Startseite / Fußball / Regionalliga / Regionalliga West / Randale in Velbert: Preußen Münster arbeitet Vorkommnisse auf

Randale in Velbert: Preußen Münster arbeitet Vorkommnisse auf

Traditionsverein nimmt zu Zuschauer-Aussschreitungen Stellung.
Das Regionalliga West-Spiel zwischen dem KFC Uerdingen 05 und dem SC Preußen Münster (0:1) wurde am Samstag von einigen Ausschreitungen im Münsteraner Zuschauerbereich überschattet. Weil kurz vor der Pause Bengalos gezündet worden waren und es während der Halbzeit zu Auseinandersetzungen mit Ordnern und der Polizei gekommen war, konnte Schiedsrichter Marco Goldmann (Warendorf) den zweiten Spielabschnitt erst mit rund 20 Minuten Verspätung anpfeifen. Am Tag nach den Vorkommnissen, bei denen es sogar Verletzte gab, nahm der SC Preußen dazu Stellung.

Die Stellungnahme des SC Preußen Münster im Wortlaut:

„Am Samstagnachmittag fuhr der SC Preußen Münster einen knappen, aber verdienten 1:0-Auswärtssieg beim KFC Uerdingen 05 ein. Doch es war nicht das Ergebnis, das an diesem 17. Spieltag für Schlagzeilen sorgte, sondern die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Gäste-Fans, bei denen mehrere Personen – vor allem auf Seiten der Zuschauer – verletzt wurden. Am Sonntagnachmittag trafen sich Vertreter von Präsidium, Aufsichtsrat, Geschäftsführung und Sportlicher Leitung mit Vertretern der aktiven Fanszene und des Fanprojektes, um in einem offenen und fairen Austausch die Ereignisse vom Vortag aufzuarbeiten.

So sollte das Puzzle aus vielen verschiedenen Informationen und Eindrücken Stück für Stück zusammengesetzt werden. Die Beteiligten, die allesamt auch im Stadion Velbert anwesend waren, waren sich einig, dass diese Form der Eskalation auf das Schärfste zu verurteilen ist, ebenso wie das Werfen von Pyrotechnik. Eine Vorverurteilung der Preußen-Fans darf aber auf Basis der Erkenntnisse aus diesem Zusammentreffen und den zahlreichen Schilderungen weiterer Augenzeugen nicht stattfinden. Als Verein appellieren wir daher auch im Namen unserer Fans dafür, die Geschehnisse objektiv und vorurteilsfrei aufzuarbeiten – auch was die Rolle von Ordnungsdienst und Polizei vor Ort und die damit verbundene Frage nach Ursache und Wirkung angeht.

Zur ersten Stress-Situation kam es bereits weit vor dem Anpfiff, als es beim Einlass zum Gästeblock, der für die etwa 600 angereisten und zuvor angekündigten Anhänger nur einen Eingang bereithielt, zu starkem Gedränge und zu ersten Konfrontationen mit der Polizei kam. Erst mit großer Verzögerung und Auseinandersetzungen kamen die meisten der mitgereisten PreußenFans verspätet ins Stadion. Die Situation beruhigte sich schließlich und alle konzentrierten sich auf das Geschehen auf dem Rasen. In der Halbzeit eskalierte die Situation erneut. Die Polizei bezog außerdem vor dem Gästeblock Stellung, so dass das Spiel nicht pünktlich fortgesetzt werden konnte. Nach der Vermittlung von Vereinsverantwortlichen zwischen Polizei und Fans und dem Abzug der Einsatzkräfte konnte die Partie dann friedlich und störungsfrei zu Ende gebracht werden.

Der SC Preußen Münster stellt sich an dieser Stelle entschieden gegen jede Form der Gewaltanwendung, egal von welcher Seite. In der Aufarbeitung der Vorfälle vertrauen wir auf das Rechtssystem und darauf, dass alle Parteien die richtigen Konsequenzen daraus ziehen. Den zahlreichen Verletzten wünschen wir nur das allerbeste und eine schnelle Genesung.“

Das könnte Sie interessieren:

SV Rödinghausen: Zweimal ohne Langer und Bravo Sanchez

„Rotsünder“ verpassen Heimspiele gegen SV Straelen und Wuppertaler SV.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.