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Vinko Sapina: „Alle sind heiß wie Frittenfett“

RWE-Mittelfeldspieler vor dem Westschlager beim SC Preußen Münster.
Rot-Weiss Essens Kapitän Vinko Sapina hatte nach dem 3:1-Heimsieg gegen den keineswegs enttäuschenden FC Viktoria Köln beste Laune. „Das war eine sehr gute Reaktion auf die Partie in Aue“, strahlte der 28-jährige „Leitwolf“ nach dem bereits achten Dreier im zwölften Spiel vor eigenem Publikum und dem Sprung auf Platz eins der Heimtabelle: „Alle waren gierig und maximal motiviert.“

Das galt speziell auch für Sapina selbst, der an der 1:2-Auftaktniederlage beim FC Erzgebirge mit einem Ballverlust in der Nachspielzeit entscheidend beteiligt war. Gegen die Viktoria, die zuvor in zwölf Ligaspielen nacheinander gegen RWE unbesiegt geblieben war, riss der lauf- und zweikampfstarke Mittelfeldspieler gemeinsam mit seinem diesmal sogar noch einen Tick wirkungsvolleren Nebenmann Torben Müsel die Initiative im Zentrum an sich, leitete zahlreiche Angriffe ein, suchte selbst den Abschluss und brachte das Team kurz nach der Pause per Strafstoß (nach Foul an Müsel) auf die Siegerstraße.

„Wir hatten über 90 Minuten die Kontrolle, was gegen diesen spielstarken Gegner alles andere als selbstverständlich ist“, erinnerte Vinko Sapina an das glückliche 0:0 im Hinspiel, als in erster Linie ein überragender RWE-Torhüter Jakob Golz den Punktgewinn sicherte. „Damals hatte ich das Gefühl, wir spielen gegen Bayern München“, so Sapina mit einem leichten Grinsen: „Diesmal waren wir über die gesamte Spielzeit die bessere Mannschaft, auch wenn wir uns erst in der zweiten Halbzeit mit den Toren belohnen konnten. Der Matchplan ist komplett aufgegangen.“

Torben Müsel, der auch noch den zweiten Treffer mit einer Balleroberung und dem folgenden Steilpass einleitete, brachte die Qualitäten der Essener so auf den Punkt: „Wir haben erneut gezeigt, dass wir gut zocken können und uns nicht beirren lassen.“ So steckte RWE auch Eric Voufacks Rückpass-Blackout vor dem Kölner Anschlusstreffer gut weg und drängte sofort wieder auf die Entscheidung, die schließlich kurz vor Schluss durch eine sehenswerte Co-Produktion der beiden „Joker“ Ron Berlinski und Thomas Eisfeld gelang.

„Auch die Jungs, die reinkommen, machen es richtig gut“, lobte Spielführer Sapina – und blickte gleich auf das Prestigeduell am Sonntag beim Aufsteiger SC Preußen Münster: „Dort wollen wir genau da weitermachen, wo wir gegen Viktoria aufgehört haben. Alle sind heiß wie Frittenfett.“ Torben Müsel kündigte an: „Wir werden alles geben, um drei Punkte mitzunehmen.“ Das gelang beim 1:0 im Hinspiel, als der ebenfalls eingewechselte Thomas Eisfeld in der Schlussphase für den ersten Saisonsieg sorgte.

Fotoquelle: Marcel Rotzoll

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