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Rot-Weiß Oberhausen: Auch Kicker packen kräftig mit an

Benz, Klaß, Oubeyapwa und Gabriel unterstützen Mitarbeiter der „Tafel“.


Weihnachten ist das Fest der Liebe, des Miteinanders und des Gebens! Da Miteinander in Zeiten der Corona-Pandemie schwierig ist, besannen sich die Kicker des West-Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen auf das „Geben“ und unterstützten in Person von Torhüter Robin Benz, Nico Klaß, Shaibou Oubeyapwa und Joey Justin Gabriel (Foto) am Dienstag die Mitarbeiter der „Tafel“ Oberhausen.

Nach einer Führung durch die „Tafel“, die seit 2007 in der Kirche „Heilige Familie“ beheimatet ist, durften die Spieler selbst mitanpacken. Nachdem sie Obst und Gemüse sortiert hatten, durften noch Kisten gestapelt werden. Dabei kam es zum regen Austausch mit den Mitarbeitern der „Tafel“, die sich begeistert über den Einsatz zeigten.
„Momentan haben wir etwa 70 aktive ehrenamtliche Helfer, die zum Teil mehrmals pro Woche bei uns arbeiten“, erklärte die 1. Vorsitzende Petra Schiffmann. „Alle Mitarbeiter der Tafel arbeiten ehrenamtlich und möchten die Bedürftigen unterstützen. Etwa 3.000 Menschen nehmen das Angebot der Tafel in Oberhausen wahr. Viermal in der Woche haben wir geöffnet, wobei täglich rund 120 Personen zum Einkaufen kommen. Für einen Obolus von zwei Euro dürfen die Bedürftigen Obst, Gemüse, Milchprodukte und Brot mitnehmen. Wir möchten dabei nicht nur die Bedürftigen versorgen, sondern auch Lebensmittel retten. Alles, was hier ankommt, wäre von den Einkaufsmärkten entsorgt worden, da es entweder kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum steht oder optisch nicht mehr dem Optimalzustand entspricht. Wir freuen uns immer sehr über Sachspenden oder Geldspenden, denn nur so kann die Tafel funktionieren und der Gesellschaft helfen. Es freut uns natürlich sehr, dass sich Menschen für uns interessieren und dass Spieler von Rot-Weiß Oberhausen zu uns kommen, um uns zu helfen. Diese Hilfe ist unabdinglich, denn viele der ehrenamtlichen Helfer sind bereits im Rentenalter.“

Der frühere RWO-Vorstand Herbert Jöring, der sich auch für die „Tafel“ engagiert, war ebenfalls begeistert vom Einsatz der Spieler. „Es freut uns immer, wenn wir helfende Hände haben“, so Jöring. „Damit wir weiterhin Menschen unterstützen können, befindet sich momentan ein Förderverein in Gründung, der den Bestand der Kirche sichern will, damit die Tafel dort weiterhin als Anlaufstelle fungieren kann. Es ist wichtig, dass wir weiterhin für die Menschen zentral erreichbar sind. In der Kirche sind wir gut erreichbar und haben einen integrativen Ort geschaffen. Das Café im Vorraum bietet einen Treffpunkt und einen Platz zum Austausch für alle Menschen, aufgrund der Pandemie momentan jedoch nur einmal pro Woche. Wir hoffen aber, dass dort bald wieder häufiger Menschen in Kontakt treten dürfen.“

Die „Tafel“, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum feierte, ist auch in der pandemischen Situation eine sichere Anlaufstelle: Im Gebäude gelten die 2G-Regelung und die Maskenpflicht. Alle Besucher müssen vor Eintritt eine Nummer ziehen und werden dann im Einbahnstraßen-System durch die Halle geführt. Allen, die nicht die Möglichkeit hatten, sich impfen zu lassen, bietet die „Tafel“ vorgepackte Pakete vor Ort an.

Auf den Besuch wird auch der Gegenbesuch folgen: Rot-Weiß Oberhausen lädt die Mitarbeiter der „Tafel“ aufgrund des uneigennützigen Engagements zu einem der kommenden Heimspiele ein. Zusätzlich spendiert Herbert Jöring den Mitarbeitern an diesem Tag Gutscheine, damit diese kostenlos essen und trinken können.

Foto-Quelle: Rot-Weiß Oberhausen

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