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Frauen-Bundesliga: Aufsteiger MSV Duisburg überrascht in Potsdam

Kapitänin Yvonne Zielinski (2) und Kaitlyn Parcell treffen beim 3:0.


Dem MSV Duisburg sind am 2. Spieltag der FLYERALARM Frauen-Bundesliga die ersten Punkte im Rennen um den Klassenverbleib gelungen. Der Aufsteiger setzte sich vor 1.285 Zuschauer*innen beim sechsmaligen Bundesligameister 1. FFC Turbine Potsdam durch. Großen Anteil am Erfolg hatte Kapitänin Yvonne Zielinski (11./70.), die einen Doppelpack beisteuerte. Die für die angeschlagene Marija Ilic bereits früh eingewechselte Kaitlyn Prior Parcell (51.) war ebenfalls als Torschützin erfolgreich.

„Wir konnten das durchbringen, was wir wollten“, befand MSV-Teamchef Nico Schneck. „Wir haben den Gegner attackiert, kamen so zu frühen Ballgewinnen. Nach der Verletzung von Marija Ilic kam ein leichter Knick in unser Spiel. Es hat ein paar Minuten gedauert, um wieder in die Ordnung zu finden. Über die gesamte Distanz geht unser Sieg absolut in Ordnung. Wir sind überglücklich, dass wir den ersten Dreier eingefahren haben. Wir haben uns für die Chancen und den betriebenen Aufwand belohnt.“

Yvonne Zielinski meinte: „Wir waren immer zuversichtlich, dass wir in der Bundesliga etwas bewegen können. Das haben wir mit einer super Mannschaftsleistung definitiv auch gezeigt. Die Zuspiele waren optimal, so dass ich den Ball nur noch einschieben musste.“

Potsdams neuer Cheftrainer Sebastian Middeke urteilte: „Unser Matchplan ist überhaupt nicht aufgegangen. Vor dem Tor fehlte uns auch so ein wenig das Quäntchen Glück. Ich weiß gar nicht, wie viele Standardsituationen oder Eckbälle wir hatten. Unser Passspiel und unser Zweikampfverhalten war nicht so, wie wir uns das vorstellen. Daher ärgern wir uns umso mehr. Das war ein gebrauchter Tag. Und es passt dann auch dazu, dass möglicherweise eine schwere Knieverletzung unserer Kapitänin Noemi Gentile dazukommt.“

SGS-Trainer Högner beweist glückliches Händchen

Markus Högner, Trainer der SGS Essen, bewies beim 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen den Aufsteiger SV Meppen mit der Hereinnahme von Felicitas Fee Kockmann (72.) ein gutes Händchen. Die deutsche U 19-Nationalspielerin steuerte vor 2500 Zuschauer*innen im Duell zweier zuvor noch punktloser Konkurrenten um den Klassenverbleib nur drei Minuten nach ihrer Einwechslung den einzigen Treffer der Partie bei.

Essens Torschützin Felicitas Fee Kockmann strahlte nach dem Abpfiff über das ganze Gesicht. „Es ist ein großartiges Gefühl, dass ich der Mannschaft mit dem entscheidenden Tor helfen konnte“, sagte die 17 Jahre alte Stürmerin im Interview mit Magenta Sport. „Wir haben uns den Sieg hart erarbeitet, hätten aber auch noch mehr Tore erzielen können. Auf der Leistung können wir aufbauen.  Es war super, dass so viele Leute ins Stadion gekommen sind. Die Fans hatten einen großen Anteil an unserem Sieg.“

Meppens Abwehrspielerin Lisa-Marie Weiss analysierte: „In der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel und die SGS Essen sehr gut im Griff. Nach der Pause haben wir leider den Zugriff ein wenig verloren und uns vor dem Gegentor einfache Fehler erlaubt. Das Ergebnis ist eine große Enttäuschung, weil Essen zu unseren direkten Konkurrenten gehört. Wenn wir den Klassenverbleib schaffen wollen, müssen wir mutiger und abgezockter werden.“

Foto-Quelle: Nico Herbertz/MSV Duisburg

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