeld) siegreiche Sword Miss (Quote: 89:10) aus dem Gestüt Wittekindshof (Rüthen) von Hans-Hugo Miebach und die zweitplatzierte Ardakan.

Ihre grandiose Serie setzte Olidaya (Quote 77:10) mit ihrer kongenialen Partnerin Cecilia Müller fort. In einem Rennen über 1.400 Meter wehrte die von „Altmeister“ Bruce Hellier in Mülheim vorbereitete Stute mit einer Energieleistung Planteur’s Whiskey und Clever Candy knapp ab. Das „Baden-Baden-Sommerabend-Rennen“ gewann Mon Mistral unter Shuichi Terachi überraschend vor Dyllan und Ice Club, die ebenfalls nicht als Favoriten ins Rennen gegangen waren.

Im letzten Rennen des Tages führte erneute „Frauenpower“ zu einem sensationellen Heimsieg: Die Stute Burning Rose, trainiert in Iffezheim von Manfred Weber, siegte unter Mickaelle Michel im „Preis der Iffezheimer Industrie – Handel und Handwerk“ zu einer Quote von 303:10. Der Wettumsatz betrugt 290.992 Euro. Davon wurden 48,46 Prozent auf der Bahn umgesetzt.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Baden Galopp

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