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MSPW-Story: Das unerwartete Comeback der SG Wattenscheid 09

Nach Insolvenz und Rückzug entfacht Traditionsverein neue Euphorie.
Die Regionalliga West ist in der Saison 2022/2023 um einen Traditionsverein reicher. Auch wenn die Zugehörigkeit zur Bundesliga inzwischen schon 28 Jahre zurückliegt: Die Anziehungskraft der SG Wattenscheid 09 ist noch immer eine besondere.

Das zeigte vor allem das Saisonfinale in der Oberliga Westfalen, in dem die Schwarz-Weißen nach zwei Jahren die Rückkehr in die vierthöchste Spielklasse perfekt machten. Zum Heimspiel gegen den FC Eintracht Rheine (2:0) strömten 6342 Zuschauer*innen in das altehrwürdige Lohrheidestadion – so viele, wie seit vielen Jahren bei einem Pflichtspiel nicht mehr.

„Das war kein Spiel wie jedes andere“, so Trainer Christian Britscho im Gespräch mit FUSSBALL.DE und MSPW. „Du kommst aus dem Spielertunnel und siehst dann einfach fast 7000 Leute. Damit haben wir nicht gerechnet. Wir haben ein paar Minuten benötigt, um gut reinzukommen. An der Stelle auch ein großes Lob an das Publikum: Es gab kein Murren oder Raunen von den Tribünen. Im Gegenteil: Wir wurden weiter angefeuert. Die Kulisse hatte ein gutes Gespür und berücksichtigt, dass wir Feierabend-Fußballer sind.“

„Mannschaft aus dem Nichts zusammengestellt“

So ist der A-Lizenz-Inhaber, der die Mannschaft im Sommer 2020 übernommen hatte, beispielsweise neben dem Fußball bei der Bochumer Bereitschaftspolizei tätig. Sein erster Einsatz dort war sogar noch zu seligen Bundesliga-Zeiten im Lohrheidestadion. Unter der Regie von Mäzen und „Boss“ Klaus Steilmann (verstarb 2009 im Alter von 80 Jahren) sowie seines „Ziehsohns“ und Trainers Hannes Bongartz sorgten die Schwarz-Weißen damals sensationell in der Bundesliga für Furore. Legendäre Spieler wie Souleyman Sané, Vater des heutigen Nationalspielers Leroy Sané (FC Bayern München), oder auch Thorsten Fink, Uwe Tschiskale, Marek Lesniak und Uwe Neuhaus prägten das Team.

Die jüngere Vergangenheit der SGW ist dagegen turbulent, der Kultklub musste Ende August 2019 einen Insolvenzantrag stellen. Nach erfolgloser Sponsorensuche wurde der Spielbetrieb der ersten Mannschaft in der Regionalliga West zwei Monate später sogar eingestellt, der Abstieg in die Oberliga Westfalen war die Folge. Dort übernahm dann Christian Britscho, langjähriger Nachwuchstrainer beim VfL Bochum und in der Stadt geboren, im Sommer 2020. „Der Aufstieg fühlt sich noch ein wenig surreal an“, gibt der 52-Jährige zu. „Vor zwei Jahren haben wir nach der Insolvenz quasi aus dem Nichts eine Mannschaft zusammengestellt. Ich habe mein Umfeld bestimmt schon 15-mal darum gebeten, mich zu kneifen.“

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