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ETB-Torjäger Noel Futkeu: „Genießen diese Momentaufnahme“

19-Jähriger führt mit Essenern überraschend Oberliga-Tabelle an.
Zehn Tore in zehn Spielen, zuletzt sogar acht Treffer in nur vier Partien: Angreifer Noel Futkeu (19) sorgt beim Traditionsverein ETB Schwarz-Weiß Essen in der Oberliga Niederrhein für Furore, hat den DFB-Pokalsieger von 1959 auf Platz eins geschossen. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht Futkeu über seinen Lauf, seine Zeit beim 1. FC Köln und Marcel Platzek, den Gewinner der Torjägerkanone für alle.

FUSSBALL.DE: In den zurückliegenden vier Ligaspielen sind Ihnen acht Tore gelungen. Wie haben Sie das angestellt, Herr Futkeu?

Noel Futkeu: Bei mir ist der Spaß am Fußball zurück. Mein Trainer Damian Apfeld vertraut mir zu 100 Prozent und ich stehe meistens über die volle Distanz auf dem Platz. In den vergangenen Wochen habe ich richtig viel Selbstvertrauen getankt. Das wiederum macht sich dann auch in meinen Leistungen auf dem Platz positiv bemerkbar.

Dabei sind Sie gar kein gelernter Mittelstürmer, oder?

Futkeu: Das stimmt. Ich bin eigentlich als Außenbahnspieler geholt worden. Durch die Verletzung unseres etatmäßigen Mittelstürmers Williams Clinton Emmanuel bin ich ins Zentrum gerückt, konnte auf dieser Position überzeugen und fühle mich auf dieser Position auch pudelwohl.

Wie wird Ihr Trainer reagieren, wenn sich die Verletztensituation entspannt hat?

Futkeu: Ich will es ihm so schwer wie möglich machen, etwas zu verändern, und möchte möglichst weiter meine Tore als Mittelstürmer machen. Viel wichtiger ist mir aber, dass wir die Spiele gewinnen. Das hat zuletzt ja ebenfalls gut funktioniert. Ich denke, der Trainer muss sich etwas einfallen lassen, wenn alle Mann wieder an Bord sind. (lacht)

Der ETB Schwarz-Weiß Essen ist erstmals seit langer Zeit Tabellenführer in der Oberliga Niederrhein. Welchen Anteil daran hat Trainer Damian Apfeld, mit dem Sie schon in der Jugend bei Rot-Weiss Essen zusammengearbeitet haben?

Futkeu: Damian Apfeld ist mit Sicherheit ein entscheidender Faktor für unseren aktuellen Erfolg. Er bereitet sich und die Mannschaft sehr akribisch auf den kommenden Gegner vor. Er weiß, wie man eine Mannschaft zusammenhält und nach vorne peitscht, und schenkt mir sehr viel Vertrauen. Das ist für einen Stürmer sehr wichtig. Nach meiner Zeit bei der U 21 des 1. FC Köln war ich für einige Monate vereinslos. Damian Apfeld hat davon gehört und sich intensiv um mich bemüht. Ich habe einst beim ETB angefangen, Fußball zu spielen. Jetzt schließt sich für mich der Kreis – genau unter dem Trainer, der mich immer gefördert und unterstützt hat. Bei meinem Wechsel musste ich daher nicht lange überlegen.

Ihre vorherigen Stationen waren Rot-Weiss Essen und die U 21 des 1. FC Köln. Warum konnten Sie Ihren Traum von einer Profikarriere bei den Rheinländern nicht verwirklichen?

Futkeu: Ich bin mit sehr hohen Zielen von RWE nach Köln gewechselt, aber es hat nicht so geklappt, wie ich es mir vorgestellt hatte. Der Konkurrenzkampf beim 1. FC Köln, der über sehr viele junge, talentierte Spieler verfügt, war extrem groß. Außerdem hatten mich auch immer wieder Verletzungen zurückgeworfen. Die wichtigen Erfahrungen, die ich in Köln gemacht habe, sind für meine aktuellen Leistungen mitverantwortlich, weil ich aus der Zeit meine Lehren und die richtigen Schlüsse gezogen habe.

Wie haben Sie die Zeit überbrückt, in der Sie vereinslos waren?

Futkeu: Ich hatte täglich trainiert und während dieser Zeit viele Waldläufe und Stabilisationsübungen absolviert. Mit meinen Freunden habe ich eine Zeitlang in Köln und später in Essen auf dem Platz gekickt, Ich musste mich für meine nächste Aufgabe vorbereiten. Ich wollte beim Start in die Vorbereitung auf die kommende Spielzeit topfit sein.

Der ETB Schwarz-Weiß Essen gehörte vor der Saison nicht zu den Titelfavoriten, belegt jetzt aber Rang eins. Was ist in dieser Saison möglich?

Futkeu: Keine Frage, wir genießen diese Momentaufnahme. Die Konkurrenz ist in der Oberliga Niederrhein allerdings sehr groß. Wir tun deshalb gut daran, nur von Spiel zu Spiel zu denken. Wir wollen Woche für Woche konkurrenzfähig bleiben – auch gegen Spitzenteams wie den KFC Uerdingen 05 oder die SSVg Velbert. Was am Ende dabei herauskommen wird, wird man sehen.

Das komplette Interview mit Noel Futkeu finden Sie auf FUSSBALL.DE.

Foto-Quelle: Frank Siebers/ETB Schwarz-Weiß Essen

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