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Stephan Küsters: „Wie das Kaninchen vor der Schlange“

WSV-Sportchef hadert mit der Leistung im ersten Durchgang.
Stephan Küsters (Foto), Sportlicher Leiter beim Wuppertaler SV, redete nach der verdienten 1:2-Niederlage im Top-Spiel bei Tabellenführer Rot-Weiss Essen Klartext. „Wir haben die ersten 40 Minuten verschlafen, waren wie das berühmte Kaninchen vor der Schlange“, so der 50-Jährige im kicker– und MSPW-Gespräch: „Da hat man gesehen, was uns noch zu einer Spitzenmannschaft fehlt.“

In der Tat blieb der WSV zumindest vor der Pause den Beweis schuldig, den Spitzenreiter ernsthaft in Verlegenheit bringen zu können. Vielmehr schmeichelte der 1:2-Rückstand den Gästen. Neben den frühen Treffern von Isaiah Young und Felix Bastians hatten die Rot-Weissen noch weitere gute Möglichkeiten, den 2:0-Vorsprung auszubauen. Fast aus dem Nichts fiel der Anschlusstreffer durch Marco Königs, den der schon frühzeitig eingewechselte Wuppertaler Winterzugang Valdet Rama mustergültig vorbereitete.

„Wir haben uns in der ersten Halbzeit den Schneid abkaufen lassen“, monierte auch WSV-Trainer Björn Mehnert: „Wir hatten keinen Zugriff, waren nicht mutig genug.“ In der zweiten Halbzeit lief es bei den Gästen mit Rama (Mehnert: „Er wird uns definitiv helfen.“) und dem nach langer Verletzungspause genesenen Kevin Hagemann zwar etwas besser. Die klareren Tormöglichkeiten hatten aber weiterhin die Essener, die ihre Erfolgsserie auf 19 Partien ohne Niederlage verlängerten, während der WSV erstmals seit dem Hinspiel in Wuppertal (1:0 für RWE) wieder leer ausging und jetzt vier Punkte Rückstand auf Platz eins aufweist.

„Dass wir mit einem Sieg ins neue Jahr gestartet sind, tut uns allen richtig gut“, freute sich RWE-Trainer Christian Neidhart: „Wir waren gut auf den Gegner eingestellt, konnten auch nach der Umstellung beim WSV im Laufe der Partie entsprechend taktisch reagieren.“ Als „Joker“ kamen die beiden Essener Winterzugänge Marius Kleinsorge (vom 1. FC Kaiserslautern) und Fabian Rüth (TSG Hoffenheim U 23) zu ihrem Debüt an der Hafenstraße. Kleinsorge, in den Tagen zuvor noch leicht erkältet, deutete – ebenso wie Rama auf der Gegenseite – seine Qualitäten an, verpasste nur knapp die Entscheidung.

Schon am kommenden Samstag, 14 Uhr, steht für RWE bei Fortuna Köln das nächste Topspiel an. Im Südstadion fehlen wird Abwehrspieler José-Enrique Rios Alonso (fünfte Gelbe Karte). Der WSV trifft gleichzeitig auf den SV Straelen. Trainer Mehnert kündigte kämpferisch an: „Wir haben ein Spiel verloren, bleiben aber im Rennen. Wir werden einen langen Atem haben.“

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