Startseite / Pferderennsport / Galopp / Galopp Paris-Longchamp: Torquator Tasso greift nach Titelverteidigung

Galopp Paris-Longchamp: Torquator Tasso greift nach Titelverteidigung

Fünfjähriger Auenquelle-Hengst startet erneut im Prix de l’Arc de Triomphe.
Der deutsche Ausnahme-Galopper Torquator Tasso (Foto) wird am Sonntag, 2. Oktober, auf der Bahn in Paris-Longchamp antreten, um das bedeutendste Galopprennen der Welt, den Prix de l’Arc de Triomphe, möglichst zum zweiten Mal in Folge zu gewinnen. Allein der Start von Torquator Tasso in diesem Rennen kommt einer Sensation gleich, denn noch nie zuvor in der 100-jährigen Geschichte dieses Rennens ist ein deutscher Sieger angetreten, um seinen Titel zu verteidigen. Die Startzeit des Rennens, das in 60 Länder übertragen wird, ist 16:05 Uhr.

Nur drei deutsche Sieger in 100 Jahren

Erst dreimal haben in Deutschland trainierte Vollblüter den Prix de l’Arc de Triomphe gewonnen: Der erste Sieger war im Jahr 1975 der von Theo Grieper in Köln-Rath trainierte Star Appeal. Der damals fünfjährige Hengst aus der Zucht des Gestüts Röttgen wurde vom englischen Jockey Greville Starkey geritten und gewann als absoluter Außenseiter völlig überraschend mit einer Siegquote von 1.197:10.

Im Jahr 2011 folgte Danedream, trainiert von Peter Schiergen in Köln und geritten von Andrasch Starke, dem erfolgreichsten deutschen Jockey aller Zeiten. Die vom Gestüt Brümmerhof (Soltau) gezogene Stute gewann das über 2.400 Meter gelaufene Rennen in 2:24,49 Minuten – ein Rekord, der im „Arc“ bis heute Bestand hat.

Auf regennasser Bahn siegte schließlich im letzten Jahr Torquator Tasso und steigerte seine Gewinnsumme auf mehr als 3,6 Millionen Euro. Für den aus der Zucht von Paul H. Vandeberg und im Besitz des Gestüts Auenquelle von Karl-Dieter Ellerbracke (Rödinghausen) und Peter Michael Endres (Duisburg) stehenden fünfjährigen Hengst geht es am ersten Oktober-Sonntag in Paris nun um die Titelverteidigung im 101. Prix de l’Arc de Triomphe.

Der von Marcel Weiß in Mülheim an der Ruhr trainierte fünfjährige Torquator Tasso wird in dem Rennen, das mit fünf Millionen Euro dotiert ist – wovon der Sieger allein 2,857 Millionen Euro Preisgeld erhält – das erste deutsche Pferd in der Geschichte des Rennens sein, das versucht, seinen Titel zu verteidigen. Kein Geringerer als Lanfranco „Frankie“ Dettori, der das Rennen bereits sechsmal gewonnen hat und als bester Jockey der Welt gilt, soll Torquator Tasso zum Sieg steuern.

Konkurrenz aus der ganzen Welt – und von Mendocino

Neben den schnellsten und erfolgreichsten Galoppern aus Frankreich, Großbritannien, Irland, Japan und Australien gibt es aber auch aus den eigenen Reihen Konkurrenz, denn mit dem von Sarah Steinberg in München trainierten Mendocino kommt ein weiterer chancenreicher, deutscher Kandidat an den Start.

Der aus der Zucht des Gestüts Brümmerhof stammende vierjährige Hengst Mendocino wird von Steinbergs Lebensgefährten René Piechulek geritten – dem Jockey, der im letzten Jahr mit Torquator Tasso im „Arc“ erfolgreich war. Das Team Mendocino/Piechulek hatte Anfang September im 152. Großen Preis von Baden in Iffezheim Torquator Tasso und Frankie Dettori knapp auf den zweiten Platz verwiesen.

35.000 Zuschauer erwartet – Übertragung in über 60 Länder

Zum Rennwochenende um den 101. Prix de l’Arc de Triomphe werden mehr als 35.000 Zuschauerinnen und Zuschauer auf der Rennbahn erwartet. 250 Journalistinnen und Journalisten aus 26 verschiedenen Ländern werden über das große Highlight des internationalen Galopprennsports berichten, das in mehr als 60 Länder auf allen Kontinenten übertragen wird.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Deutscher Galopp

Das könnte Sie interessieren:

Galopp Köln: Stall Nizzas Nerium wechselt in die Zucht

Sieger im Kölner Carl Jaspers-Preis wird Deckhengst in Frankreich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.