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Galopp Dortmund: Erfolg mit India krönt Pedrozas „Sahnetag“

Viermaliger Championjockey gewinnt in Wambel gleich fünf Rennen


Sprechchöre für einen Jockey sind im Galoppsport eher selten, doch das Dortmunder Publikum begeisterte sich am „Sparkassen-Renntag“ auf der Galopprennbahn in Dortmund-Wambel für die herausragende Leistung von Eduardo Pedroza (Fotzo). Der in Panama aufgewachsene, aber seit Mitte der 90er-Jahre in Deutschland lebende 48-jährige Jockey gewann von den ersten fünf Rennen des Tages gleich vier – darunter auch das Hauptrennen, den Großen Preis der Sparkasse Dortmund. Und der viermalige Championjockey setzte mit einem weiteren Sieg auch noch den glanzvollen Schlusspunkt einer gelungenen Veranstaltung für die ganze Familie.

Der Renntag an Christi Himmelfahrt ist ein Traditionstermin in Wambel, um nach den Rennen auf der Sandbahn in den Wintermonaten die Grasbahn-Saison, die bis Oktober dauert, zu eröffnen. Es ist aber dank des langjährigen Partners auch der am besten besuchte Renntag des Jahres. Pandemie-bedingt konnte die Veranstaltung mit bekannt großem Kinderprogramm zwei Jahre lang nicht wie gewohnt stattfinden, doch in diesem Jahr strömten wieder 13.500 Zuschauer nach Wambel.

„Der Rennverein, die Sparkasse und auch die Besucher sind eindeutig froh und glücklich, dass wir nach zwei Jahren Pause wieder einen solchen Renntag durchführen konnten“, sagte Rennvereins-Präsident Andreas Tiedtke. „Und die Sparkasse hat auch schon klar gemacht, dass diese fruchtbare und gute Zusammenarbeit in den kommenden Jahren fortgesetzt wird.“

Eduardo Pedroza entspannt auf India

„Das ging ganz leicht“, sagte ein entspannter Eddie Pedroza nach dem leichten Erfolg der vierjährige Stute India im Großen Preis der Sparkasse Dortmund, einem mit 25.000 Euro dotierten Rennen für vierjährige und ältere Stuten über 1.800 Meter. Die Tochter des ehemaligen Derbysiegers Adlerflug aus dem Besitz und der Zucht des Gestüts Ittlingen siegte mit drei Längen vor Dima und Navratilova. Die hoch eingeschätzte Penja wurde in dem Sechserfeld deutlich geschlagen nur Vierte. Das Gestüt Ittlingen gehört dem Vizepräsidenten des Dortmunder Rennvereins, Manfred Ostermann, der in den letzten Wochen zahlreiche wichtige Rennen gewinnen konnte.

Im Vorjahr holte sich die Stute Liberty London für Ittlingen und Trainer Waldemar Hickst diese Prüfung und anschließend auch den Großen Preis der Dortmunder Wirtschaft. Ein Rennen der höchsten Kategorie dürfte auch für India, die zum Siegkurs von 20:10 triumphierte, das nächste Ziel sein. „Wir wussten schon, dass unsere Stute gut ist“, sagte Hickst. „Wir gehen jetzt aber auf eine etwas weitere Distanz. Sie hat zwei Nennungen: Für den Hansa-Preis in Hamburg und ein hochkarätiges Rennen in Magdeburg.“

Beide Prüfungen werden Anfang Juli gelaufen, führen über 2.400 bzw. 2.050 Meter. Vielleicht wird sie aber auch für Dortmund nachnominiert. Der mit 55.000 Euro dotierte Grand Prix über 1.750 Meter ist das Highlight des nächsten Renntags in Wambel am 19. Juni.

Sweet Pro beeindruckt zum Auftakt

Das Duo Pedroza/Hickst eröffnete den Renntag bereits mit einer ebenso eindrucksvollen Siegerin aus dem Gestüt Wittekindshof, das im Besitz von Dortmunds Ehrenpräsident Hans-Hugo Miebach steht. Die dreijährige Stute Sweet Pro (38:10) setzte sich in dem Sieglosen-Rennen über 2.400 Meter sicher gegen vier zum Teil hoch eingeschätzte männliche Konkurrenten durch. „Sie ist eine Riesensteherin, jetzt schauen wir mal mit dem Besitzer, wie wir weitermachen“, so Hickst. Sweet Pro hat eine Nennung für den mit einer halben Million Euro dotierten 164. Henkel-Preis der Diana Anfang August in Düsseldorf.

Der vierfache deutsche Championjockey Pedroza setzte seine Siegesserie dann auf dem vierjährigen Icamparo (39:10) im „Preis der Firmenkunden“ über 2.000 Meter für den Düsseldorfer Trainer Sascha Smrczek und im „Preis der Filiale Aplerbeck“ über 2.050 Meter mit dem niederländischen Gast Sancho (21:10) für Christian Wolters fort. Auf dem vierjährigen Small Fires (24:10) markierte „Eddie“ Pedroza dann im „Preis des Sparkassen-Renntags 2023“ auch noch den passenden Schlusspunkt im letzten Tag des Rennens. Über die Extremdistanz von 3.200 Meter gelang Pedroza der fünfte Tageserfolg. Das ist selbst in einer so langen und erfolgreichen Rennreiterkarriere, die er 2019 mit dem Derbysieg auf dem Ittlinger Laccario krönte, etwas ganz Besonderes. Trainerin des Siegers ist die Niederländerin Romy van der Meulen.

Einen ausgesprochen guten Tag erwischte auch der irische Nachwuchsreiter Sean Byrne. Er punktete immerhin zweimal: Zuerst mit dem fünfjährigen Senato (33:10) für Torsten Reineke über 1.600 Meter und später in einer Sprinterprüfung über 1.200 Meter mit dem sechsjährigen Coach Party (46:10) für den belgischen Trainer Peter Lanslots.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Dortmunder Rennverein

 

 

 

 

 

 

 

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