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1:1! Rot-Weiss Essen nutzt Preußen Münsters „Vorlage“ nicht

Nach drittem Unentschieden in Serie weiterhin in der Verfolgerrolle.
Rot-Weiss Essen hat die große Chance verpasst, die Ausgangsposition im Rennen um die Meisterschaft in der Regionalliga West und den Aufstieg in die 3. Liga deutlich zu verbessern. Nachdem der direkte Konkurrent SC Preußen Münster in seiner Partie vom 34. Spieltag beim SV Lippstadt 08 nicht über ein 3:3 (0:2) hinausgekommen war, musste sich auch die Mannschaft von RWE-Cheftrainer Christian Neidhart mit einem 1:1 (1:0) gegen die U 23 von Borussia Mönchengladbach begnügen und bleibt damit in der Verfolgerrolle.

Vor 10.023 Zuschauer*innen im Stadion an der Hafenstraße brachte Flügelstürmer Marius Kleinsorge (36.) die Gastgeber vor der Pause in Führung. In der Schlussphase glich jedoch der eingewechselte Michael Wentzel (85.) aus und sicherte den Gladbachern einen wertvollen Zähler im Kampf um den Klassenverbleib. Für den Titelaspiranten aus Essen war es bereits das dritte 1:1 hintereinander.

RWE-Trainer Christian Neidhart redete Klartext. „Wir sind maßlos enttäuscht. Nicht nur von unserem Ergebnis, sondern auch, dass wir die Lippstädter Steilvorlage nicht nutzen konnten“, so der 53 Jahre alte Fußball-Lehrer: „Die Situation ist wie vor dem Spieltag. Es kann sich mit jeder Partie alles drehen, aber dafür müssen wir bessere Leistungen bringen.“

Dank des Essener Punktverlustes bleibt der SC Preußen Münster trotz seines Unentschiedens in Lippstadt im Titelrennen in der besseren Ausgangsposition. Dabei musste der frühere Bundesligist zunächst sogar einem 0:2-Rückstand hinterherlaufen, für den Viktor Maier (18.) und Henri Matter (31.) gesorgt hatten. In der zweiten Halbzeit drehten die Preußen jedoch auf und wendeten durch Treffer von Robin Ziegele (54.), Henok Teklab (60.) und den eingewechselten Gerrit Wegkamp (85.) zwischenzeitlich das Blatt. In der Nachspielzeit stach aber auch noch der Lippstädter „Joker“ Paolo Maiella (90.+2) und bescherte seiner Mannschaft einen wertvollen Zähler im Kampf um den Klassenverbleib. Bei vier Punkten Abstand zur Gefahrenzone ist der SVL aber noch nicht auf der sicheren Seite. „Das Spiel war eine Achterbahnfahrt“, meinte Münsters Trainer Sascha Hildmann.

RWO setzt Serie fort – Fortuna Köln aus dem Rennen

Rot-Weiß Oberhausen festigte durch einen 1:0 (0:0)-Auswärtserfolg beim Schlusslicht und bereits feststehenden Absteiger VfB Homberg den dritten Tabellenplatz. Bereits zum zwölften Mal in Serie blieb das Team von RWO-Trainer Mike Terranova ungeschlagen, holte in dieser Phase acht Siege und vier Unentschieden. Anton Heinz (57.) erzielte den einzigen Treffer.

Fortuna Köln verabschiedete sich durch eine 2:3 (0:2)-Heimniederlage gegen den SC Wiedenbrück aus dem Aufstiegsrennen. Vor 1.264 Besucher*innen im Südstadion ließen Stanislav Fehler (34.), Bjarne Pudel (45.) und Ufumwen Osawe (90.) die Gäste aus Ostwestfalen jubeln. Leon Demaj (56.) und Jannik Löhden (90.+4) konnten jeweils nur verkürzen. Seit drei Partien konnte die Fortuna nicht mehr gewinnen (zwei Punkte).

Der Wuppertaler SV verbesserte sich dank eines 2:0 (0:0)-Heimsieges gegen die U 21 des 1. FC Köln auf Rang vier. Dabei ließen sich die Bergischen auch nicht von der Tatsache stoppen, dass sie ab der 44. Minute nach der Roten Karte für ihren Abwehrspieler Durim Berisha wegen groben Foulspiels in Unterzahl spielen mussten. Lion Schweers (52.) und Niklas Heidemann (68.) machten den 19. Saisonsieg des WSV perfekt.

Foto-Quelle: Marcel Rotzoll

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