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Galopp Iffezheim: Fährhof-Stute Habana hängt alle ab

Treffer für Trainer Andreas Wöhler und Stalljockey Eduardo Pedroza.
„Staunen und Feiern“, gab Rennkommentator Marvin Schridde auf den letzten Metern des 149. „Renate und Albrecht Woeste-Zukunftsrennens“ (55.000, 1.400 Meter) am Mittwoch, dem dritten Tag der „Großen Woche“ auf der Galopprennbahn in Iffezheim bei Baden-Baden, als Devise aus.

Und die 4.950 Zuschauer waren mehr als beeindruckt von Stiftung Gestüt Fährhofs Habana (Foto), der imponierenden Siegerin des vom Ehrenpräsidenten des Dachverbandes „Deutscher Galopp“ und seiner Gattin gesponserten Top-Rennens für zweijährige Pferde. Denn die von der Sottrumer Zuchtstätte der Familie Jacobs auch gezogene Kingman-Tochter verteidigte nach ihrem souveränen Debütsieg nicht nur ihre weiße Weste. Sie beherrschte auch ihre sieben Konkurrenten in einem Stil, wie man ihn nur ganz selten sieht.

Mit viel Vertrauen geritten

Eduardo Pedroza (48), Stalljockey des in Gütersloh ansässigen Erfolgstrainers Andreas Wöhler, wusste offenbar ganz genau, was für ein Pferd ihm anvertraut war, denn er wartete an letzter Stelle den Gang der Dinge ab, um erst in der Schlussphase auf den Plan zu treten. Völlig mühelos ließ Habana die Konkurrenz einfach stehen. Die zwei Längen Vorsprung des Richterspruchs verdeutlichen nicht annähernd die Überlegenheit, die die 26:10-Favoritin an den Tag legte. Ihr stellen nun alle Türen für eine großartige Karriere offen, nachdem der erste Sieg auf höchster Ebene nur eine Durchgangsstation gewesen sein dürfte.

See Paris, der Gewinner des Kölner Auktionsrennens, holte sich Platz zwei, doch musste er die Konkurrentin passieren lassen. Auch der lange führende französische Gast Ghrainne lief auf Rang drei gut, während sich Evina als Vierte vor Bottle Of Bubbles, Sarasto, Winning Spirit und Empathie nicht mehr steigern konnte.

Die Stimmen zum Zukunftsrennen:

Dr. Andreas Jacobs (Besitzer und Züchter von Habana): „Es ist lange her, dass wir so ein schönes Rennen gewonnen haben. Es erinnert mich an die tollen Jahre hier in Baden-Baden. Ich bin den Zuschauern dankbar für ihre Empathie, ein toller Moment.“

Simon Stokes (Racing Manager von Habana): „Ich bin sprachlos. Über Winter war Habana bei mir, ehe sie dann dieses Jahr in den Rennstall kam. Sie erinnert mich an Royal Dubai und Lavirco, die auch schon tolle Zweijährige für uns waren. Der Trainer war immer beeindruckt von ihr. Sie hat sich wie ein Profi benommen. Genannt ist sie nun für den Preis der Winterkönigin hier und den Prix Marcel Boussac am Arc-Tag in Paris.“

Andreas Wöhler (Trainer von Habana): „Habana ist schon etwas ganz Besonderes. Eddie hat sie mit viel Vertrauen geritten. Sie konnte unterwegs abschalten und dann großartig beschleunigen.“

Eduardo Pedroza (Jockey von Habana): „Ich hatte schon zu Hause ein gutes Gefühl mit ihr und habe sie mit einigem Mumm geritten. Dass sie gut genug für ein solches Rennen sein würde, hatte sie uns im Training gezeigt.“

Holger Faust (Racing Manager von See Paris): „Das war eine sehr gute Leistung. Wir steuern jetzt den Preis des Winterfavoriten an, wo wir nicht auf Habana treffen werden.“

Michael Cadeddu (Jockey von See Paris): „Er ist stark gelaufen, zumal es erst sein zweiter Start war. Gerne hätte ich gewonnen, aber die Stute war überlegen vorne.“

Alexis Pouchin (Jockey von Ghrainne): „Ich bin sehr zufrieden mit ihrer Vorstellung. Gegen die Siegerin gab es nichts zu bestellen.“

Foto-Quelle: Marc Rühl/Baden Galopp

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