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Rot-Weiss Essen: Ex-Trainer Lorenz-Günther Köstner runde „70“

Gebürtiger Oberfranke wurde als Profi und Co-Trainer Deutscher Meister.
Ex-Profi Lorenz-Günther Köstner (Foto), der im Ruhrgebiet unter anderem als Trainer des damaligen Fußball-Zweitligisten Rot-Weiss Essen noch bestens in Erinnerung geblieben ist, wurde an diesem Sonntag runde 70 Jahre. Der „Lenz“ feierte im kleinen Kreis daheim in Winnenden bei Stuttgart mit Ehefrau Kathrin, Familie (insgesamt fünf Enkel) und Freunden.

Der in Wallenfels geborene Oberfranke wurde als Profi 1975 Deutscher Meister und UEFA-Pokal-Sieger mit Borussia Mönchengladbach, lief auch für Bayer 05 Uerdingen und Arminia Bielefeld auf (insgesamt 91 Bundesliga- und 86 Zweitliga-Spiele).

Als Trainer sorgte Köstner vor allem mit der SpVgg Unterhaching für Furore, die er sensationell zum Aufstieg in die Bundesliga und dort souverän zum Klassenverbleib führte. Mit den Hachingern verdarb er am letzten Spieltag der Saison 1999/2000 Bayer 04 Leverkusen durch einen 2:0-Heimsieg die sicher geglaubte Meisterschaft. Ein Jahr später verabschiedeten sich die Hachinger durch ein spektakuläres 3:5 beim FC Schalke 04, dem „Meister der Herzen“, aus dem Oberhaus.

Als Co-Trainer von Christoph Daum wurde Lorenz-Günther Köstner 1992 Deutscher Meister. Als „Chef“ betreute er neben Rot-Weiss Essen und der SpVgg Unterhaching auch die SpVgg Bayern Hof, den SSV Reutlingen, SC Freiburg, KSV Hessen Kassel, die Stuttgarter Kickers, den 1. FC Köln, den Karlsruher SC, die TSG Hoffenheim und die U 23 des VfL Wolfsburg. Bei den „Wölfen“ sprang er auch mehrfach als Interimstrainer der Profis ein. Köstners letzte Trainerstation war 2014 Fortuna Düsseldorf. Eine Borreliose, möglicherweise verursacht durch einen Zeckenbiss, beendete dort eine große Trainerkarriere.

Trotz der zahlreichen Spitzenklubs, bei denen Köstner tätig war, blieb auch sein Engagement in der Zweitliga-Saison 2006/2007 bei Rot-Weiss Essen für ihn ein besonderes Kapitel, obwohl er nur rund sechs Monate an der Hafenstraße tätig war. In diese Zeit fiel auch das 100-jährige Vereinsjubiläum des Traditionsklubs (1. Februar 2007). Trotz einer fulminanten Aufholjagd in der Rückrunde (unter anderem 5:0 gegen den 1. FC Köln mit Trainer Daum und Star-Spieler Lukas Podolski am Karnevalssonntag) konnte Köstner den Abstieg nicht mehr verhindern – und musste anschließend gehen. Das hat ihn geschmerzt.

Nicht wenige RWE-Fans hätten Köstner – einen harten, aber auch sehr herzlichen Typen, der sich von den Vereinsverantwortlichen nicht reinreden ließ – damals gerne noch länger in Essen gesehen. Fakt ist: in die 2. Bundesliga kehrte der Klub seitdem nicht mehr zurück, kämpft vielmehr seit fast 14 Jahren um die Rückkehr in die dritthöchste Spielklasse. Wer den Jubilar Lorenz-Günther Köstner kennt, der weiß: Er drückt RWE fest die Daumen.

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