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FC Gütersloh: FSV-Frauen drücken vergeblich im Heidewald die Daumen

Zweitliga-Team besucht Regionalliga-Spiel gegen Schalker U 23.


West-Regionalligist FC Gütersloh und der benachbarte FSV Gütersloh aus der 2. Frauen-Bundesliga streben zur Saison 2025/2026 eine Verschmelzung an. Da kam auf Seiten des FSV Gütersloh die Idee auf, dem FCG einen Besuch in seinem „Wohnzimmer“ abzustatten.

Kurzerhand lud der Vorstand des Männer-Regionalligisten das Frauen-Zweitligateam zum Heimspiel gegen die U 23 des FC Schalke 04 (1:3) ins Ohlendorf-Stadion im Heidewald ein. Die Resonanz bei den FSV-Fußballerinnen war überwältigend: 20 Spielerinnen meldeten Interesse an. „Es ist uns wichtig, das Stadion, die Stimmung und die Menschen beim FC Gütersloh kennenzulernen“, erklärte Kapitänin Sarah Rolle, warum sich keine Spielerin die Chance auf dieses Flutlichtspiel entgehen lassen wollte.

Cheftrainerin Britta Hainke spielte mit und verlegte die Trainingseinheit im Sportzentrum Ost nach vorne, damit alle pünktlich zum Anpfiff um 19.30 Uhr im Stadion sein konnten. Der FSV-Tross (Foto), zu dem als Vereinsvertreter noch Chris Punnakkattu-Daniel, Tobias Neumann, Dennis Seelige und Wolfgang Temme gehörten, nahm auf der Haupttribüne direkt neben dem „Hagedorn‘s“ Platz. Von dort erlebten sie, wie die Schalker in der 26. Minute durch Nelson Amadin in Führung gingen. Sie waren aber auch nah dran, als der FC Gütersloh in der zweiten Halbzeit auf „sein“ Tor vor der Uhr-Kurve spielte und unter lautstarker Anfeuerung der Fans auf den Ausgleich drängte. Als der ersehnte Treffer in der 74. Minute durch Aleksandar Kandic verdientermaßen gelang, rissen die FSV-Spielerinnen um Nele Schmidt, Maren Tellenbröker und Marie Schröder ebenso die Arme hoch wie die meisten der 1.560 Zuschauer.

Shpresa Aradini und Paula Reimann gehörten anschließend zu denen, die gerne auch eine La-Ola-Welle initiiert hätten, zumal „ihr“ Team nun am Drücker war und Chancen auf den zweiten Treffer hatte. Umso größer war das Bedauern bei Ronja Leubner, Lena Strothmann und Co., als die „Königsblauen“ in der Schlussphase zum 3:1-Sieg trafen und der FC Gütersloh die Feier des vorzeitigen Klassenverbleibs vorerst verschieben musste. Auf jeden Fall waren die FSV-Frauen Augenzeuge eines hochklassigen Regionalliga-Spiels geworden. „Das Tempo ist schon enorm, und die technische Klasse der Spieler ist beeindruckend“, staunte etwa Leah Blome.

Zur Abrundung des gelungenen „Betriebsausflugs“ trug bei, dass Sarah Rolle, Lea Bultmann und Lilly Stojan in der Halbzeitpause im VIP-Raum einen netten Plausch mit den FCG-Vorstandsmitgliedern Helmut Delker, Heiner Kollmeyer und Hans-Hermann Kirschner halten konnten.

Sehr gerne würde sich der FSV Gütersloh revanchieren. Er hat das Regionalliga-Team des FC Gütersloh daher zum Gegenbesuch für das letzte Saisonheimspiel am 19. Mai gegen den FC Bayern München II in die Tönnies-Arena eingeladen. Diese Partie bewarb der FCG sogar im aktuellen Stadionheft „Heidewald“, in dem auch über die angestrebte Verschmelzung beider Klubs berichtet wurde. Das alles sind weitere kleine Schritte auf dem Weg zu dem Ziel, dass wieder zusammenwächst, was zusammengehört.

Foto-Quelle: Dennis Seelige/FSV Gütersloh

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