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Galopp Dortmund: Parol lässt Besitzer Dirk von Mitzlaff strahlen

Fünfjähriger Wallach gewinnt „Großen Preis der Wirtschaft“ um 55.000 Euro.
Der fünfjährige Wallach Parol (Foto) hat am Sonntag auf der Galopprennbahn in Dortmund-Wambel den „Großen Preis der Wirtschaft“ gewonnen – ein mit 55.000 Euro dotiertes Rennen der höchsten Kategorie über 1.800 Meter. Der gesamte Renntag stand ganz im Zeichen der Dortmunder Wirtschaft. „33 Unternehmen und Partner aus der Region haben uns unterstützt“, bedankte sich Rennvereinspräsident Andreas Tiedtke. „Viele tun dies schon seit vielen Jahren und Jahrzehnten. Ich bin froh, dass wir uns endlich wieder ohne Masken und Corona-Einschränkungen treffen können.“

Hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft besuchten die sieben Rennen, allen voran die amerikanische Generalkonsulin für Nordrhein-Westfalen, Pauline Kao. „Ich bin begeistert von der Atmosphäre“, sagte sie und freute sich über mehrere erfolgreiche Wetten. Sie suchte sich im Führring – dort, wo die Pferde kurz vor dem Rennen dem Publikum präsentiert werden – auch den späteren Sieger Parol aus. Nach dem gleichen Prinzip hatte sie bereits im Rennen zuvor mit Lady Charlotte von Besitzertrainerin Claudia Römer Glück. Sie feierte mit der Dortmunder Bürgermeisterin Ute Mais, die „schon als kleines Kind mit dem Opa auf der Rennbahn war“.

Parol auf der Sandbahn und auf Gras erfolgreich

Parol, der Sieger des Hauptrennens, hat eine erstaunliche Karriere hingelegt. Über den Winter gewann er drei Rennen in Dortmund auf Sand, zuletzt im Februar. Danach schickte ihn sein Trainer Bohumil Nedorostek (Hannover) für bessere Prüfungen nach Frankreich. Die Bilanz: ein Sieg, zwei zweite Plätze. Das war gut genug, um den Sohn des Derbysiegers Pastorius im Besitz und aus der Zucht von Dirk von Mitzlaff (Mülheim) auf höherer Ebene zu testen. Ein dritter Platz in der „Badener Meile“ Ende Mai in Iffezheim bei Baden-Baden bestätigte die hohe Meinung des Trainers. „Ich habe immer an Parol geglaubt. Die 1.800 Meter sind die ideale Distanz für ihn“, so Nedorostek. „Der Jockey hat unseren Plan aber auch toll umgesetzt.“

Im Sattel von Parol saß Adrie de Vries. „Wir hatten abgesprochen, anfangs einen Satz zu machen“, so der Niederländer, der seit vielen Jahren zur Reiterspitze in Deutschland zählt. „Danach habe ich ein wenig Tempo rausgenommen und sie haben mich in Ruhe gelassen.“ So konnte Parol genügend Kräfte sparen, um auch den späten Angriff von Rubaiyat, dem ehemaligen „Galopper des Jahres“, abzuwehren. Dritter wurde der Außenseiter Sahib’s Joy vor den beiden Dreijährigen im Achterfeld, Peace Warrior und Georgios. Für Parol gab es 51 Euro für zehn Euro Einsatz auf Sieg.

„Das Geläuf ist wie ein Teppich“

„Das Geläuf ist wie ein Teppich“, lobte Siegreiter de Vries den Zustand des Rasens in Wambel. „Das Team hat einen tollen Job gemacht.“ Dieser Meinung schloss sich Andrasch Starke (Köln) an. Mit dem Favoriten Aguirre ging Deutschlands erfolgreichster Jockey aller Zeiten zwar im Hauptrennen leer aus, mit Rosenart (20:10) und Monsieur Vancouver (29:10) gelangen ihm aber zwei Tagestreffer. Die dreijährige Stute Rosenart, die über 1.400 Meter gewann, wird von Andreas Suborics in Köln für das Gestüt Wittekindshof (Rüthen) trainiert, das im Besitz des Dortmunder Ehrenpräsidenten Hans-Hugo Miebach steht. Trainer von Monsieur Vancouver, der über 2.050 Meter punktete, ist Ertürk Kurdu (Düsseldorf).

Als Doppelsieger konnte sich auch Jockey Maxim Pecheur (Lohmar) feiern lassen. Zuerst steuerte er den dreijährigen Hengst Wonderful Eagle (49:10) für Trainer Henk Grewe (Köln) über 2.400 Meter zum Erfolg, später folgte noch der überraschende Treffer mit dem belgischen Gast Rosamour (156:10) über 1.600 Meter. Den Schlusspunkt in einer Sprinterprüfung über 1.200 Meter setzte aber weder Pecheur noch Starke, sondern Sibylle Vogt auf Shymay (46:10). Die fünfjährige Stute wurde erst kurz vor dem Rennen von „The Dutch Master Stables“ an das Adelressort von Adel Massaad verkauft. Trainerin war aber diesmal noch die Niederländerin Romy van der Meulen.

Der nächste Renntag auf der Bahn in Wambel findet nach der Sommerpause am Sonntag, 18. September, statt. Dann steht das traditionsreiche St. Leger an. Der Klassiker über 2.800 Meter ist der sportliche Höhepunkt des Jahres in Dortmund.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Dortmunder Rennverein

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