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Galopp Dortmund: 15.000 Besucher beim Sparkassen-Renntag in Wambel

Trainer Andreas Wöhler gewinnt mit Nina’s Lob das Hauptrennen.


Prall gefüllte Ränge, glückliche Kindergesichter und sportliche Spitzenleistungen – der Auftakt der Grasbahn-Saison auf der Galopprennbahn in Dortmund-Wambel übertraf bei idealen äußeren Bedingungen die ohnehin schon hohen Erwartungen. „Das Publikum ist sensationell. Im letzten Jahr war es schon toll, aber das ist noch eine Steigerung“, freute sich der Präsident des Dortmunder Rennvereins, Manfred Ostermann, über schätzungsweise 15.000 Besucher.

Die traditionsreiche Veranstaltung an Christi Himmelfahrt und „Vatertag“ verdankt den großen Zulauf dem langjährigen Partner des Rennvereins, der Sparkasse Dortmund. Bereits zum 45. Mal arbeitete man zusammen. „Die Sparkasse hat ihre Kanäle genutzt und die Kunden angesprochen – und es hat funktioniert“, sagte Rennvereins-Geschäftsführer Oliver Sauer. „Das Angebot für Familien und Kinder ist schon riesig.“ Ob Foodtrucks, Beach Bar, Klettertürme oder Hüpfburgen – überall gab viel Andrang und noch mehr Spaß. Mit dem Wettumsatz zeigte sich der Geschäftsführer ebenfalls sehr zufrieden: In den acht Prüfungen wurden 274.350 Euro gewettet. Das waren 34.294 Euro pro Rennen.

Sieg für den Ehrenpräsidenten

Die Pferde standen aber im Mittelpunkt und allem voran der „Große Preis der Sparkasse Dortmund“ als sportlicher Höhepunkt. Die 2.050 Meter lange Prüfung für vierjährige und ältere Stuten war ein mit 25.000 Euro dotiertes Listenrennen. Um in der Stadt des frisch gebackenen Champions League-Finalisten beim Fußball zu bleiben: So genannte Grupperennen wie der Große Preis der Wirtschaft, der am nächsten Renntag in Wambel am 23. Juni entschieden wird, entsprechen den europäischen Wettbewerben, Listenrennen der Bundesliga.

Eine internationale Note hatte das Rennen aber doch: Die viel beachtete, aus Frankreich angereiste Stute Atakama, wurde Dritte hinter Spirit of Dreams. Beide waren aber wie die gesamte neunköpfige Konkurrenz chancenlos gegen die Siegerin Nina‘s Lob (Foto unten). Vom Start weg machte die fünfjährige Stute aus dem Trainingsquartier von Andreas Wöhler (Gütersloh) einen frischen Eindruck. Jockey Eduardo Pedroza ließ sie frei galoppieren: „Sie hat sehr gut trainiert und wir sind mit viel Mumm hier angetreten. Sie wollte das Kommando übernehmen und in der Zielgerade zog sie von alleine weg und das wars!“


Nina’s Lob (Foto) stammt aus der Zucht des bekannten Gestüts Wittekindshof (Rüthen) und läuft auch in den Farben des Gestüts, das dem Ehrenpräsidenten des Dortmunder Rennvereins, Hans-Hugo Miebach, gehört. Ehefrau Jutta Miebach feierte gerade ihren 90. Geburtstag. Für sie war der Erfolgs von Nina’s Lob ein nachträgliches, besonderes Geburtstagsgeschenk. Die Siegquote betrug 70 Euro bei zehn Euro Einsatz.

Der amtierende Präsident Manfred Ostermann hatte übrigens zuvor auch Grund zur Freude: Seine fünfjährige Stute Anistou gewann den „Preis des Immobilien-Centers“, das mit 13.000 Euro dotierte beste Handicap des Tages über 1.400 Meter. Vorbereitet wird Anistou in Mülheim von Marcel Weiß, Siegreiter war Rene Piechulek.

Weragua eröffnet Grasbahn-Saison

Der ersten Sieger des Jahres in Wambel auf Gras oder Turf, wie es in der britischen Wiege des Galopprennsports heißt, wurde im „Preis der Filiale Huckarde“ gefunden. Ein mit 5.000 Euro dotierte Steherrennen über 2.800 Meter gewann die vierjährige Stute Weragua für den Dresdner Trainer Stefan Richter. Im Sattel war Sibylle Vogt, die aktuell beste in Deutschland tätige Rennreiterin, im Einsatz.

Eine dreijährige Stute mit viel Potential beeindruckte dann im „Preis der Filiale Aplerbeck“ über 2.050 Meter: Diamond Crown aus dem Gestüt Brümmerhof mit Hugo Boutin im Sattel siegte überlegen vor Poyraz Approach. „Diamond Crown hat ein paar Kinderkrankheiten, aber das hat mir gefallen“, sagte Trainer Andreas Suborics (Köln). „Sie hat mit ihrer Klasse gewonnen.“ Die Stute hat mehrere Nennungen für große Rennen – insbesondere für den Henkel-Preis der Diana, Das deutsche Stuten-Derby wird Anfang August in Düsseldorf entschieden.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Dortmunder Rennverein

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