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Galopprennbahn Dortmund-Wambel: Antonia von der Recke jubelt

Amateurrennreiterin macht Titelgewinn beim Saisonfinale perfekt.
Der fünfjährige Warrior ist der letzte Sieger des deutschen Galopprennjahres 2021. Mit der Nachwuchsreiterin Amina Mathony im Sattel gewann der Wallach auf der Galopprennbahn in Dortmund-Wambel ein Rennen über 1.200 Meter. Besitzer und Trainer ist Uwe Schwinn (Beckingen), der zuvor schon mit der zweijährigen Delia mit Nachwuchs-Champion Leon Wolff im Sattel für das Gestüt Sommerberg erfolgreich war. Für Warrior gab es bei zehn Euro Einsatz 36 Euro auf Sieg.

Für den Präsidenten des Dortmunder Rennvereins, Andreas Tiedtke war es ein gelungenes Finale eines vor allem wegen der Corona-Pandemie wieder schwierigen Jahres für den Galopprennsport. „Wir hatten einen unerwartet guten Besuch trotz des ungünstigen Montagabend-Termins und obwohl wir keine Werbung gemacht haben“, sagte Tiedtke. Es könnte angesichts der befürchteten Omikron-Welle der vorläufig letzte Renntag mit Zuschauern gewesen sein, fürchtet er.

Im Januar sind in Wambel Rennen an drei Sonntagen geplant. Den Auftakt macht der 9. Januar 2022, der erste Renntag des neuen Jahres, für das sich Tiedtke ein Ende der Pandemie und bald wieder volle Rennbahnen wünscht.

Ehrung der Champions 2021 durchgeführt

Im Mittelpunkt des letzten Renntages des Jahres in Deutschland stand die Ehrung der Champions von 2021 mit Unterstützung von „RaceBets.de“, dem Partner des deutschen Rennsports. „Wir danken dem Dortmunder Rennverein, dass er die schöne Tradition der Championatsehrung auch in diesem Jahr aufrechterhalten hat“, sagte der Geschäftsführer des Dachverbandes „Deutscher Galopp“, Daniel Krüger.

„Es war schön, dass doch viele Champions den Weg nach Wambel gefunden haben“, sagte Tiedtke und kündigte für 2022 einen zusätzlichen Renntag an: Das Finale wird am Samstag, 31. Dezember 2022, in Dortmund stattfinden.

Eine Championats-Entscheidung blieb bis zuletzt offen: Wer ist die erfolgreichste Amateurreiterin? Antonia von der Recke (Weilerswist) schnappte sich erst beim Saisonfinale erstmals den Titel durch den Erfolg auf dem vierjährigen Praetorius, der von ihrem Vater Christian von der Recke vorbereitet wird, über 2.500 Meter. Es war vielleicht der überlegenste Sieg 2021, denn der Vorsprung des 13:10-Favoriten betrug bemerkenswerte 45 Längen. Dennoch musste Antonia von der Recke bis zuletzt zittern, denn Janina Boysen hätte im letzten Rennen noch an ihr vorbeiziehen können. Ein dritter Rang auf Sun Bright reichte aber nicht.

Fest standen bereits Peter Schiergen (Köln) als Champion-Trainer, sein Stalljockey Bauyrzhan Murzabayev erneut als Jockey, „Darius Racing“ (Dr. Stefan Oschmann/München) als Besitzer, das Gestüt Etzean (Oberzent) als Züchter. Die Kategorie Besitzertrainer gewann die Niederländerin Romy van der Meulen, Amateur-Champion ist Ronny Bonk und bester Nachwuchsreiter erneut Leon Wolff.

Premiere der „Stable Staff Awards“

Es war ein würdiger Rahmen für das Jahresfinale des deutschen Galopprennjahres, bei dem Rennvereinspräsident Tiedtke nicht vergaß, an die Persönlichkeiten aus dem Sport zu erinnern, die 2021 verstorben sind. Und es gab eine Premiere: Erstmals wurden die „Stable Staff Awards“ vergeben – eine Ehrung für die Menschen, die in den Vollblut-Gestüten und Rennställen arbeiten. Die Auszeichnung kam auf Initiative des Pferdetransport-Unternehmers Günther Schmidt („Taxi4Horses“) in Zusammenarbeit mit dem Dachverband „Deutscher Galopp“ zu Stande.

Die ersten beiden Preisträgerinnen, die mit einer Kreuzfahrt belohnt werden, sind Annika Wolf vom Gestüt Etzean und Pia Küppers vom Rennstall Wöhler. Sie würden stellvertretend für alle ausgezeichnet, die im Stall oder im Gestüt arbeiten, sagte Verbands-Geschäftsführer Krüger: „Wir können dankbar sein, was für Menschen wir hinter den Kulissen haben, die sich Tag und Nacht um unsere Pferde kümmern.“

Foto-Quelle: Marc Rühl/Dortmunder Rennverein

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