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SC Preußen Münster: Pokal-Aus mit großem Applaus!

West-Regionalligist unterliegt Hertha BSC in Unterzahl 1:3.
Der SC Preußen Münster, Tabellenvierter in der Regionalliga West, kann sich nach dem 1:3 (1:1) in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen den Bundesligisten Hertha BSC wieder auf die Meisterschaft konzentrieren. 11.037 Besucher*innen im ausverkauften Preußenstadion an der Hammer Straße sahen den zwischenzeitlichen Ausgleich des Außenseiters durch Thorben Deters (41.). Für die Gäste aus der Hauptstadt waren Stevan Jovetic (3.) sowie die beiden eingewechselten Ishak Belfodil (79.) und Marco Richter (83.) erfolgreich.

Nach der Gelb-Roten Karte für Nicolai Remberg (Unsportlichkeit/45.+1) spielten die Preußen während der zweiten Halbzeit in Unterzahl und wurden nach dem Abpfiff von ihren Fans trotz des Ausscheidens mit Standing Ovations gefeiert.

Früher Rückstand – Deters gleicht für Münster aus

Beim Bundesliga-Gründungsmitglied SC Preußen Münster, der zuletzt in der Saison 1990/1991 das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht hatte (0:1 gegen den VfB Stuttgart), bot Trainer Sascha Hildmann (Foto) gegen Hertha BSC dieselbe Startformation auf wie zuletzt beim 2:1-Auswärtssieg in Bonn. Bei den Berlinern nahm Pal Dardai dagegen im Vergleich zum 1:0-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach gleich sieben Veränderungen vor.

Neu ins Team rückte unter anderem Stevan Jovetic (3.), der den Favoriten mit der ersten Aktion direkt 1:0 in Führung brachte. Auch die beiden Vorbereiter Davie Selke und Dennis Jastrzembski hatten gegen Gladbach nicht von Beginn an gespielt. Insgesamt bestimmte der Bundesligist in der Anfangsphase deutlich das Geschehen, hatte durch Jovetic auch zwei gute Möglichkeiten, um auf 2:0 zu erhöhen.

Die Preußen kamen allerdings ab Mitte der ersten Halbzeit besser in die Partie und durch Thorben Deters sowie einen Kopfball von Gerrit Wegkamp auch zu einigen vielversprechenden Abschlüssen. Der Lohn ließ nicht lange auf sich warten. Nachdem Flügelstürmer Alexander Langlitz Hertha-Torhüter Alexander Schwolow umkurvt und den Pfosten getroffen hatte, verwertete Thorben Deters (41.) den Abpraller zum 1:1.

Dass Münsters Trainer Sascha Hildmann zur Pause dennoch alles andere als gut gelaunt in die Kabine ging, lag an einer Szene in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs. Nicolai Remberg ließ sich im Berliner Strafraum fallen und sah wegen dieser Unsportlichkeit die Gelb-Rote Karte (45.+1), nachdem er erst wenige Minuten zuvor wegen eines Foulspiels verwarnt worden. Die Münsteraner mussten deshalb in Unterzahl in die zweite Hälfte starten.

Hertha-Trainer Dardai beweist glückliches Händchen

Auch mit nur zehn Spielern auf dem Platz machten die Preußen dem Favoriten weiterhin das Leben schwer, spielten munter mit. Darauf reagierte Hertha-Trainer Pal Dardai, wechselte nacheinander mit Suat Serdar, Marco Richter, Ishak Belfodil, Krzysztof Piatek und Myziane Maolida fünf frische Spieler ein – und bewies damit ein glückliches Händchen.

Zunächst staubte Ishak Belfodil (79.) ab, nachdem Münsters Torhüter Maximilian Schulze Niehues einen Schuss von Lucas Tousart abgewehrt hatte. Nur wenig später war Marco Richter (83.) zur Stelle, nachdem mit Suat Serdar ein weiterer „Joker“ mustergültig aufgelegt hatte. Preußen-Abwehrspieler Marcel Hoffmeier hatte in der Schlussphase noch die große Chance zum Anschlusstreffer, konnte Alexander Schwolow jedoch nicht überwinden.

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