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RWE-Trainer Neidhart: „Als Spitzenreiter in Winterpause gehen“

53-jähriger Fußball-Lehrer gibt klare Marschrichtung vor.
„Es ist unser klares Ziel, als Spitzenreiter in die Winterpause zu gehen“, hatte Rot-Weiss Essens Cheftrainer Christian Neidhart (53/Foto) schon vor einigen Wochen die Marschroute bis Weihnachten ausgegeben. Bis auf den „Wackler“ beim FC Wegberg-Beeck (1:1) hielt seine Mannschaft seitdem dem großen Druck der ebenfalls sehr konstanten Verfolger stand und verteidigte stets die Spitze. Nach dem hart erkämpften 1:0-Heimsieg gegen den sehr konzentriert und leidenschaftlich verteidigenden SV Rödinghausen haben die Essener den Gewinn der inoffiziellen Herbstmeisterschaft weiter in der eigenen Hand.

Voraussetzung, um auch nach dem Abschluss der Hinserie am kommenden Wochenende Platz eins zu belegen, dürfte allerdings ein Auswärtssieg am Freitag, 19.30 Uhr, bei Rot Weiss Ahlen sein. „Auch dort erwartet uns ein Kampfspiel“, weiß Neidhart, der nicht gerne an den letzten RWE-Auftritt an der Werse zurückdenkt, als dem damaligen Tabellenletzten aus Ahlen in der Nachspielzeit der 2:1-Siegtreffer gelang. Für die Essener war es im Titelzweikampf mit der U 23 des BVB ein herber, vielleicht sogar entscheidender Rückschlag. Das soll nicht noch einmal passieren.

Gegen Rödinghausen hatte der Fußball-Lehrer seine Spieler nach einer ernüchternden und äußerst ereignisarmen ersten Halbzeit in der Kabine aufgefordert, körperbetonten „Männerfußball“ zu spielen. Die Folge war eine deutliche Steigerung nach der Pause, auch wenn der erlösende Siegtreffer durch Cedric Harenbrock (23) erst in Überzahl nach der Roten Karte für Rödinghausens Linksverteidiger Angelo Langer (28) wegen einer Notbremse gelang. „Wir haben gemerkt, dass wir mit unserem fußballerischen Ansatz nicht durchkamen“, so Neidhart: „Deshalb mussten wir den Kampf annehmen und voll dagegenhalten. Das haben die Jungs sehr gut umgesetzt.“ Auch Torjäger Simon Engelmann (32), der gegen seinen Ex-Klub zunächst auf der Bank gesessen hatte, trug mit einer guten Leistung und einer geschickten Finte vor dem Tor des Tages seinen Teil dazu bei.

Auf einem sehr guten Weg befindet sich offenbar auch das Vorhaben des Traditionsklubs, die eigene Nachwuchsförderung weiter zu verbessern. Sichtbares Zeichen: In der West-Staffel der A-Junioren-Bundesliga verdrängte die von Ex-Kapitän Vincent Wagner (35) trainierte U 19 durch einen 2:1-Heimsieg gegen Fortuna Köln den – zumindest in der Jugend — erfolgsverwöhnten Reviernachbarn FC Schalke 04 vom zweiten Tabellenplatz, der am Saisonende die Teilnahme an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft bedeuten würde. Mit Innenverteidiger Mustafa Kourouma (18), den Mittelfeldspielern Guiliano Zimmerling (18) und Ben Heuser (17) sowie Angreifer Oguzcan Büyükarslan (18) sammelten zuletzt auch vier A-Jugendliche Spielpraxis bei der ersten Mannschaft.

Foto-Quelle: Marcel Rotzoll

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