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Sinan Zengin: „Messi“ und „König“ der Sportfreunde Walsum 09

27-jähriger Stürmer hat in nur sieben Spielen 27 Treffer erzielt.
Sinan Zengin (27) von den Sportfreunden Walsum 09 III aus der Kreisliga C Gruppe 3 Duisburg-Mülheim-Dinslaken hat mit 27 Toren aus sieben Spielen einen Lauf. Dem gelernten Feuerungs- und Schornsteinbauer gelangen unter anderem beim 19:0 gegen Schwarz-Weiß Westende Hamborn I neun Treffer. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht Zengin über viele Kreisliga-Tore, seine Spitznamen und die Torjägerkanone.

FUSSBALL.DE: Sieben Spiele, 27 Tore: Müssen Sie sich manchmal zwicken, dass es für Sie in dieser Spielzeit so gut läuft, Herr Zengin?

Sinan Zengin: Nein, denn ich weiß, was ich kann, und bin mit dem Erreichten nie zufrieden. Ich will immer Tore schießen, hatte in der Saison 2019/2020, die nach 26 Spieltagen abgebrochen wurde, bereits 48 Buden gemacht. In dieser Saison läuft es wieder gut für mich. In der C-Kreisliga ist es aber auch einfacher, Tore zu erzielen, als beispielsweise in der Bezirksliga, in der ich auch schon mal für unseren Verein am Ball war.

Beim 19:0 gegen Schlusslicht Schwarz-Weiß Westende Hamborn I haben Sie gleich neun Treffer erzielt. Ist das Ihre persönliche Bestmarke?

Zengin: In der Kreisliga B waren mir für die Sportfreunde Walsum gegen Rheinland Hamborn einmal acht Tore gelungen. Diesen Rekord wollte ich gegen Westende Hamborn unbedingt knacken, war gierig und habe den Ball nach jedem Tor persönlich aus dem Netz geholt und im Vollsprint zum Mittelpunkt getragen. Umso glücklicher war ich nachher, als es tatsächlich geklappt hatte.

Wie viele Treffer haben Sie sich in dieser Saison noch vorgenommen?

Zengin: Ich möchte mit der Mannschaft aufsteigen, meine persönliche Bestmarke von 50 Toren überbieten und traue mir in dieser Spielzeit 60 bis 65 Buden zu.

Für die Sportfreunde Walsum 09 haben Sie bislang in allen drei Herren-Mannschaften gespielt und in 189 Spielen insgesamt 238 Tore erzielt. Wie würden Sie Ihre Stürmerqualitäten beschreiben?

 Zengin: Wenn ich aus dem Mittelfeld nicht gefüttert werde, hole ich mir die Pocke auch schon mal selbst und mache dann meine Tore. Kommen die Flanken, stehe ich im Zentrum meistens goldrichtig – so wie Robert Lewandowski bei Bayern München. Wenn man in einer Mannschaft spielt, die heiß auf den Aufstieg ist, fällt es einem Stürmer leichter, Tore zu schießen. Unser Trainer Ibrahim Ayhan kann uns alle mit seiner Art sehr gut motivieren. Wir nennen ihn Pep. Co-Trainer Ayhan Uzun, den wir Brazzo getauft haben, ist ebenfalls sehr zielstrebig. Das hilft uns als Team und mir natürlich auch als Torjäger sehr.

Sie stammen aus einer Fußballerfamilie, oder?

Zengin: Das stimmt. Mein Vater Tayyip, der vor wenigen Tagen 52 Jahre alt geworden ist, trainiert mich seit der F-Jugend. Von ihm habe ich alles gelernt. Er ist im positiven Sinne ein Fußballverrückter, war früher selbst Mittelstürmer bei den Sportfreunden Walsum. Aktuell ist er als dritter Trainer für unsere Mannschaft tätig und bei jedem Training dabei. Auch mein Onkel Engin Ayhan gehört zum Trainerstab. Beide sind für unser Team ebenfalls sehr wichtig. Mein jüngerer Bruder Cüneyt spielt in der Kreisliga A für den SV Rhenania Hamborn.

Werden zu Hause am Familientisch noch Konkurrenzkämpfe untereinander ausgetragen?

Zengin: Nein, weil alle wissen, dass ich in der Familie der beste Fußballer bin. (lacht)

Schielen Sie bereits auf die Torjägerkanone in der 10. Liga!

Zengin: Ich bin heiß auf die Trophäe, will am liebsten gleich auf den Platz und weiter Tore schießen. Ich arbeite allerdings bei Thyssen im Conti-Schichtdienst und kann deshalb nicht immer alle Spiele mitmachen. Hoffentlich wird mir das nicht zum Verhängnis.

Sollten Sie die Trophäe gewinnen: Werden Sie den Pokal im Vereinsheim oder bei sich im Wohnzimmer aufstellen?

Zengin: Die Torjägerkanone würde ich zu Hause in einer Glasvitrine ganz oben im Regal gut geschmückt und ausgeleuchtet aufstellen.

Warum sind Sie mit Ihren Qualitäten nicht für die erste Mannschaft, die momentan Tabellenführer in der Kreisliga B ist, ein Thema?

Zengin: Unsere dritte Mannschaft ist für mich wie eine Familie. Ich fühle mich gut, wenn ich mit meinen Freunden auf dem Platz stehe. Ich habe Mannschaftskameraden, mit denen ich bereits seit der F-Jugend zusammenspiele. Aus den genannten Gründen hatte ich bereits viele Angebote aus der Kreisliga A und auch von einigen Bezirksligisten ausgeschlagen.

Ihre Teamkollegen haben Ihnen die Spitznamen „Messi“ und „König“ verpasst. Was hat es damit auf sich?

Zengin: Lionel Messi ist mein ganz großes Vorbild. Wenn ich die Kabine betrete, sagen die Kollegen: „Da kommt der Messi aus Walsum.“ (lacht). Auf dem Platz werde ich aber auch König gerufen, weil der Torjäger in der ersten türkischen Liga Kral genannt wird, was übersetzt König bedeutet.

Das komplette Interview mit Sinan Zengin finden Sie auf FUSSBALL.DE.

Foto-Quelle: Sportfreunde Walsum 09/Privat

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