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Galopp Iffezheim: Comeback von Sammarco und Mendocino

Im „Großen Preis der Badischen Wirtschaft“ geht es um 70.000 Euro.

Das große Finale beim Frühjahrs-Meeting 2023 am Sonntag auf der Galopprennbahn in Iffezheim bei Baden-Baden wird zu einem Showdown der vierbeinigen Stars. Im „Großen Preis der Badischen Wirtschaft“ (70.000 Euro, 2.200 Meter) kommt es zum Aufeinandertreffen einiger der besten deutschen Rennpferde.

Stall Salzburgs Mendocino (Rene Piechulek) brachte 2022 im 152. Großen Preis von Baden im Rahmen der „Großen Woche“ sogar das Kunststück fertig, den ehemaligen Arc-Sieger Torquator Tasso zu bezwingen. Der von Sarah Steinberg in München für Schlafmöbel-Unternehmer Hans-Gerd Wernicke trainierte Hengst gibt in Iffezheim seinen mit Spannung erwarten Saisoneinstand 2023, nachdem er sich im Dezember in Hong Kong geweigert hatte, die Startbox zu beziehen und dem Millionenrennen in letzter Sekunde fernbleiben musste.

Trainerin Sarah Steinberg sagt: „Die Vorbereitungen sind nach Plan gelaufen, auch wenn wir in den letzten Wochen in München durch das schlechte Wetter und die vielen Regenfälle etwas eingeschränkt waren. Daher werden noch ein paar Prozent zur Top-Leistung fehlen. Er trifft auf ein paar in diesem Jahr schon gelaufene Pferde, aber wir sind dennoch optimistisch. Es ist alles in Ordnung.“

Mendocino trifft unter anderem auf Sammarco (Foto/Adrie de Vries), der für das Gestüt Park Wiedingen von Helmut von Finck (München) und Trainer Peter Schiergen (Köln) im Vorjahr mit dem Deutschen Derby und dem Großen Dallmayr-Preis gleich zwei der bedeutendsten deutschen Rennen gewann und darüber hinaus unter anderem Dritter im Großen Preis von Baden war. Auch Sammarco gibt jetzt sein Comeback.

Peter Schiergen erklärt: „Es ist sein erster Jahresstart, aber die Trainingsleistungen sind zufriedenstellend. Er ist gut über den Winter gekommen. Wir gehen zuversichtlich in das Rennen.“

Die Favoritenrolle am Totalisator könnte im Feld der sieben Grand Prix-Starter allerdings der von Henk Grewe (Köln) für den Kölner Rennvereins-Präsidenten Eckhard Sauren und die Besitzergemeinschaft „Liberty Racing 2020“ um Lars-Wilhelm Baumgarten (Bad Harzburg) aufgebotene Assistent (Lukas Delozier) tragen, da er in diesem Jahr bereits den „Grand Prix Aufgalopp“ in Düsseldorf und den „Carl Jaspers-Preis“ in Köln gewann.

Assistents Betreuer Henk Grewe signalisiert: „Er ist zuletzt toll gelaufen und hat sich fein gesteigert. Auch seine Trainingsleistungen waren ordentlich. Nun bekommt er es mit neuen Gegnern zu tun. Ein Spaziergang wird es auf diesem Niveau ganz sicher nicht.“

Bauyrzhan Murzabayev, der aus Kasachstan stammende deutsche Jockey-Champion der letzten vier Jahre, der seit 2023 am Top-Stall von André Fabre in Frankreich arbeitet, steigt wie schon am Samstag auch beim Finale in Iffezheim in den Sattel – auf Gestüt Schlenderhans Hoffnung Northern Ruler.

Sprint-Größen kämpfen um „Silberne Peitsche“

Auch das Rahmenprogramm ist exquisit: Erstklassige Sprinter aus Deutschland, Frankreich, Schweden und Tschechien setzen sich in der „Casino Baden-Baden Silbernen Peitsche“ (25.000 Euro, 1.200 Meter) auseinander. Auch der schwedische Vorjahressieger Good Eye (Andrasch Starke) gibt sich dabei wieder die Ehre. Mit dabei ist auch Best Flying (eine Top-Chance für die erst 23-jährige Amazone Lilli-Marie Engels), die 2022 sogar Zweite in der „Goldenen Peitsche“ war. Stark gerüstet scheint Trainer Andreas Wöhler mit Waldersee (Jozef Bojko), dem Zweitplatzierten aus 2022.

Insgesamt finden am Finalsonntag in Iffezheim sogar elf Rennen statt, von denen die ersten fünf Prüfungen auch via PMU nach Frankreich in die rund 13.000 dortigen Wettannahmestellen übertragen werden. Daher erfolgt der erste Start bereits um 11.20 Uhr (Platzöffnung ist um 10 Uhr). In einem Lauf zum Nachwuchsförderpreis der Mehl-Mülhens-Stiftung können junge Talente im Rennsattel unter 30 Jahren ihr Können demonstrieren.

Der Renntag steht unter dem Motto „Badische Wirtschaft meets Herzenssache“. Die Partner unterstützen neben dem Hauptrennen auch den gemeinnützigen Verein „Herzenssache“. Die Kinderhilfsaktion, an der auch der Südwestrundfunk (SWR) beteiligt ist, setzt sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Saarland ein.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Baden Galopp

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