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DFB-Pokal der Junioren: Rekordsieger SC Freiburg empfängt BVB

Halbfinal-Duell wird am Samstag, 11 Uhr, live bei DFB-TV übertragen.


Rekordsieger gegen Titelfavorit: Im Halbfinale um den DFB-Pokal der Junioren erwartet der sechsmalige Titelträger SC Freiburg am Samstag (ab 11 Uhr, live bei DFB-TV) mit Borussia Dortmund den noch unbesiegten Tabellenführer in der West-Staffel der A-Junioren-Bundesliga. Der BVB liegt noch in allen drei Wettbewerben sehr gut im Rennen, war aber noch nie Pokalsieger. Das Duell im DFB.de-Faktencheck.

Die Lage in der Liga: Für die U 19 des SC Freiburg geht es in der Staffel Süd/Südwest der A-Junioren-Bundesliga im Saisonendspurt noch um den Klassenverbleib. Nach den beiden Auftaktniederlagen waren den Breisgauern in den folgenden sechs Partien vier Siege gelungen. Aus dann sechs Begegnungen ohne Niederlage kamen zehn weitere Zähler dazu. Durch die beiden zurückliegenden Niederlagen gegen die direkten Konkurrenten Stuttgarter Kickers (1:2) und SV Darmstadt 98 (2:3) beträgt der Vorsprung auf die Gefahrenzone aber nur noch einen Punkt. Dabei haben die Breisgauer schon ein Spiel mehr absolviert als die meisten Konkurrenten. „Priorität hat für uns die Sicherung des Klassenverbleibs“, sagt denn auch Freiburgs Trainer Federico Valente im Gespräch mit DFB.de. Borussia Dortmund steht in der Staffel West schon kurz vor der Qualifikation für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Der Vorsprung auf den drittplatzierten FC Schalke 04 beträgt vier Begegnungen vor dem Saisonende acht Zähler, wobei die „Königsblauen“ bereits eine Partie mehr auf dem Konto haben. Der SC Preußen Münster und Rot-Weiss Essen sind – bei der gleichen Anzahl an Spielen wie der BVB – derzeit zehn Punkte entfernt. Das heißt: Nur noch ein Sieg fehlt, um nicht mehr eingeholt werden zu können. Grund für die komfortable Ausgangssituation der Dortmunder: Am zurückliegenden Wochenende ging die Borussia gegen den FC Viktoria Köln (0:0) erst zum zweiten Mal in dieser Saison in einem Ligaspiel nicht als Sieger vom Feld. Zehn Siegen stehen zwei Unentschieden gegenüber.

Der Weg ins Halbfinale: Der SC Freiburg musste in dieser Pokalsaison schon zweimal „nachsitzen“. In der ersten Runde gewann der Rekordsieger (sechs Titel) 3:2 nach Verlängerung beim FC Energie Cottbus, dem derzeitigen Tabellenzweiten in der Staffel Nord/Nordost. Dem 5:1 in der regulären Spielzeit beim unterklassigen SV Wehen Wiesbaden folgte zuletzt im Viertelfinale ein Elfmeterschießen. Gegen den weiteren Nord/Nordost-Vertreter RB Leipzig behielt der Sportclub 4:2 die Oberhand. Borussia Dortmund bestritt jedes seiner Pokalspiele bislang gegen einen Gegner aus der Staffel Nord/Nordost. Beim FC Viktoria 1889 Berlin setzte sich der BVB 4:1 durch, der FC Carl Zeiss Jena wurde 3:1 besiegt. Das bislang einzige Heimspiel der Dortmunder ging in die Verlängerung: Am Ende stand – trotz eines zwischenzeitlichen Rückstands – ein 3:1 gegen Hannover 96 zu Buche.

Die Historie: Mit dem Duell zwischen dem SC Freiburg und Borussia Dortmund kommt es auch zu einer Neuauflage des Endspiels von 2009. Damals behielten die Breisgauer unter der Leitung des heutigen Cheftrainers Christian Streich im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion, in dem auch in diesem Jahr am Freitag, 20. Mai, das Pokalfinale stattfinden wird, gegen den BVB 6:5 im Elfmeterschießen die Oberhand. Mit den Freiburgern Oliver Baumann, Oliver Sorg, Jonathan Schmid und Nicolas Höfler sowie den Dortmundern Mario Götze, Lasse Sobiech und Marco Stiepermann waren in beiden Teams einige Spieler zu finden, die während ihrer Karriere den Sprung in die Bundesliga schaffen sollten. Götze wurde bekanntlich 2014 Weltmeister mit der deutschen Nationalmannschaft. Das Pokalfinale war in der Saison 2008/2009 übrigens nicht das einzige Aufeinandertreffen der beiden Teams: Auch in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft standen sich beide Vereine gegenüber. Dort konnten sich die Dortmunder sowohl im Hinspiel (3:2) als auch im Rückspiel (3:1) durchsetzen. Im Endspiel unterlag der BVB dem 1. FSV Mainz 05 (1:2) um Trainer Thomas Tuchel und Weltmeister André Schürrle. Auch in den weiteren Duellen zwischen Freiburg und Dortmund (Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft 1994 sowie Viertelfinale im DFB-Pokal der Junioren 2008) behielt jeweils die Borussia die Oberhand.

Die Stimmen: „Wenn der BVB mit seinem bestmöglichen Team bei uns antritt, dann treffen wir auf die stärkste U 19-Mannschaft in Deutschland“, sagt Freiburgs Trainer Federico Valente gegenüber DFB.de. „Das haben die Dortmunder nicht nur national, sondern auch international durch das Erreichen des Viertelfinales in der UEFA Youth League eindrucksvoll unter Beweis gestellt.“ Dennoch traut der 46-Jährige seinem Team eine Überraschung zu: „Wir spielen zu Hause, haben eine große Pokaltradition, müssen uns auf unsere Stärken besinnen. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Underdog dem klaren Favoriten ein Bein stellt. Ein Erfolg im Pokal könnte uns auch einen wertvollen Schub für den noch wichtigeren Abstiegskampf in der Bundesliga geben.“ BVB-Trainer Mike Tullberg (Foto) betont im Gespräch mit DFB.de: „Wir spielen schon während der gesamten Saison guten Fußball. Nach der UEFA Youth League würden wir auch gerne im DFB-Pokal der Junioren Geschichte schreiben und erstmals den Titel holen. Zunächst gilt unser Fokus aber ganz dem Halbfinale gegen den SC Freiburg, der mit den vielen Erfolgen für den Pokal wie geschaffen zu sein scheint. Auch die aktuelle Mannschaft zeichnet eine große Entschlossenheit aus. Die Konter gehören zu den Stärken der Freiburger. Die Ligaplatzierungen werden für das Duell keine Rolle spielen. Für uns wird es darum gehen, unseren Plan durchzusetzen.“

Die personelle Situation: Freiburgs U-Nationalspieler Felix Allgaier wird das Pokalduell verpassen. Der seit wenigen Tagen 19 Jahre alte Mittelfeldspieler laboriert an einer Fußverletzung. Ein Fragezeichen steht auch hinter dem angeschlagenen Stammtorhüter Niklas Sauter (18), der in dieser Saison bereits vier Einsätze für die Freiburger U 23 in der 3. Liga absolviert hat. Für ihn könnte erneut Laurin Mack (18) einspringen, der schon im Viertelfinale gegen RB Leipzig (4:2 im Elfmeterschießen) entscheidenden Anteil am Weiterkommen hatte. Bei Borussia Dortmund steht Innenverteidiger Colin Kleine-Bekel nach seiner krankheitsbedingten Zwangspause vor dem Comeback.

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