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Rot-Weiss Essen: Hauptrolle für Sportdirektor Jörn Nowak

Am Samstag, 14 Uhr, beim „Herzschlagfinale“ gegen Rot Weiss Ahlen.
Als der Traditionsverein Rot-Weiss Essen 2011 seinen bislang letzten Aufstieg feierte (von der damals fünftklassigen NRW-Liga zurück in die Regionalliga West), waren der jetzige Sportdirektor und Interims-Teamchef Jörn Nowak (36) sowie sein neuer Co-Trainer Vincent Wagner (36/sonst als U 19-Trainer tätig) schon hautnah dabei. Während der damalige RWE-Leistungsträger und -Innenverteidiger Wagner den entscheidenden 2:1-Auswärtserfolg bei den Sportfreunden Siegen wegen einer Rotsperre als Zuschauer verfolgen musste, stand Nowak 90 Minuten auf dem Platz – allerdings im Siegener Trikot.

Diesmal werden beide Hauptrollen spielen, wenn RWE am Samstag ab 14 Uhr beim Saisonfinale gegen Rot Weiss Ahlen den nächsten Anlauf nimmt, um nach 14 langen Jahren in den Profifußball zurückzukehren und das „Trauma Lübeck“ von 2008 (0:1-Heimniederlage am letzten Spieltag gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten und das Verpassen der damals neugegründeten 3. Liga) endlich hinter sich zu lassen: Sport-Chef Nowak, der die Mannschaft als kurzzeitiger Nachfolger des freigestellten Cheftrainers Christian Neidhart gemeinsam mit dem weiteren Trainerteam intensiv auf dieses „Endspiel“ vorbereitet. Und der ausgebildete Pädagoge Wagner vor allem als emotionaler Motivator.

„Wir können etwas Großes erreichen, unsere Fans warten seit vielen Jahren darauf“, betont Jörn Nowak: „Es ist jetzt noch ein letzter Schritt zu gehen. Das ist unsere Aufgabe.“

Auf die 16.500 RWE-Fans im ausverkauften Heimbereich des Stadions an der Hafenstraße wartet bei nur zwei Toren Vorsprung vor Verfolger Preußen Münster ein „Herzschlagfinale“. Der Fokus soll dabei klar auf das eigene Spiel gerichtet werden. „Ich kenne Ahlens Trainer Andreas Zimmermann sehr gut und weiß genau, dass er mit seiner Mannschaft nicht nach Essen kommt, um bei unserer Meisterehrung Spalier zu stehen“, warnt Nowak. „Ahlen wird uns mit Sicherheit alles abverlangen, darauf sind wir eingestellt. Wenn wir jedoch unsere Qualität auf den Platz bringen, dann werden wir uns durchsetzen.“ Und damit die ersehnte Rückkehr in den Profifußball perfekt machen.

Apropos Meisterehrung: Der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) ist auf beide möglichen Szenarien vorbereitet. Sowohl in Essen (WDFV-Präsident und DFB-Vizepräsident Peter Frymuth) als auch in Münster (WDFV- und DFB-Spielausschuss-Vorsitzender Manfred Schnieders) werden Ehrungsdelegationen mit Meisterpokal und Medaillen vor Ort sein.

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