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Galopp Mülheim: Niagaro beschert Leon Wolff bislang größten Erfolg

Dreijähriger Hengst gewinnt am Raffelberg 79. „Silbernes Band der Ruhr“.
Mit einem überlegenen 15-Längen-Erfolg des 43:10-Mitfavoriten Niagaro (Foto) endete am Samstag der „Marathon“ um das 79. Silberne Band der Ruhr auf der Galopprennbahn in Mülheim. In Deutschlands längstem Flachrennen (25.000 Euro Preisgeld) gewann der von Sarah Steinberg in München trainierte Dreijährige nach 4.000 Metern den Mülheimer Traditionstitel eindrucksvoll gegen den Altersgefährten Enjoy The Dream (Maxim Pecheur/Much) und Lokalmatadorin Dynamite Star (André Best/Krefeld).

Im Sattel des Siegers saß der erst 18-jährige Jockey-Azubi Leon Wolff (Krefeld). Ihm gelang damit sein erster Treffer auf höherer Ebene im Galopprennsport.  Besitzer von Niagaro ist das „Syndikat Liberty Racing 2020“ von Lars-Wilhelm Baumgarten (Köln).  Gezüchtet wurde der als Jährling für 61.000 Euro verkaufte Adlerflug-Sohn vom Gestüt Brümmerhof in Soltau in der Lüneburger Heide.

Leon Wolff, Reiter von Niagaro, erklärte: „Ich freue mich riesig über meinen ersten Sieg in einem Black Type-Rennen und bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen. Mein Pferd ist erst nach der ersten Runde aufgewacht. Die Art und Weise, wie er gewonnen hat, zeigt seine ganze Klasse.“

Lars-Wilhelm Baumgarten, Manager des „Syndikats Liberty Racing“ und auch aus der Fußballberater-Branche bekannt, betonte: „Wir wollten ihn eigentlich auf der BBAG-Auktion in Iffezheim verkaufen. Das überlegen wir uns jetzt noch einmal. Was für ein Rennpferd, das habe ich so nicht erwartet.“

Azshara, ein Pferd mit Zukunft – Hattrick für Jockey Andrasch Starke

Das einleitende Rennen für den Jahrgang 2020 ging an die Trainer-/Jockeykombination Markus Klug/Andrasch Starke aus Köln. Für das Gestüt Schlenderhan (Bergheim), Deutschlands ältestes Privatgestüt, gewann die Debütantin Azshara (15:10) im Stil eines Pferdes mit Zukunft. Ihrem Bruder Alson, einst gewinnreichster deutscher Zweijähriger aller Zeiten, machte sie dabei alle Ehre. Für Azshara könnte es demnächst im „Preis der Winterkönigin“ in Iffezheim bei Baden-Baden oder in einem Rennen in Hannover weitergehen.

Apropos Andrasch Starke. Der erfolgreichste deutsche Jockey aller Zeiten erwischte einen Sahnetag, gewann er doch am Raffelberg auch mit Lexi’s Dream (34:10) für Trainer Christian Sprengel (Hannover-Langenhagen) und  den Mülheimer Wallach Shirazi (41:10) aus dem Marian Falk Weißmeier-Quartier noch zwei weitere Prüfungen.

Bei den Dreijährigen machte der von Routinier Hans Blume in Krefeld trainierte Stallone wenig Federlesen mit der Konkurrenz. Für den Adlerflug-Sohn, den der aufstrebende Leon Wolff zum 34:10-Erfolg ritt, steht demnnächst ein lukratives Auktionsrennen auf dem Programm. Weitere Prüfungen gewannen der niederländische Trainer John Smith und der aus Belgien angereiste Steven Leirs. Erstgenannter punktete mit Taycan (Adrie de Vries) zum Toto-Kurs von 19:10, während Pleasant Gift als 59:10-Chance unter Martin Seidl zum Zuge kam. Im finalen Rennen siegte mit Amina Mathony eine Auszubildende aus Mülheim. Sweet Author (46:10) kam mit Speed noch sicher hin.

BBAG-Auktionsrennen um 52.000 Euro am 27. November

Rennclub-Vorstand Marc Hübner resümierte: „Unser spezieller Dank gebührt unserem Renntag-Sponsor Hans Bierkämper für sein Herzblut und die fortwährende Unterstützung. Er begleitet den Galopprennsport hier in Mülheim seit vielen Jahren mit großer Leidenschaft. Dafür sind wir ihm sehr dankbar. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass das Mülheimer Publikum wetterfest ist. Das Freizeitvergnügen war in diesem Zusammenhang wichtiger als ein paar Regentropfen. Das Silberne Band der Ruhr als besonderer Mülheimer Traditionstitel liegt uns allen sehr am Herzen. Es war wieder einmal Werbung für unseren Sport.“

Die nächste Veranstaltung auf der Mülheimer Galopprennbahn findet erst am Sonntag, 27. November, statt. Im Mittelpunkt steht dann das mit 52.000 Euro dotierte BBAG-Auktionsrennen.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Rennclub Mülheim an der Ruhr

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