Startseite / Pferderennsport / Galopp / Galopp Bad Doberan: Neuanfang auf Deutschlands ältester Bahn

Galopp Bad Doberan: Neuanfang auf Deutschlands ältester Bahn

Jubiläumsrenntag soll am Samstag, 20. August, über die Bühne gehen.
Damit hatte kaum noch jemand gerechnet: Im Jubiläumsjahr 2022 finden in Bad Doberan auf Deutschlands ältester Galopprennbahn, die bereits seit 1822 besteht, wieder internationale Rennen statt. Mit dem „Jubiläums-Rennverein Bad Doberan“ (JRV) wurde ein neuer Rennclub gegründet, die Stadt Bad Doberan hat dem Renntag am Samstag, 20. August 2022, zugestimmt. Damit gibt es „grünes Licht“ für den Höhepunkt in der Ostseeregion.

Bad Doberans Bürgermeister Jochen Arenz ist begeistert von der Initiative des neuen Rennvereins: „Ich freue mich sehr, dass sich eine schlagkräftige Truppe gefunden hat, die die Rennen auf unserer Traditionsrennbahn durchführen werden. Die Ostseerennbahn Bad Doberan ist ein Markenzeichen für die ganze Region.“

„200 Jahre Galopprennbahn Bad Doberan muss auch mit Rennen gefeiert werden“, sagt Volker Schleusner (69) aus Marlow-Dänschenburg. Der Rennstallbesitzer und Öko-Bauer ist der Präsident des gerade neu gegründeten Rennvereins. Seit der Wiederbelebung der Rennbahn vor 30 Jahren ist er begleitend dabei, jetzt hat er die Verantwortung übernommen.

Schleusner sagt: „Zunächst müssen wir das Vertrauen der früheren langjährigen Partner aus der Wirtschaft zurückgewinnen, die schon oft vom Rennsport in Bad Doberan enttäuscht wurden. Aber wir würden die Rennen nicht angehen, wenn wir nicht schon etliche Firmen und Privatpersonen ihre Unterstützung zugesagt hätten. Sie alle wollen auch für mehrere Jahre mitmachen.“

Mit diesem Vorstand geht Volker Schleusner das Wagnis Rennbahn an: Olga Demiani (Thulendorf) ist seine Vizepräsidentin und Schatzmeisterin, 2.stellvertretender Präsident Jens-Uwe Trost (Rostock) und Schriftführerin Pauline Kipping (Ribnitz-Damgarten). Weitere Vorstandsmitglieder sollen hinzukommen.

Zwei Rennvereine waren seit 1992 auf der Galopprennbahn aktiv. Immer wieder gab es trotz des hervorragenden Zuschauerzuspruchs Schwierigkeiten mit der Finanzierung der äußerst beliebten Galopp-Events mit Volksfest-Charakter. Die letzten Renntage fanden im August 2019 statt, seitdem ist die Bahn im „Dornröschen-Schlaf“. Schleusner und sein Team haben schon begonnen, sie aufzuwecken. Der Präsident: „Es gibt viel zu tun. Nicht nur an der Bahn, sondern vor allem an der Infrastruktur muss umfangreich gearbeitet werden. Das fängt bei den Gastboxen für die Pferde an, aber auch Tribüne, Zelte, Umkleide- und Duschmöglichkeiten sowie Toilettenwagen müssen besorgt werden. Packen wir es an, die ganze Region wünscht sich Pferderennen.“

Das könnte Sie interessieren:

Galopp Iffezheim: Frühjahrsauktion mit 84 Pferden im Angebot

Gestüt Röttgens Diakrid könnte in der „Silbernen Peitsche“ angreifen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.